{"id":10538,"date":"2018-08-20T10:45:00","date_gmt":"2018-08-20T08:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/festtafeln\/"},"modified":"2018-08-20T10:45:00","modified_gmt":"2018-08-20T08:45:00","slug":"festtafeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/festtafeln\/","title":{"rendered":"Festtafeln"},"content":{"rendered":"<p>Das Eindecken eines Gasttisches ist ein \u00fcblicherweise Bestandteil der Esskultur und zugleich Etikette einer jeglichen Kultur. Wie sich solche \u201eFesttafeln\u201c im \u00fcbertragenen Sinne auf religi\u00f6se Feiern inhaltlich und je nach Glaubensausrichtung darstellen, damit besch\u00e4ftigte sich die Arbeitsstelle Religionsp\u00e4dagogik der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg beim \u201eTreffpunkt ar-party: interreligi\u00f6s\u201c.<br \/>&nbsp; <br \/>Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen erl\u00e4uterten im Hause der Arbeitsstelle an der Haareneschstra\u00dfe 58 in Oldenburg&nbsp; wie sich religi\u00f6se Feiertrage am Beispiel der Bahai, Jesiden und Christen unterscheiden. Dazu standen die T\u00fcren zum zweiten Treffpunkt f\u00fcr Lehrer, Studenten, Ehrenamtliche und an der religionsp\u00e4dagogischen Arbeit Interessierten am Freitagnachmittag offen.<br \/>&nbsp; <br \/>F\u00fcr Svea Bruns, Anita Havermann, Wiebke Saathoff, Felix Husmann und Constanze Sachsenheimer, war die informative Veranstaltung ein Grund aus Wilhelmshaven anzureisen. Alle f\u00fcnf sind Referendare und Teilnehmer im Studium-Seminar. \u201eDas ist eine gute M\u00f6glichkeit, sich \u00fcber die vorhandenen religionsp\u00e4dagogischen Lehrmittel zu informieren\u201c, waren sich die Referendare einig. Zugleich fanden sie die Einblick in die Festtafeln anderer Religion als sehr interessant.<br \/>&nbsp; <br \/>W\u00e4hrend Matthias Hempel die Festtafel Konfirmation gespickt mit Ideen und Tipps f\u00fcr die Familienfeier, aber auch Kleiderfragen und Konfirmationsspr\u00fcche, bis hin zu Taufe und Glaubensbekenntnisse erkl\u00e4rte und Arbeitsstellenleiterin Kerstin Hochartz die Festtafel Abendmahl mit vorhandenem Material und Darstellungsm\u00f6glichkeiten wie Puppen und Symbolik in einem Schaubild&nbsp; aufgebaut hatte,&nbsp; verharrten viele Besucher im Raum \u201eFesttafel Bahai\u201c.<br \/>&nbsp; <br \/>Etwa 30 Mitglieder umfasst die Gemeinde in Oldenburg, die hier seit rund 50 Jahren besteht. Dr. Birgit und Hossein Panahi stellten die verschiedenen Feste und Glaubensans\u00e4tze dar. Es gebe neun Feiertage im Laufe des Jahres, die gefeiert w\u00fcrden. \u201eUnsere Tradition ist erst 200 Jahre alt, anders als bei den Christen\u201c, stellten die beiden Gemeindevertreter heraus. Die Religon stammt aus dem Iran.<br \/>&nbsp; <br \/>Gefeiert werde die Geburt des Glaubensstifters, Baha\u2019u\u2019llahs (1817-1892), der die Menschheit als Einheit sieht. \u201eDie Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine B\u00fcrger\u201c. Festtafeln finden sich damit auch eher in der Einheit der Gemeinde. Der Eintritt in die Glaubensgemeinschaft kann ab einem Alter von 15 Jahren durch Erkl\u00e4rung erfolgen. Das werde oft im Stillen gefeiert, wie beim Sohn der Familie Panahi oder mit gro\u00dfer Familienfeier und Festtafel wie bei der Tochter. \u201eDas bleibt jedem selbst \u00fcberlassen\u201c, so die Eltern.<br \/>&nbsp; <br \/>Ilyas Yanc ist der Zweite Vorsitzende der Jesidischen Gemeinde Oldenburg. Feiertage ist u. a. das Neujahrsfest auch \u201eRoter Mittwoch\u201c genannt, das am ersten Mittwoch im April nach dem julianischen Kalender begangenen wird. Nach dem jesidischen Glauben wurde Tausi Melek an diesem Tag von Gott auf die Erde herabgesandt, mit dem Auftrag, sie bewohnbar zu machen. Zur Festtafel geh\u00f6rt es die H\u00e4user mit Blumen, Pflanzen und farbigen Eiern zu schm\u00fccken. Besondere Speisen werden zubereitet. Ein Fest, das eng mit der Natur verbunden ist. Landwirte gehen auf ihre Felder und verzehren dort das Brot namens Sawuk. Prozessionen werden im Heiligtum&nbsp; Scheich Adis abgehalten.<br \/>&nbsp; <br \/>Weitere Feste sind u. a. \u201eVierzig Tage im Sommer\u201c, das Versammlungsfest oder Ramadan-Fest . \u201eF\u00fcr uns ist jeder der 365 Tage im Jahr ein Fest\u201c, so Ilyas Yanc. Das Jesidentum ist eine monotheistische Religion, deren Wurzeln bis 2000 Jahre vor Christus zur\u00fcckreichen. Dahinter steht ein eigenst\u00e4ndiger Glaube, der nur mit der Geburt erworben werden kann. Geglaubt wird an einen allm\u00e4chtigen Gott und die sieben Engel, von denen Tausi Melek als Oberhaupt der Engel eine besondere Rolle spielt.<br \/>&nbsp; <br \/>Es gab viel \u00fcber die Glaubensausrichtung an diesem Nachmittag zu erfahren. Dabei zeigte sich, dass Festtafeln im herk\u00f6mmlichen wie Konfirmationen als Familienfeste weniger gefeiert werden. Es sind die gr\u00f6\u00dferen gemeinschaftlichen Treffen und Themen, die die Gl\u00e4ubigen zusammenrufen.<br \/>&nbsp; <br \/>Nach dem zweiten \u201eTreffpunkt arp\u201c in der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik stand in einem Gottesdienst im Anschluss die Verabschiedung von Heike Ennen-Hansing im Mittelpunkt. Seit 1982 war sie Leiterin der Medienstelle. Nun geht sie in den vorgezogenen Ruhestand. \u00dcber drei Jahrzehnte pr\u00e4gte sie die Medienstelle, meisterte immer wieder neue Herausforderungen und wahr ein Verlasspunkt mit Ausrichtung an den Bed\u00fcrfnissen der Kundinnen und Kunden. \u201eIhre \u00fcberaus hohe Beratungskompetenz wurde von Generationen von Religionsp\u00e4dagoginnen und -p\u00e4dagogen in Universit\u00e4t, Schule und Gemeinde gesch\u00e4tzt\u201c, so Pfarrerin und Leiterin der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik, Kerstin Hochartz. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Peter Kratzmann<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Eindecken eines Gasttisches ist ein \u00fcblicherweise Bestandteil der Esskultur und zugleich Etikette einer jeglichen Kultur. 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