{"id":10517,"date":"2018-08-13T08:41:00","date_gmt":"2018-08-13T06:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-forscher-kritisiert-anwerbung-auslaendischer-pflegefachkraefte\/"},"modified":"2018-08-13T08:41:00","modified_gmt":"2018-08-13T06:41:00","slug":"bremer-forscher-kritisiert-anwerbung-auslaendischer-pflegefachkraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-forscher-kritisiert-anwerbung-auslaendischer-pflegefachkraefte\/","title":{"rendered":"Bremer Forscher kritisiert Anwerbung ausl\u00e4ndischer Pflegefachkr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Gesundheits\u00f6konom und Pflegeforscher Heinz Rothgang sieht Pl\u00e4ne der Bundesregierung zur Anwerbung s\u00fcdosteurop\u00e4ischer Pflegefachkr\u00e4fte teilweise kritisch. Das k\u00f6nne den Einrichtungen in Deutschland zwar kurzfristig helfen, r\u00e4umte Rothgang im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) ein. \u00abAber damit verlagern wir das Grundproblem ins Ausland, denn \u00fcberall in Europa gibt es einen Pflegefachkr\u00e4ftemangel.\u00bb Deutschland lasse dann andere L\u00e4nder die Ausbildungskosten tragen und werbe ab. \u00abDas ist, was die innereurop\u00e4ische Solidarit\u00e4t angeht, sicherlich problematisch.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDa w\u00e4re zumindest zu \u00fcberlegen, inwieweit sich Deutschland im Rahmen von EU-Ma\u00dfnahmen an den Ausbildungskosten beteiligt\u00bb, schlug Rothgang vor. \u00dcberdies stelle sich konkret die Frage, wie viele ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte mit den entsprechenden Sprachkenntnissen wirklich kommen wollten und kurzfristig mobilisierbar w\u00e4ren. \u00abEs reicht ja nicht, wenn Fachkr\u00e4fte zwar wissen, wie Pflege geht, aber nicht in Kontakt mit den h\u00e4ufig alten und dementen Menschen treten k\u00f6nnen.\u00bb Sprachliche und fachliche Anforderungen m\u00fcssten hochgehalten werden.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Forderung nach allgemeinverbindlichen Tarifvertr\u00e4gen in der Branche betonte Rothgang, ein wichtiger Punkt f\u00fcr Neueinsteiger sei die Bezahlung. \u00abGerade, wenn man den Beruf auch f\u00fcr M\u00e4nner attraktiv machen will.\u00bb Das durchzusetzen, werde aber nicht einfach sein, denn gerade die privaten Anbieter seien davon alles andere als begeistert: \u00abManchmal klingt das ja schon so, als sei der Kern des freien Unternehmertums der, dass man einen niedrigen Lohn aushandelt.\u00bb<\/p>\n<p>Im Rahmen der derzeit g\u00fcltigen Gesetze sei es bei einer derart ablehnenden Haltung eines Tarifpartners aber nicht m\u00f6glich, einen Vertrag f\u00fcr allgemeinverbindlich zu erkl\u00e4ren. \u00abWenn man das will, wird man wohl zun\u00e4chst das Tarifvertragsgesetz \u00e4ndern m\u00fcssen.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die schon l\u00e4nger in der Pflege t\u00e4tig seien, st\u00fcnden neben dem Geld die Arbeitsbedingungen und da vor allem eine bessere Personalausstattung im Vordergrund. Angesichts eines leer gefegten Fachkr\u00e4ftemarktes sei ein gr\u00f6\u00dferer Anteil an Vollzeitstellen unmittelbar hilfreich. \u00abIn vielen H\u00e4usern gibt es immer noch wahnsinnig hohe Teilzeitquoten, und zwar teils unfreiwillig\u00bb, sagte Rothgang.<\/p>\n<p>H\u00f6herer Vollzeitquoten erforderten aber eine ver\u00e4nderte Arbeitszeitgestaltung etwa durch eine bessere Verteilung von Aufgaben \u00fcber den Tag. Rothgang: \u00abDa ist noch nicht genug Fantasie seitens der Einrichtungen zu sehen und zu wenig Bereitschaft, von den Einrichtungen zu lernen, die hohe Vollzeitquoten haben. Da haben wir ein bisschen zu viel Jammerkultur.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Gesundheits\u00f6konom und Pflegeforscher Heinz Rothgang sieht Pl\u00e4ne der Bundesregierung zur Anwerbung s\u00fcdosteurop\u00e4ischer Pflegefachkr\u00e4fte teilweise kritisch. 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