{"id":10129,"date":"2018-06-25T07:10:00","date_gmt":"2018-06-25T05:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-lebenswerte-zukunft-im-ammerland-ist-keine-utopie\/"},"modified":"2018-06-25T07:10:00","modified_gmt":"2018-06-25T05:10:00","slug":"die-lebenswerte-zukunft-im-ammerland-ist-keine-utopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-lebenswerte-zukunft-im-ammerland-ist-keine-utopie\/","title":{"rendered":"Die lebenswerte Zukunft im Ammerland ist keine Utopie"},"content":{"rendered":"<p>Seit l\u00e4ngerer Zeit schon wird \u00fcber die Frage gesprochen, wie die Erde f\u00fcr die Menschen lebenswert erhalten werden kann. Meldungen \u00fcber Plastikm\u00fcll im Meer, zu hoher Schadstoffaussto\u00df bei Autos, Minimallohnarbeit in der Bekleidungsproduktion und Hungerkatastrophen in D\u00fcrregebieten sprechen jedoch eine andere Sprache. Dabei unterzeichneten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die \u201eAgenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c. Ihr Kernst\u00fcck sind die 17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. \u201eGeht das uns etwas an und k\u00f6nnen wir etwas daf\u00fcr tun?\u201c fragt ein Initiativprojekt im Ammerland, das in der letzten Woche seinen Start erlebte, und antwortet mit einem klaren \u201eJa!\u201c. Dieses Projekt wird von Engagement Global gGmbH \u2013 Service f\u00fcr Entwicklungsinitiativen &#8211; finanziert und in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Ammerland durchgef\u00fchrt.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung oder auch Sustainable Development Goals (SDG) sind von allen 193 Staaten der Vereinten Nationen beschlossen worden. Sie gelten damit praktisch auf der ganzen Welt, und eben auch in jedem Ort und jeder Region in Deutschland. Im Evangelischen Haus in Westerstede gab Wolfgang Obenland vom \u201eGlobal Policy Forum\u201c in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Start des Projektes einen \u00dcberblick zur grunds\u00e4tzlichen Bedeutung und zum Verst\u00e4ndnis dieser \u201eAgenda 2030\u201c und ihrer 17 Ziele.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Dass alle Ziele von Nachhaltigkeit nicht nur in entwicklungspolitischen Zusammenh\u00e4ngen eine Rolle spielen, sondern auch in ganz konkrete Handlungsanleitungen \u201evor Ort\u201c im Ammerland m\u00fcnden k\u00f6nnen, bildete eine wichtige Botschaft des Referenten. Obenland sprach mehrfach die \u00f6rtliche Ebene an, f\u00fcr die der Deutsche St\u00e4dtetag bereits eine Resolution auf den Weg gebracht und die Kommunen dazu ermuntert hat, sich zu engagieren.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Beispielhaft stellte der Referent aus Bonn mit der Energiesicherung, dem ausreichenden Wasser, der inklusiven Bildung, der Gesundheit und der \u00dcberwindung der Armut f\u00fcnf der 17 Ziele vor. Im Vortrag und in der anschlie\u00dfenden lebhaften Diskussion wurde rasch deutlich, wie eng die theoretisch formulierten Ziele mit der ganz konkreten und \u201epraktischen\u201c Arbeit vor Ort verkn\u00fcpft sind, sowohl der politischen und sozialen wie auch der kulturellen und p\u00e4dagogischen T\u00e4tigkeit verschiedener gesellschaftlicher Einrichtungen und Tr\u00e4ger.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Um solche Aktivit\u00e4ten zu b\u00fcndeln und neue zu begr\u00fcnden, hat Engagement Global in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Ammerland das Projekt \u201eSDGs im Ammerland\u201c ins Leben gerufen. Das Motto: \u201eDie Zukunft, die wir uns w\u00fcnschen. Das Ammerland, das wir brauchen\u201c. Engagement Global ist Ansprechpartnerin f\u00fcr entwicklungspolitisches Engagement in Deutschland und im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung t\u00e4tig. Als begleitende Partnerin stellte Bianca Per\u010di\u0107, Mitarbeiterin in der Au\u00dfenstelle Hamburg, die Organisation und ihre T\u00e4tigkeiten vor.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Allgemeine Zustimmung fand Peter Tobiassen als Vertreter des Bildungswerkes und Projektinitiator mit der Feststellung, dass der Kirchenkreis Ammerland eine sehr geeignete Ebene darstelle, um externe Fachleute und \u00f6rtliche Multiplikatoren zusammen zu f\u00fchren. Als Ziel w\u00fcnschte er sich, gemeinsam f\u00fcr eine \u00f6kologisch, sozial und kulturell nachhaltige Gesellschaft im Ammerland einzutreten und damit zugleich f\u00fcr die inhaltlich kongruenten kirchlichen Ziele Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Um auch die j\u00fcngere Generation mit Schulen und Jugendgruppen zu beteiligen, sollen mit geeigneten Angeboten auch die sozialen Medien in die \u00d6ffentlichkeitsarbeit eingebunden sein. Dies stellte Helena Inkermann in Aussicht, die sich in der ev.-luth. Landeskirche in Oldenburg der Umwelt- und Entwicklungsbildung widmet, das Projekt \u201eZukunft einkaufen\u201c leitet und ebenfalls das Kooperationsprojekt von Engagement Global und dem Bildungswerk begleitet.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Moderiert von Barthel Pester (Oldenburg) verdeutlichten mehrere Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, dass in ihren Wirkungskreisen vielf\u00e4ltige Ankn\u00fcpfungspunkte bestehen. Beispielhaft genannt wurden die hochwertige fr\u00fchkindliche Erziehung und Bildung in Kindertagesst\u00e4tten oder auch Probleme im Umgang mit Moorlandschaft und Landwirtschaft, die Pastorin Sabine Feuerhake aus Reekenfeld ansprach. Ein vorhandenes gro\u00dfes Potential an b\u00fcrgerschaftlichem Engagement k\u00f6nne und m\u00fcsse zielgerichtet ausgesch\u00f6pft werden.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Eine Initiativgruppe aus Wiefelstede wies darauf hin, dass gerade im Ammerland noch Strukturen und Netzwerke der seinerzeitigen \u201eAgenda 21\u201c vorhanden seien, die es aufzugreifen gelte. Das Rad m\u00fcsse nicht \u00fcberall neu erfunden werden und es k\u00f6nnten private und Vereinsaktivit\u00e4ten, \u00f6rtliche Ideen und kommunalpolitische Bestrebungen verbunden, geb\u00fcndelt und damit verst\u00e4rkt werden. Einigkeit bestand in der Notwendigkeit, die starren, schwerf\u00e4lligen und teilweise unberechenbaren politischen Strukturen, vor allem auf h\u00f6heren Ebenen, aufbrechen zu m\u00fcssen. Die Verantwortlichkeit f\u00fcr die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie innerhalb der deutschen Bundesregierung ist derzeit in mehreren Ressorts verankert.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Mit der ersten Veranstaltung des Projektes wurden somit die inhaltlichen Voraussetzungen geschaffen f\u00fcr spezifische \u201eAmmerl\u00e4nder Ideen und Initiativen\u201c, m\u00f6glichst mit Vorbildcharakter. Einig waren sich die Teilnehmenden auch darin, dass es nirgendwo reicht, Symptombek\u00e4mpfung durchzuf\u00fchren, sondern um die Sch\u00e4rfung und Ver\u00e4nderung des Bewusstseins geht in Verbindung mit dem Erfordernis, im politischen Raum auf den Wandel bestimmter struktureller Systeme hinzuwirken. Leere Worte m\u00fcssten als solche entlarvt werden im Wissen, dass es um die Zukunft aller Menschen geht. Die ber\u00fcchtigten \u201eWachstumspfade\u201c seien dabei auf Dauer nicht der richtige Weg.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Das Projekt \u201eSDGs im Ammerland\u201c von Engagement Global und dem Evangelischen Bildungswerk Ammerland wird mit drei weiteren Vortragsveranstaltungen und Referenten aus der \u00fcberregionalen Kirche und Politik im Herbst fortgesetzt. Noch vor den Sommerferien, am 21. Juni um 19 Uhr, wird es ein erstes \u201eTreffen Ideenschmiede\u201c in Westerstede geben, um angestrebte \u00f6rtliche Arbeitsgruppen und Teilprojekte in den Blick zu nehmen unter der Leitfrage: Was muss und kann auf dem Gebiet des Kirchenkreises Ammerland passieren, um die globalen Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zu erreichen?<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br \/>Nach den Sommerferien ist eine Veranstaltungen am <span style=\"font-weight: bold\">Donnerstag, 23. August,<\/span> 19 Uhr, im Ev. Gemeindehaus, Denkmalsplatz 5, 26180 Rastede, geplant. Dort wird Dr. Ruth G\u00fctter, Referentin f\u00fcr Fragen der Nachhaltigkeit bei der Evangelischen Kirche in Deutschland, Impulse zu den Ziele 2 (Hunger beenden, Ern\u00e4hrungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft f\u00f6rdern), 5 (Geschlechtergleichstellung), 10 (Abbau von Ungleichheiten) und 12 (Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktionsmuster) und deren Bedeutung f\u00fcr das Ammerland geben. <br \/>Anmeldungen bitte unter www.eeb-niedersachsen.de\/Veranstaltung\/820180522 oder 04488\/77151.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit l\u00e4ngerer Zeit schon wird \u00fcber die Frage gesprochen, wie die Erde f\u00fcr die Menschen lebenswert erhalten werden kann. Meldungen \u00fcber Plastikm\u00fcll im Meer, zu hoher Schadstoffaussto\u00df bei Autos, Minimallohnarbeit in der Bekleidungsproduktion und Hungerkatastrophen in D\u00fcrregebieten sprechen jedoch eine andere Sprache. 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