{"id":10725,"date":"2018-09-25T09:19:00","date_gmt":"2018-09-25T07:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mobilitaetswende-den-wandel-der-laengst-begonnen-hat-nachhaltig-nutzen\/"},"modified":"2018-09-25T09:19:00","modified_gmt":"2018-09-25T07:19:00","slug":"mobilitaetswende-den-wandel-der-laengst-begonnen-hat-nachhaltig-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mobilitaetswende-den-wandel-der-laengst-begonnen-hat-nachhaltig-nutzen\/","title":{"rendered":"Mobilit\u00e4tswende: \u201eDen Wandel, der l\u00e4ngst begonnen hat, nachhaltig nutzen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts des Produktionswachstums von Elektromobilit\u00e4t in China, Millionen von Fahrzeugen auf immer volleren europ\u00e4ischen Stra\u00dfen, von Schadstoffbelastung, Rohstoffausbeutung und Entsorgungsproblemen soll die Transformation der Automobilwirtschaft f\u00fcr nachhaltige, wegweisende Innovationen genutzt werden. Das haben alle Podiumsteilnehmer aus Kirche, Mittelstand, Umweltverband und Gewerkschaft beim bundesweiten Fachtag \u201eMobilit\u00e4tswende\u201c des Evangelischen Verbands Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt am Mittwoch, 19. September, in Rastatt betont. Die Verantwortung der Kirche sah Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh darin, den daf\u00fcr n\u00f6tigen Mentalit\u00e4tswandel zu erm\u00f6glichen, \u201eindem wir Mut machen und selbst vollziehen, was wir wichtig finden\u201c. Die Bibel sei voll von Geschichten des Aufbruchs.<\/p>\n<p>Der Verkehr forciert den Klimawandel besonders stark, \u201eauch wenn es zunehmend Akteure gibt, die das alles als Quatsch bezeichnen und so tun, als sei fr\u00fcher alles besser gewesen\u201c, sagte Roman Zitzelsberger, IG Metall Bezirksleiter f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg. Der prognostizierte Verlust von 70.000 Arbeitspl\u00e4tzen in der Automobilwirtschaft d\u00fcrfe nicht allein in den Vordergrund ger\u00fcckt werden, so der Gewerkschaftsvertreter. Daf\u00fcr w\u00fcrden andere Arbeitspl\u00e4tze entstehen, wenn jetzt innovative Konzepte entwickelt w\u00fcrden. \u201eDer Riesenvorteil an diesen Prognosen: Die Ausgangslage ist heute gestaltbar.\u201c Menschen in ihren \u00c4ngsten und in Umbruchsituationen nicht allein zu lassen, sei wichtig. \u201eAber die Frage ist: wozu nutzt man den Wandel, in dem sich die Automobilindustrie ohnehin befindet\u201c, betonte auch Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bundes f\u00fcr Umwelt und Naturschutz und Mitglied des Strategiedialogs Automobilwirtschaft in Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eMit all dem, was wir derzeit initiieren, werden wir den Klimaschutz nicht erreichen\u201c, so Dahlbender.<\/p>\n<p>Ulrich Schiefer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von AtTrack, einem E-Mobility-Unternehmen, sieht die Aufgabe der Wirtschaft darin, \u201erelevante, saubere und nachhaltige Produkte herzustellen, die wir auch in Zukunft weltweit verkaufen k\u00f6nnen\u201c. Er forderte die Automobilhersteller auf, sich aktiver in die notwendige Mobilit\u00e4tswende einzubringen. Dem Autohersteller Daimler bot er ein gemeinsames Projekt zur Umstellung der Stuttgarter Verkehrsbetriebe auf Elektrobusse an.<\/p>\n<p>Der badische Landesbischof Cornelius-Bundschuh sprach sich f\u00fcr \u201eein Genug\u201c aus. Dieses Genug k\u00f6nne man von der Grenze her denken, aber auch \u201evon der F\u00fclle: Ich bin satt, froh, erf\u00fcllt\u201c. Die Aufgabe der Kirche sah er unter anderem darin, \u00fcber Bildungsprozesse dazu beizutragen, dass Menschen den Begriff der Freiheit neu entdecken und \u201esich bewusst machen, dass sich Freiheit nicht in m\u00f6glichst hoher Geschwindigkeit zeigt oder bei der Wahl eines Waschmittels, sondern im Mut, die Welt gerecht und zukunftsf\u00e4hig zu gestalten.\u201c Die Menschen, die Angst vor Ver\u00e4nderung haben, gebe es auch in den Kirchengemeinden. Darin, sie im Glauben zu st\u00e4rken und ihnen Mut zu machen, sich diesen Umbr\u00fcchen zu stellen, sah er eine vorrangige Verantwortung der Kirche.<\/p>\n<p>Die Podiumsdiskussion war Teil eines Fachtags zur Mobilit\u00e4tswende im Rahmen des j\u00e4hrlichen bundesweiten Treffens der kirchlichen Fachdienste in der Arbeitswelt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das dieses Jahr in Rastatt stattfand. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) verkn\u00fcpft soziale und \u00f6konomische mit sozialethischen Fragestellungen und f\u00f6rdert Ideen, die zu einer gerechten, humanen und zukunftsf\u00e4higen Arbeits- und Wirtschaftsweise beitragen. Dazu f\u00fchrt der KDA den Dialog mit den Akteuren in der Arbeitswelt, mit Verantwortlichen in Unternehmen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverb\u00e4nden sowie in Politik und Kirche. Seit M\u00e4rz 2011 ist der KDA gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche (AHK) sowie dem Bund Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA e.V.) in den Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) eingebunden.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Weitere Informationen finden Sie unter: www.kwa-ekd.de und www.kda-baden.de.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des Produktionswachstums von Elektromobilit\u00e4t in China, Millionen von Fahrzeugen auf immer volleren europ\u00e4ischen Stra\u00dfen, von Schadstoffbelastung, Rohstoffausbeutung und Entsorgungsproblemen soll die Transformation der Automobilwirtschaft f\u00fcr nachhaltige, wegweisende Innovationen genutzt werden. 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