{"id":10365,"date":"2018-07-12T17:55:00","date_gmt":"2018-07-12T15:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-windraeder-veraendern-windverhaeltnisse-auf-der-nordsee\/"},"modified":"2018-07-12T17:55:00","modified_gmt":"2018-07-12T15:55:00","slug":"studie-windraeder-veraendern-windverhaeltnisse-auf-der-nordsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-windraeder-veraendern-windverhaeltnisse-auf-der-nordsee\/","title":{"rendered":"Studie: Windr\u00e4der ver\u00e4ndern Windverh\u00e4ltnisse auf der Nordsee"},"content":{"rendered":"<p>Die zahlreichen Windr\u00e4der in der Nordsee ver\u00e4ndern einer neuen Studie zufolge auch die Windverh\u00e4ltnisse selbst. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) haben mit Satelliten-Radarbildern untersucht, wie Windkraft-Anlagen in der Deutschen Bucht die umliegenden Windverh\u00e4ltnisse zum Teil abschw\u00e4chen, wie das Zentrum am Donnerstag in Geesthacht bei Hamburg mitteilte. Verhindert werden soll durch gute Planung, dass sich die Windr\u00e4der gegenseitig den Wind wegnehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Derzeit drehen sich mehr als 1.000 Windr\u00e4der \u00fcber der Deutschen Nord- und Ostsee. Bis zum Jahr 2030 soll die Kapazit\u00e4t der Offshore-Parks auf 15 Gigawatt ausgebaut werden. Johannes Schulz-Stellenfleth, K\u00fcstenforscher am Helmholtz-Zentrum und einer der Autoren der Studie, rechnet mit mehr als 2.500 Windr\u00e4dern bis 2030. Damit diese sich nicht gegenseitig den Wind wegnehmen, werden Satellitenbilder analysiert, um die Modelle der Windverh\u00e4ltnisse zu verbessern.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Radarbilder der Satelliten Sentinel-1 und TerraSar-X erfassen die Rauhigkeit der Meeresoberfl\u00e4che der Nordsee. Da Wellen in der Nordsee vor allem durch Wind entstehen, lassen die Bilder R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Windverh\u00e4ltnisse zu. Noch bis zu 70 Kilometer hinter den Anlagen der Offshore-Windparks konnten die Wissenschaftler gro\u00dfr\u00e4umige Windschatten, sogenannte \u00abWakes\u00bb, erkennen. In diesen Bereichen herrschten geringere Windgeschwindigkeiten als in ungest\u00f6rten Bereichen. Sie entstehen, weil die vorderen Windr\u00e4der als Hindernis den Wind abbremsen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Durch Vergleiche mit meteorologischen Messungen auf der Forschungsplattform Fino-1, die 50 Kilometer vor der Insel Borkum in direkter N\u00e4he zu dem Windpark Alpha Ventus liegt, konnte weiterhin gezeigt werden, dass die L\u00e4nge der \u00abWakes\u00bb von der Stabilit\u00e4t in der Atmosph\u00e4re abh\u00e4ngt. Wenn man etwa relativ warmes Wasser und kalte Luft dar\u00fcber vorfindet, bilden sich starke Turbulenzen. Die \u00abWakes\u00bb werden hier relativ schnell \u00abweggemischt\u00bb und sind dementsprechend k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Nicht \u00fcberall f\u00fchrten die Windkraftanlagen jedoch zu einer Abschw\u00e4chung der Windgeschwindigkeit auf dem Wasser. Innerhalb der ersten zehn Kilometer hinter den Windenergie-Anlagen lie\u00dfen starke Radarsignale sogar auf eine erh\u00f6hte Rauhigkeit schlie\u00dfen. \u00abWir denken, dass dieser verst\u00e4rkende Effekt durch die mechanisch erzeugte Turbulenz direkt hinter den Turbinen entsteht\u00bb, sagte Schulz-Stellenfleth. Die neuen Erkenntnisse k\u00f6nnten helfen, bei zuk\u00fcnftigen Planungen die besten Positionen f\u00fcr Windfarmen zu finden.<\/p>\n<p>epd<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zahlreichen Windr\u00e4der in der Nordsee ver\u00e4ndern einer neuen Studie zufolge auch die Windverh\u00e4ltnisse selbst. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) haben mit Satelliten-Radarbildern untersucht, wie Windkraft-Anlagen in der Deutschen Bucht die umliegenden Windverh\u00e4ltnisse zum Teil abschw\u00e4chen, wie das Zentrum am Donnerstag in Geesthacht bei Hamburg mitteilte. Verhindert werden soll durch gute Planung, dass sich die Windr\u00e4der gegenseitig den Wind wegnehmen. &nbsp;&nbsp; Derzeit drehen sich mehr als 1.000 Windr\u00e4der \u00fcber der Deutschen Nord- und Ostsee. Bis zum Jahr 2030 soll die Kapazit\u00e4t der Offshore-Parks auf 15 Gigawatt ausgebaut werden. 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