{"id":10606,"date":"2018-08-30T11:37:00","date_gmt":"2018-08-30T09:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/friedensbeauftragter-rechtsextremen-muss-frueher-widersprochen-werden\/"},"modified":"2018-08-30T11:37:00","modified_gmt":"2018-08-30T09:37:00","slug":"friedensbeauftragter-rechtsextremen-muss-frueher-widersprochen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/friedensbeauftragter-rechtsextremen-muss-frueher-widersprochen-werden\/","title":{"rendered":"Friedensbeauftragter: Rechtsextremen muss fr\u00fcher widersprochen werden"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Lutz Kr\u00fcgener h\u00e4lt einen breiten gesellschaftlichen Protest gegen die Ausschreitungen vom vergangenen Sonntag in Chemnitz f\u00fcr den richtigen Weg. Aktionen wie der Internetaufruf des Kampagnennetzwerkes Avaaz.org, einen offenen Brief gegen rechtsextreme Umtriebe zu unterzeichnen, seien \u00fcberf\u00e4llig, sagte der Friedensbeauftragte der hannoverschen Landeskirche am Donnerstag im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).<\/p>\n<p>Der Protest sollte sich auf allen Ebenen zeigen, sagte der evangelische Pastor und Sprecher der \u00abInitiative Kirche f\u00fcr Demokratie &#8211; gegen Rechtsextremismus\u00bb der Landeskirche. Dazu z\u00e4hlten die soziale Medien ebenso wie Demonstrationen gegen Neonazis, die nicht nur in Chemnitz, sondern auch etwa im nieders\u00e4chsischen Braunschweig geplant sind.<\/p>\n<p>In Chemnitz war es am Sonntag und Montag zu teilweise gewaltsamen Demonstrationen aus dem rechten Spektrum gekommen. Bei den Veranstaltungen wurde offen gegen Ausl\u00e4nder gehetzt und der Hitlergru\u00df gezeigt. Am Montag mobilisierten zum Teil gewaltbereite Rechte rund 6.000 Demonstranten. Ausl\u00f6ser der Ausschreitungen war der gewaltsame Tod eines 35-j\u00e4hrigen Deutschen in der Nacht zum Sonntag am Rand des Chemnitzer Stadtfestes. Gegen zwei mutma\u00dfliche T\u00e4ter, einen 22-j\u00e4hrigen Iraker und einen 23-j\u00e4hrigen Syrer, wurden Haftbefehle erlassen.<\/p>\n<p>Kr\u00fcgener sagte, er unterstelle nicht allen Chemnitzer Demonstrationsteilnehmern ein gefestigtes rechtsextremes Weltbild. Umso nachdenklicher mache es ihn, wenn diese Menschen sich in die Demonstration einreihten. \u00abSp\u00e4testens, wenn jemand neben mir den Hitlergru\u00df zeigt, sollte ich gehen!\u00bb Er rief dazu auf, bereits im Alltag zu widersprechen, wenn etwa in der Kneipe, im Chor oder im Sportverein fremdenfeindliche oder menschenverachtende Ansichten ge\u00e4u\u00dfert werden. \u00abWir haben da zu lange geschwiegen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Initiative gegen Rechtsextremismus habe zum Beispiel Thesen entwickelt, um Jugendliche sprachf\u00e4hig zu machen. Ein Argumentationstraining gegen rechte Parolen werde zunehmend von Menschen nachgefragt, die sich in der Fl\u00fcchtlingsarbeit engagierten, sagte er. \u00abOft machen sie aber die Erfahrung, dass die besseren Argumente gar nicht geh\u00f6rt werden. Das sorgt f\u00fcr Frust.\u00bb Doch auch, wenn sich jemand nicht auf eine l\u00e4ngere Diskussion einlassen wolle, k\u00f6nne er intervenieren. \u00abIch sollte zumindest benennen, was aus meiner Sicht nicht okay ist.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Lutz Kr\u00fcgener h\u00e4lt einen breiten gesellschaftlichen Protest gegen die Ausschreitungen vom vergangenen Sonntag in Chemnitz f\u00fcr den richtigen Weg. 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