{"id":10561,"date":"2018-08-22T11:38:00","date_gmt":"2018-08-22T09:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/grosse-einbussen-bei-raps-und-getreideernte-in-niedersachsen-bauernverband-sieht-auch-milchviehhalter-bedroht-bund-und-land-sagen-hilfen-zu\/"},"modified":"2018-08-22T11:38:00","modified_gmt":"2018-08-22T09:38:00","slug":"grosse-einbussen-bei-raps-und-getreideernte-in-niedersachsen-bauernverband-sieht-auch-milchviehhalter-bedroht-bund-und-land-sagen-hilfen-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/grosse-einbussen-bei-raps-und-getreideernte-in-niedersachsen-bauernverband-sieht-auch-milchviehhalter-bedroht-bund-und-land-sagen-hilfen-zu\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Einbu\u00dfen bei Raps- und Getreideernte in Niedersachsen &#8211; Bauernverband sieht auch Milchviehhalter bedroht &#8211; Bund und Land sagen Hilfen zu"},"content":{"rendered":"<p>Einbr\u00fcche bei Getreide, Raps und Gr\u00fcnland, aber eine Steigerung beim Obst und vielen Gem\u00fcsesorten: Trockenheit und Hitze haben sich unterschiedlich auf die Ernte ausgewirkt. Das Landvolk fordert Hilfen vom Staat &#8211; Bund und Land reagieren prompt.<\/p>\n<p>Hannover\/Berlin (epd). In Niedersachsen haben die lange Trockenperiode und weniger Anbaufl\u00e4chen offenbar zu erheblichen Einbu\u00dfen bei der Raps- und Getreideernte gef\u00fchrt. Bei der Getreideernte wurden nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen in diesem Jahr 4,7 Millionen Tonnen eingefahren, wie das Landesamt f\u00fcr Statistik am Mittwoch mitteilte. Dies bedeute einen R\u00fcckgang von 22 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Die Rapsernte fiel sogar um 24 Prozent geringer aus. Die Getreideanbaufl\u00e4che verringerte sich gegen\u00fcber 2017 um gut sechs Prozent, die Rapsanbaufl\u00e4che ging um knapp 18 Prozent zur\u00fcck. In ihrer Existenz bedrohte Betriebe k\u00f6nnen allerdings auf Hilfen des Landes und des Bundes hoffen.<\/p>\n<p>Der nieders\u00e4chsische Landvolk-Pr\u00e4sident Albert Schulte to Brinke sagte, in fr\u00fcheren Jahrhunderten h\u00e4tte eine Trockenheit wie 2018 eine Hungerkatastrophe ausgel\u00f6st. Er sprach von \u00abzum Teil katastrophalen Verlusten\u00bb bei der Maisernte. Aktuell bemerke der Verbraucher bei gut gef\u00fcllten Warenregalen in den Superm\u00e4rkten weder in Menge, Qualit\u00e4t noch beim Preis die Folgen der Trockenheit. Die Landwirte unterst\u00fctzten sich gegenseitig, f\u00fcgte Schulte to Brinke hinzu: \u00abNotsituationen befl\u00fcgeln die Selbsthilfe\u00bb. Wo diese aber an ihre Grenzen gelange, m\u00fcsse der Staat konkrete Hilfen anbieten.<\/p>\n<p>Diese Hilfen sicherte am Mittwoch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zu. Die Landesregierung stelle umgehend f\u00fcnf Millionen Euro Soforthilfe bereit, die vom Bund um weitere f\u00fcnf Millionen erg\u00e4nzt werden, sagte Otte-Kinast im Landtag in Hannover. Insgesamt rechne sie in Niedersachsen mit Sch\u00e4den von bis zu 80 Millionen Euro. \u00abBis zu 50 Prozent davon sollen f\u00fcr Betriebe, die in ihrer Existenz bedroht sind, ausgeglichen werden.\u00bb Erste Zahlungen k\u00f6nnten im Dezember die Betriebe erreichen, das restliche Geld wollen Bund und Land im kommenden Jahr bereitstellen.<\/p>\n<p>Von den D\u00fcrresch\u00e4den seien die Region L\u00fcneburg, einige Kreise in K\u00fcstenn\u00e4he sowie der Kreis Vechta besonders stark betroffen, hie\u00df es. Ausbleibender Niederschlag und eine zum Teil geringe Speicherkapazit\u00e4t des Bodens f\u00fcr Feuchtigkeit h\u00e4tten in diesen Gebieten beim Getreide zu Ertragseinbu\u00dfen zwischen 30 und 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gef\u00fchrt. In den Regionen Braunschweig und Hannover seien die Getreideertr\u00e4ge um etwa 15 bis 20 Prozent zur\u00fcckgegangen. Eine Ernte auf dem Niveau des Vorjahres verzeichneten lediglich die Kreise Grafschaft Bentheim, Emsland und Leer. Sie profitierten von einigen Gewitterschauern.<\/p>\n<p>Auch die Grundfutterernte ist nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes massiv eingebrochen. \u00abVom Gr\u00fcnland konnte oft nur der erste Schnitt eingebracht werden. Vielerorts fielen der zweite und dritte Schnitt komplett aus\u00bb, sagte Verbandspr\u00e4sident Joachim Rukwied in Berlin. Die Ausf\u00e4lle beim Gr\u00fcnland w\u00fcrden regional auf bis zu 75 Prozent gesch\u00e4tzt, besonders betroffen seien die ostdeutschen Regionen und der Norden. Milchviehhalter verf\u00fctterten bereits ihre Wintervorr\u00e4te und m\u00fcssten Futter zu hohen Preisen zukaufen.<\/p>\n<p>Die Betriebe im Obst- und Gem\u00fcsebau konnten die Folgen der Trockenheit nach Verbandsangaben in vielen F\u00e4llen mit Bew\u00e4sserung abschw\u00e4chen. Bei \u00c4pfeln, Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen werde sogar eine bessere Ernte als 2017 erwartet. Beim Gem\u00fcse habe die diesj\u00e4hrige Erntesaison nach den niedrigen Fr\u00fchjahrstemperaturen etwas sp\u00e4ter begonnen, sie sei im weiteren Verlauf durch hohe Temperaturen aber \u00abmehr als ausgeglichen\u00bb worden. Ernter\u00fcckg\u00e4nge verzeichnet der Bauernverband jedoch bei Zwiebeln, M\u00f6hren und Salaten.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einbr\u00fcche bei Getreide, Raps und Gr\u00fcnland, aber eine Steigerung beim Obst und vielen Gem\u00fcsesorten: Trockenheit und Hitze haben sich unterschiedlich auf die Ernte ausgewirkt. 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