{"id":10699,"date":"2018-09-15T11:37:00","date_gmt":"2018-09-15T09:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wulff-gesellschaftliche-mitte-muss-fuer-demokratie-streiten\/"},"modified":"2018-09-15T11:37:00","modified_gmt":"2018-09-15T09:37:00","slug":"wulff-gesellschaftliche-mitte-muss-fuer-demokratie-streiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wulff-gesellschaftliche-mitte-muss-fuer-demokratie-streiten\/","title":{"rendered":"Wulff: Gesellschaftliche Mitte muss f\u00fcr Demokratie streiten"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der fr\u00fchere Bundespr\u00e4sident Christian Wulff hat die gesellschaftliche Mitte in Deutschland aufgerufen, entschlossen f\u00fcr den Erhalt der Demokratie zu streiten und Fremdenhass zu bek\u00e4mpfen. \u00abWir m\u00fcssen uns auf allen Ebenen gegen ein Anwachsen des Populismus wehren\u00bb, sagte Wulff der \u00abHannoverschen Allgemeinen Zeitung\u00bb (Sonnabend). Das gelte in besonderer Weise auch f\u00fcr die \u00abkleinen Gemeinschaften\u00bb wie Familien, Gruppen, Vereine und Kommunen. Diese g\u00e4ben den Menschen anders als soziale Medien R\u00fcckhalt und ein Gef\u00fchl von Heimat. Auch der evangelische Landesbischof Ralf Meister warnte vor den Gefahren f\u00fcr die Demokratie und einer \u00abVerrohung\u00bb der Debatten.<\/p>\n<p>Laut Wulff besteht in der Gesellschaft derzeit eine \u00abenorme Diskrepanz\u00bb zwischen der wirtschaftlich guten Lage und \u00absubjektiv \u00e4ngstlichen Gef\u00fchlen\u00bb. Die Ursachen daf\u00fcr seien Fehlentwicklungen in der Globalisierung, der weltweite Terror und die \u00abDesinformation in den sozialen Netzwerken\u00bb. Dies habe eine \u00abexplosive Mischung\u00bb entstehen lassen. Rassisten bedienten sich heute der sozialen Medien, so wie die Nazis die Volksempf\u00e4nger genutzt h\u00e4tten. Dort k\u00f6nne jeder auch absurde oder erfundene Meinungen verbreiten.<\/p>\n<p>Der Ex-Bundespr\u00e4sident warnte die politische Mitte davor, \u00abvermeintliche S\u00fcndenb\u00f6cke zu brandmarken\u00bb. Deutschland profitiere enorm von der Einwanderung. \u00abDas m\u00fcssen wir immer wieder sagen: in der Familie, im Freundeskreis, aber auch in der Politik.\u00bb Der Staat m\u00fcsse von Zuwanderern aber zugleich die Einhaltung der Regeln einfordern. \u00abDer Rechtsstaat muss Z\u00e4hne zeigen, zugleich aber f\u00fcr Integration offen sein.\u00bb In Richtung der Rechtspopulisten sagte Wulff: \u00abIch habe den Eindruck, dass viele die Werte des christlichen Abendlandes gar nicht kennen, von dem sie vorgeben es zu verteidigen.\u00bb<\/p>\n<p>Bischof Meister sagte der Zeitung, dass \u00abVerrohung und Vereinfachung\u00bb in die \u00f6ffentliche Debatte eingeflossen seien, habe \u00abviel mit der AfD zu tun\u00bb. Dabei habe die Partei sich in den vergangenen Monaten ver\u00e4ndert. Sie habe Anl\u00e4sse genutzt, mit radikalen Kr\u00e4ften aufzutreten und sich antistaatlich zu geb\u00e4rden. Dennoch solle aus seiner Sicht der Dialog mit denjenigen, die der AfD folgten, nicht abgebrochen werden. \u00abMan muss versuchen, auch die AfDler wieder zur\u00fcckzugewinnen &#8211; als Akteure f\u00fcr die Demokratie\u00bb, sagte Meister.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der fr\u00fchere Bundespr\u00e4sident Christian Wulff hat die gesellschaftliche Mitte in Deutschland aufgerufen, entschlossen f\u00fcr den Erhalt der Demokratie zu streiten und Fremdenhass zu bek\u00e4mpfen. \u00abWir m\u00fcssen uns auf allen Ebenen gegen ein Anwachsen des Populismus wehren\u00bb, sagte Wulff der \u00abHannoverschen Allgemeinen Zeitung\u00bb (Sonnabend). 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