{"id":10390,"date":"2018-07-19T11:39:00","date_gmt":"2018-07-19T09:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/karte-statt-klingelbeutel\/"},"modified":"2018-07-19T11:39:00","modified_gmt":"2018-07-19T09:39:00","slug":"karte-statt-klingelbeutel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/karte-statt-klingelbeutel\/","title":{"rendered":"Karte statt Klingelbeutel"},"content":{"rendered":"<p>Von Charlotte Morgenthal (epd)<\/p>\n<p>Wer im Gottesdienst das Bargeld vergessen hat und trotzdem Spenden m\u00f6chte, hat ab diesem Sonntag in Braunschweig die Chance, auch mit Geldkarte zu zahlen. Die evangelische St.-Lukas-Gemeinde ist eine der ersten, die eine digitale Kollekte anbietet.<\/p>\n<p>Braunschweig (epd). Das Display des EC-Kartenger\u00e4ts in den H\u00e4nden des evangelischen Pastors Benedikt Sacha leuchtet hellblau auf. \u00abWie an der Supermarktkasse wird der Betrag eingegeben, die Karte eingesteckt und die Zahlung mit dem jeweiligen Pin-Code best\u00e4tigt\u00bb, erl\u00e4utert der Theologe das System. Die St.-Lukas-Kirchengemeinde im Braunschweiger Stadtteil Querum ist ab diesem Sonntag eine der ersten in Niedersachsen, die k\u00fcnftig Spenden nicht nur mit dem Klingelbeutel, sondern auch per EC-Karte oder Girocard entgegennimmt.<\/p>\n<p>Oft habe er bei Trauungen oder Taufen erlebt, dass die Menschen nicht unbedingt an Bargeld f\u00fcr die Kollekte gedacht h\u00e4tten, sagte Sacha. \u00abEs ist keine innovative Idee, denn in fast allen Bereichen kann man mittlerweile ohne Bargeld bezahlen.\u00bb Die Menschen seien mittlerweile daran gew\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Die Spende per Geldkarte sei ein zus\u00e4tzliches Angebot, das bei besonderen Gottesdiensten zum Einsatz kommen soll, sagt Sacha. Dann haben die Gottesdienstbesucher nach dem Gottesdienst am Ausgang auch die M\u00f6glichkeit, auf dem mobilen Ger\u00e4t per Karte Geld zu spenden. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">\u00abWir sind in einer Experimentierphase.\u00bb<\/span><br \/>\n<span style=\"font-weight: bold\"><\/span>Kirchenvorsteher Daniel K\u00f6hler, von Beruf Einzelhandelskaufmann, hat sich um die Realisierung des Projekts bem\u00fcht. Daf\u00fcr leiht sich die Gemeinde langfristig von der Bank das EC-Ger\u00e4t, das die Zahlungsdaten \u00fcber ein gesichertes Handy-Netz \u00fcbertr\u00e4gt. Bei dem Angebot gehe es der Kirchengemeinde nicht darum, sich selbst zu bereichern, betont K\u00f6hler. Das werde auch daran deutlich, dass die Gemeinde die Transaktionsgeb\u00fchren trage. Etwa 70 Prozent der gesammelten Spenden gingen an Projekte au\u00dferhalb der Gemeinde.<\/p>\n<p>Die Tradition der Kollekte, das Sammeln f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke, geht bis in urchristliche Zeiten zur\u00fcck. In den evangelischen Kirchen wird noch heute in jedem Gottesdienst um Spenden gebeten: f\u00fcr Hilfsprojekte in aller Welt genauso wie f\u00fcr die Sanierung des Kirchturms oder Menschen in Not in der eigenen Gemeinde.<\/p>\n<p>Die Idee einer digitalen Kollekte wird derzeit von zahlreichen Kirchen aufgegriffen. So hatte die Kirche von England angek\u00fcndigt, in 16.000 Kirchen und Einrichtungen das Spenden per Karte zu erm\u00f6glichen. Sie reagierte damit darauf, dass Briten immer seltener Bares in der Tasche haben und stattdessen zunehmend mit Karte zahlen. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz pr\u00e4sentierte k\u00fcrzlich den \u00abdigitalen Klingelbeutel\u00bb: Er hat die Form eines herk\u00f6mmlichen Klingelbeutels. Im Griff des neuen Modells sind allerdings die n\u00f6tige Bezahltechnik sowie ein Akku integriert.<\/p>\n<p>Eine evangelische Kirchengemeinde in Walsrode in der L\u00fcneburger Heide hatte im Fr\u00fchjahr ebenfalls einen neuen Bezahlweg angeboten. Mit einem Smartphone konnten die Spender einen QR-Code einlesen und dann mit einer App einen beliebigen Betrag als Kollekte \u00fcberweisen. Bei einem ersten Versuch habe die Gemeinde neun Buchungen mit Betr\u00e4gen zwischen einem Cent und zehn Euro gez\u00e4hlt, hie\u00df es.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gemeinde in Braunschweig k\u00f6nnte die digitale Kollekte auch eine Entlastung sein. Immer schwieriger sei es geworden, Bargeld bei einer Bank einzuzahlen, sagt Pastor Sacha, w\u00e4hrend er mit dem EC-Ger\u00e4t in der Hand an der Kirchent\u00fcr steht. Inzwischen nehme keine der vier Filialen im Stadtteil M\u00fcnzgeld an, so dass Mitarbeiter in die Hauptfiliale in die Innenstadt fahren m\u00fcssten. Nach gro\u00dfen Gottesdiensten wie zu Weihnachten m\u00fcssten auf diesem Wege gro\u00dfe Geldbetr\u00e4ge transportiert werden.<\/p>\n<p>Die Gemeinde will das neue Angebot jetzt erst einmal zwei Jahre lang ausprobieren. Danach will sie \u00fcberlegen, wie das Projekt fortgef\u00fchrt wird, erz\u00e4hlt Sacha. \u00abVielleicht ist es auch eine M\u00f6glichkeit, dass sich Gespr\u00e4che dar\u00fcber entwickeln, was es hei\u00dft, eine Kollekte zu geben.\u00bb<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Info:<\/span> Die St.-Lukas-Kirchengemeinde in Braunschweig bietet die M\u00f6glichkeit der digitalen Kollekte erstmals bei einem Fest am 22. Juli um 14 Uhr an.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Internet:<\/span> Zur digitalen Kollekte: http:\/\/u.epd.de\/10s4 <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Orte:<\/span> Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Lukas, Bevenroder Stra\u00dfe 118, 38108 Braunschweig<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Charlotte Morgenthal (epd) Wer im Gottesdienst das Bargeld vergessen hat und trotzdem Spenden m\u00f6chte, hat ab diesem Sonntag in Braunschweig die Chance, auch mit Geldkarte zu zahlen. Die evangelische St.-Lukas-Gemeinde ist eine der ersten, die eine digitale Kollekte anbietet. Braunschweig (epd). Das Display des EC-Kartenger\u00e4ts in den H\u00e4nden des evangelischen Pastors Benedikt Sacha leuchtet hellblau auf. \u00abWie an der Supermarktkasse wird der Betrag eingegeben, die Karte eingesteckt und die Zahlung mit dem jeweiligen Pin-Code best\u00e4tigt\u00bb, erl\u00e4utert der Theologe das System. 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