{"id":10775,"date":"2018-10-01T07:45:00","date_gmt":"2018-10-01T05:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-zukunft-die-wir-uns-wuenschen-das-ammerland-das-wir-brauchen-2\/"},"modified":"2018-10-01T07:45:00","modified_gmt":"2018-10-01T05:45:00","slug":"die-zukunft-die-wir-uns-wuenschen-das-ammerland-das-wir-brauchen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-zukunft-die-wir-uns-wuenschen-das-ammerland-das-wir-brauchen-2\/","title":{"rendered":"\u201eDie Zukunft, die wir uns w\u00fcnschen &#8211; das Ammerland, das wir brauchen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, 169 Unterziele, 193 Staaten \u2013 das sind die Kernzahlen der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Was das jedoch konkret bedeutet, was jeder einzelne tun kann und sollte, darum ging es in der Reihe \u201eDie Zukunft, die wir uns w\u00fcnschen &#8211; das Ammerland, das wir brauchen\u201c, zu der das Evangelische Bildungswerk Ammerland in Kooperation mit Engagement Global geladen hat.<br \/>&nbsp; <br \/>An vier Veranstaltungstagen an vier verschiedenen Orten im Kirchenkreis Ammerland standen je vier dieser 17 sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) im Zentrum. Zum Abschluss kamen rund 40 Interessierte am Donnerstag, 20. September 2018, nach Elisabethfehn, um gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, \u00fcber die Ziele \u201eNachhaltige St\u00e4dte und Gemeinden\u201c, \u201eMa\u00dfnahmen zum Klimaschutz\u201c, \u201eLeben an Land\u201c und \u201eLeben unter Wasser\u201c zu diskutieren. <br \/>&nbsp; <br \/><span style=\"font-weight: bold\">\u201eWas die SGDs angeht, da ist auch Deutschland ein Entwicklungsland\u201c<\/span><br \/>Flachsbarth stellte direkt klar: \u201eWas die SGDs angeht, da ist auch Deutschland ein Entwicklungsland.\u201c Nachhaltiges Leben erfordere grundlegendes Umdenken, vor allem aber einen grundlegenden Wechsel des Handelns. \u201eDas sind Diskussionen die wir ehrlich f\u00fchren m\u00fcssen.\u201c In diesem Punkt waren sich alle Anwesenden im Martin-Luther-Haus einig. Doch was k\u00f6nnen die Menschen im Ammerland denn heute ver\u00e4ndern, um morgen nachhaltig zu leben, zu arbeiten und zu konsumieren? Auch f\u00fcr diese Frage hatte Flachsbarth Ideen im Gep\u00e4ck. <br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/><span style=\"font-weight: bold\">Ziel 11 &#8211; Nachhaltige St\u00e4dte und Entwicklung: \u201eMit alten Gewohnheiten brechen\u201c<\/span><br \/>Ein gro\u00dfes Thema im Ammerland ist die Mobilit\u00e4t. Ein Auto ist gerade in l\u00e4ndlichen Regionen oft noch eine Notwendigkeit. Eine Alternative aber k\u00f6nnten Fahrgemeinschaften oder Gemeindebusse sein, die zum Kirchgang abholen, zum Sportkurs oder zum Jugendtreff in den n\u00e4chsten Ort fahren. Und: \u201eVielleicht kann man den ein oder anderen Weg ja auch mit dem Fahrrad machen?\u201c Hier wiederum nahm Flachsbarth die Kommunen in die Pflicht, die f\u00fcr fahrradfreundliche Strukturen etwa f\u00fcr sichere Schulwege sorgen k\u00f6nnten. Eine andere Idee: LED f\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung. \u201eDie Kommunen werden schnell merken, dass diese Umstellung nicht nur freundlich f\u00fcrs Klima, sondern auch f\u00fcr die Gemeindekasse ist.\u201c <br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/><span style=\"font-weight: bold\">Ziel 15 &#8211; Leben an Land: Bund und Landwirtschaft m\u00fcssen Kompromisse eingehen <\/span><br \/>Das Leben im Ammerland ist von der Landwirtschaft, speziell von Milchviehbetrieben, gepr\u00e4gt. Flachsbarth w\u00fcnscht sich, \u201edass Bund und Landwirte gemeinsam eine Bewirtschaftung erreichen, die eine wirtschaftliche Perspektive f\u00fcr die H\u00f6fe ergibt, gleichzeitig aber auch das \u00d6kosystem nicht \u00fcberreizt.\u201c Dabei gehe es etwa darum, den Eintrag von D\u00fcnger in Gew\u00e4sser zu verringern, was wiederum bedeute, dass man auch \u00fcber Viehzahlen sprechen m\u00fcsse. Doch auch hier ende die Verantwortung nicht bei Bund und Landwirten, denn dann, so die ehemalige Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \u201em\u00fcssen die Landwirte f\u00fcr das, was sie produzieren, auch einen fairen Preis bekommen. Da sind wir als Verbraucher am dransten.\u201c<br \/>\n&nbsp;&nbsp; <br \/>Im Anschluss an den Vortrag haben viele der Zuh\u00f6rer ihre Chance genutzt, ihre Fragen zum Thema Nachhaltige Entwicklung mit Flachsbarth jener Staatssekret\u00e4rin zu stellen, deren Ministerium die Federf\u00fchrung f\u00fcr die Umsetzung der SDGs in Deutschland \u00fcbernommen hat. Einige Anwesende w\u00fcnschten sich, dass die Politik aktiver und vor allem schneller agiere. Eine Besucherin etwa fragte, warum etwas, das erwiesenerma\u00dfen sch\u00e4dlich sei, wie Mikroplastik in Kosmetika, nicht sofort verboten werde. Hier verwies Flachsbarth auf die Grundlagen des demokratischen Systems: \u201eIhnen geht es zu langsam, ja. Aber vielen gehen die Dinge auch zu schnell, etwa beim Kohleausstieg. Das ist ein Widerstand, den wir aushalten m\u00fcssen. Aber das macht es doch so wertvoll: dass wir miteinander in offenem Disput sein k\u00f6nnen.\u201c<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/><span style=\"font-weight: bold\">\u201eEs lohnt sich, sich weiter zu engagieren\u201c<\/span><br \/>Dr. Jens Kreuter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Engagement Global, der zum Abschluss der Vortragsreihe ebenfalls nach Elisabethfehn gekommen war, erinnerte daran, dass eine Demokratie eben nur so weit gehen k\u00f6nne, wie sie von der Bev\u00f6lkerung getragen werde. Als Beispiel nannte er den Anteil fair gehandelter Produkte am Gesamtumsatz, der Jahr f\u00fcr Jahr Rekordh\u00f6hen erreiche. \u201eDas haben wir geschafft. Nicht die Politik\u201c, sagte Kreuter: \u201eEs hat sich viel getan, und es lohnt sich, sich weiter zu engagieren.\u201c <br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Auch Kreispfarrer Lars Dede appellierte an die Ammerl\u00e4nder: \u201eEs geht darum, die Zukunftsfragen der Menschheit zu l\u00f6sen. Das klingt gro\u00df, und das ist es auch. Aber wir m\u00fcssen im Kleinen anfangen. Es geht um die Bewahrung der Sch\u00f6pfung.\u201c<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Es war eine lebendige Diskussion, die verdeutlichte, dass zum nachhaltigen Leben noch ein weiter Weg zu gehen ist. Sie zeigte aber auch, dass die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger im Ammerland gewillt sind, heute ihren Teil zu einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Denn, so sagte es Flachsbarth abschlie\u00dfend: \u201eEs kommt auf uns an, die SGDs lokal sichtbar zu machen, um global etwas zu ver\u00e4ndern. Wir tragen alle Verantwortung f\u00fcr die eine Welt. Und die SDGs sind unsere Weltlebensversicherung.\u201c<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Ab Oktober sollen in zwei Arbeitsgruppen konkrete Projekte f\u00fcrs Ammerland ausgearbeitet und umgesetzt werden. Themen und Treffpunkte der Arbeitsgruppen werden rechtzeitig bekanntgegeben.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Sabrina Knoll<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17 Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, 169 Unterziele, 193 Staaten \u2013 das sind die Kernzahlen der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Was das jedoch konkret bedeutet, was jeder einzelne tun kann und sollte, darum ging es in der Reihe \u201eDie Zukunft, die wir uns w\u00fcnschen &#8211; das Ammerland, das wir brauchen\u201c, zu der das Evangelische Bildungswerk Ammerland in Kooperation mit Engagement Global geladen hat.&nbsp; An vier Veranstaltungstagen an vier verschiedenen Orten im Kirchenkreis Ammerland standen je vier dieser 17 sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) im Zentrum. Zum Abschluss kamen rund 40 Interessierte am Donnerstag, 20. September 2018, nach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-10775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10775"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10775\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}