Bremerhaven/Osnabrück (epd). Gegen den Start des örtlichen Weihnachtsmarktes vor der Adventszeit regt sich in Bremerhaven Widerstand. Mit 5.000 Postkarten an Bürgermeister Melf Grantz (SPD) will ein Bündnis aus unterschiedlichen evangelischen Gemeinden gegen den Beginn des Budenzaubers am 20. November protestieren, teilte Initiator Christhard Elle von der Evangelisch-methodistischen Gemeinde mit. Es sei gute Tradition, dass in Deutschland die Weihnachtsmärkte in der Regel erst nach dem Ewigkeitssonntag (26. November) öffneten, sagte der Pastor. Erst dann beginne die Adventszeit.

«Nur in Bremerhaven startet der Weihnachtsmarkt schon in der ’stillen Zeit’», heißt es auf den Postkarten, die in den kommenden Wochen verschickt werden sollen. Und weiter: «Wurde das Fest der Liebe einmal mehr auf dem Altar des Kommerzes geopfert?» Auf der Rückseite findet sich ein Bibelzitat aus dem Buch der Prediger (3,1-11). Darin heißt es: Ein Jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.«

Auch in Niedersachsen gibt es vereinzelt kleinere Märkte wie etwa unter dem Titel Winterwald in Lüneburg, die schon während der »stillen Zeit" geöffnet haben. Adventliche Kunsthandwerksmärkte öffnen ebenfalls bereits ihre Pforten. In größeren Städten wird lediglich in Osnabrück der historische Weihnachtsmarkt bereits am 24. November eröffnet. Dort bleiben allerdings genauso wie in Bremerhaven am Totensonntag die Buden geschlossen.
Source: Kirche-Oldenburg