{"id":10016,"date":"2018-06-09T08:37:00","date_gmt":"2018-06-09T06:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/chefarzt-smartphone-nutzung-birgt-enorme-risiken-fuer-kinder\/"},"modified":"2018-06-09T08:37:00","modified_gmt":"2018-06-09T06:37:00","slug":"chefarzt-smartphone-nutzung-birgt-enorme-risiken-fuer-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/chefarzt-smartphone-nutzung-birgt-enorme-risiken-fuer-kinder\/","title":{"rendered":"Chefarzt: Smartphone-Nutzung birgt enorme Risiken f\u00fcr Kinder"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Eine zunehmende Smartphone-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen hat dem hannoverschen Chefarzt f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Christoph M\u00f6ller, massive gesundheitliche Sch\u00e4den zur Folge. \u00abJe h\u00f6her der Medienkonsum ist, desto ausgepr\u00e4gter treten Auff\u00e4lligkeiten auf\u00bb, sagte M\u00f6ller der in Hannover erscheinenden \u00abNeuen Presse\u00bb (Sonnabend). Dazu z\u00e4hlten Schlafmangel, depressive Verstimmungen, Haltungssch\u00e4den, \u00dcbergewicht oder Konzentrationsst\u00f6rungen. 97 Prozent der Zw\u00f6lf- bis 17-J\u00e4hrigen bes\u00e4\u00dfen ein Smartphone, das sie im Schnitt t\u00e4glich f\u00fcnf Stunden nutzten. Auch Kita-Kinder oder Grundsch\u00fcler seien am Handy der Eltern aktiv.<\/p>\n<p>Auch das Unfallrisiko steige, sagte M\u00f6ller, der die Abteilung f\u00fcr<br \/>Kinder- und Jugendpsychiatrie im Kinderkrankenhaus Auf der Bult leitet. \u00abDie jungen Menschen sind durch den Blick auf das Handy schlicht unaufmerksam.\u00bb Selbst auf S\u00e4uglinge, die noch nicht selber das Handy nutzten, k\u00f6nnten sich digitale Medien negativ auswirken.<br \/>\u00abWenn Eltern, w\u00e4hrend der Kinderpflege oder des F\u00fctterns parallel mit dem Handy besch\u00e4ftigt sind, kann das zu F\u00fctter- und Einschlafst\u00f6rungen bei Babys und sp\u00e4ter sogar zu Sprachentwicklungsst\u00f6rungen bei Kleinkindern f\u00fchren.\u00bb<\/p>\n<p>Scharfe Kritik \u00fcbte M\u00f6ller an der Bildungsoffensive von Bund und L\u00e4ndern. Je mehr Zeit Kinder am Smartphone verbr\u00e4chten, desto schlechter seien ihre Lernleistungen. Guter Unterricht werde ma\u00dfgeblich durch die Pers\u00f6nlichkeit des Lehrers bestimmt: \u00abAber statt viel Geld auszugeben, um den Lehrermangel endlich zu beheben, wird viel Geld f\u00fcr die Digitalisierung ausgegeben.\u00bb<\/p>\n<p>Kinder sollten erst nach dem zw\u00f6lften Lebensjahr an die digitalen Medien herangef\u00fchrt und nicht allein unter ihrer sp\u00e4teren Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf dem Arbeitsmarkt betrachtet werden, empfahl M\u00f6ller. \u00abKinder sollten keinem h\u00f6heren Zweck dienen, sie haben es verdient, Kind zu sein.\u00bb M\u00f6ller leitete mehrere Jahre die Suchteinrichtung \u00abTeen Spirit Island\u00bb, wo er seit 2010 die ersten computers\u00fcchtigen Jugendlichen behandelte.<\/p>\n<p>Zwar sei das Handy ein \u00abbequemer Babysitter\u00bb, aber es f\u00f6rdere nicht die Entwicklung, sagte der Mediziner. Das freie kindliche Spiel, eines der wichtigsten Dinge f\u00fcr eine gesunde Entwicklung, werde den Kindern schlicht abtrainiert. \u00abKleine Kinder brauchen keine Wischbewegungen auf Smartphones, sie brauchen Liebe, Zuneigung und echte Sinneserfahrungen.\u00bb Die grundlegenden Dinge lernten sie im medienfreien Raum.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Eine zunehmende Smartphone-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen hat dem hannoverschen Chefarzt f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Christoph M\u00f6ller, massive gesundheitliche Sch\u00e4den zur Folge. \u00abJe h\u00f6her der Medienkonsum ist, desto ausgepr\u00e4gter treten Auff\u00e4lligkeiten auf\u00bb, sagte M\u00f6ller der in Hannover erscheinenden \u00abNeuen Presse\u00bb (Sonnabend). 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