{"id":10604,"date":"2018-08-29T11:27:00","date_gmt":"2018-08-29T09:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/diskussion-um-kirchenasyl-meister-fordert-reform-der-dublin-regelung\/"},"modified":"2018-08-29T11:27:00","modified_gmt":"2018-08-29T09:27:00","slug":"diskussion-um-kirchenasyl-meister-fordert-reform-der-dublin-regelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/diskussion-um-kirchenasyl-meister-fordert-reform-der-dublin-regelung\/","title":{"rendered":"Diskussion um Kirchenasyl: Meister fordert Reform der Dublin-Regelung"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts der erneuten Diskussion um das Kirchenasyl hat der Ratsvorsitzende der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Ralf Meister, eine Reform der sogenannten Dublin-Regelung gefordert. \u00abDie gegenw\u00e4rtige Praxis und die Weigerung vieler Staaten, Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, besch\u00e4digen den humanit\u00e4ren Grundkonsens, auf den Europa baut\u00bb, sagte der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers am Mittwoch.<\/p>\n<p>\u00abDie Kirchengemeinden schaffen mit dem Kirchenasyl einen besonderen Schutzraum f\u00fcr von Krieg und Verfolgung bedrohte Menschen und setzen sich sehr gr\u00fcndlich und kritisch mit der Situation der Fl\u00fcchtlinge auseinander\u00bb, betonte Meister. Die aktuellen Diskussionen d\u00fcrften dies nicht infrage stellen.<\/p>\n<p>Die Dublin-Regelung besagt, dass der Staat, in dem ein Fl\u00fcchtling erstmals den Boden der EU betreten hat, f\u00fcr das Asylverfahren zust\u00e4ndig ist. Reist der Asylsuchende weiter, kann er innerhalb von sechs Monaten wieder in den Staat der Ersteinreise zur\u00fcckgeschickt werden. Durch das Kirchenasyl wurde die Frist oft \u00fcberschritten. Seit dem 1. August gilt eine von sechs auf 18 Monate verl\u00e4ngerte R\u00fcckf\u00fchrungsfrist f\u00fcr Dublin-F\u00e4lle, wenn Kirchengemeinden Verfahrensabsprachen nicht einhalten. Dazu geh\u00f6rt unter anderem, rechtzeitig ein Dossier beim Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge einzureichen.<\/p>\n<p>Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen h\u00e4tten vor kurzem ihre Kirchengemeinden \u00fcber die aktuellen Regelungen informiert, sagte Meister. Sie h\u00e4tten darum gebeten, das Kirchenasyl weiterhin sorgf\u00e4ltig zu handhaben und die Beratung der Fachleute in den Kirchen in Anspruch zu nehmen. \u00abF\u00fcr uns kann und soll das Kirchenasyl in besonderen F\u00e4llen einen Aufschub f\u00fcr weitere Kl\u00e4rungen des jeweiligen Einzelfalls gew\u00e4hren und wendet sich daher nicht gegen den Rechtsstaat.\u00bb<\/p>\n<p>Zuletzt hatte die \u00abFrankfurter Allgemeine Zeitung\u00bb am Mittwoch anhand eines Falles aus Rheinland-Pfalz \u00fcber zunehmende Auseinandersetzungen zwischen Kirchenvertretern und dem Bundesamt berichtet. In Niedersachsen gebe es derzeit keine derartigen Konflikte, sagte der Sprecher der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen, Johannes Neukirch, auf epd-Anfrage. Zwar weiche auch auf dem Gebiet der Konf\u00f6deration die Zahl der gemeldeten Kirchenasyle in wenigen F\u00e4llen von der Zahl der eingereichten Dossiers ab. Das Gros der Gemeinden gehe aber sehr sorgsam mit dem Kirchenasyl um. Neukirch zufolge gibt es im Bereich der Konf\u00f6deration derzeit rund 20 F\u00e4lle von Kirchenasyl.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts der erneuten Diskussion um das Kirchenasyl hat der Ratsvorsitzende der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Ralf Meister, eine Reform der sogenannten Dublin-Regelung gefordert. \u00abDie gegenw\u00e4rtige Praxis und die Weigerung vieler Staaten, Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, besch\u00e4digen den humanit\u00e4ren Grundkonsens, auf den Europa baut\u00bb, sagte der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers am Mittwoch. \u00abDie Kirchengemeinden schaffen mit dem Kirchenasyl einen besonderen Schutzraum f\u00fcr von Krieg und Verfolgung bedrohte Menschen und setzen sich sehr gr\u00fcndlich und kritisch mit der Situation der Fl\u00fcchtlinge auseinander\u00bb, betonte Meister. 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