{"id":10790,"date":"2018-10-06T06:37:00","date_gmt":"2018-10-06T04:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/justizministerin-dringt-auf-aufklaerung-im-missbrauchsskandal\/"},"modified":"2018-10-06T06:37:00","modified_gmt":"2018-10-06T04:37:00","slug":"justizministerin-dringt-auf-aufklaerung-im-missbrauchsskandal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/justizministerin-dringt-auf-aufklaerung-im-missbrauchsskandal\/","title":{"rendered":"Justizministerin dringt auf Aufkl\u00e4rung im Missbrauchsskandal"},"content":{"rendered":"<p>Im Skandal um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche dringt Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza auf weitere Aufkl\u00e4rung. Die CDU-Politikerin forderte die Bist\u00fcmer auf, den Staatsanwaltschaften Einblick in die Unterlagen zu gew\u00e4hren. \u00abIch erwarte nunmehr von den Bist\u00fcmern eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Justiz\u00bb, sagte Havliza der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Freitag). \u00abDies ist ein wichtiger Schritt zur umfassenden Aufkl\u00e4rung der im Raume stehenden Vorw\u00fcrfe, was selbstverst\u00e4ndlich Aufgabe der Justiz und nicht der Kirche ist.\u00bb<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Havliza hat die drei Generalstaatsanwaltschaften in Niedersachsen um einen Bericht gebeten, wie viele der von den Bist\u00fcmern Hildesheim und Osnabr\u00fcck genannten Missbrauchsf\u00e4lle Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind oder waren. Aus der Missbrauchsstudie geht dem Ministeriums zufolge hervor, dass offenbar nicht alle der untersuchten F\u00e4lle den Staatsanwaltschaften in Niedersachsen bekannt sind. Zum Teil h\u00e4tten offenbar die Bist\u00fcmer selbst die Pr\u00fcfung vorgenommen.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Nach der von der Bischofskonferenz 2014 in Auftrag gegebenen Studie sollen zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1.670 katholische Kleriker 3.677 meist m\u00e4nnliche Minderj\u00e4hrige sexuell missbraucht haben. Der Leiter der Untersuchung, Harald Dre\u00dfing, hatte einen mangelnden Aufkl\u00e4rungswillen in weiten Teilen der Kirche beklagt. Den Autoren der Untersuchung sei kein Zugang zu Originaldokumenten in den Kirchenarchiven einger\u00e4umt worden.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Auch der Kriminologe Christian Pfeiffer kritisierte in der Zeitung die mangelnde Transparenz der Studie. Die Kirche habe nur einen pauschalen Datensatz zur Verf\u00fcgung gestellt. \u00abDie Wissenschaft braucht Zugang zu den Akten jedes einzelnen Bistums. So wei\u00df sie nicht: Wo fand welcher Missbrauch statt?\u00bb Pfeiffer wollte die Studie urspr\u00fcnglich selbst anfertigen, nahm dann aber Abstand, weil ihm die Kirche keinen Zugang zu den Originalakten gew\u00e4hren wollte.<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Das Bistum Hildesheim betonte, die Archive seien bereits durch einen unabh\u00e4ngigen Juristen ausgewertet worden. Demn\u00e4chst w\u00fcrden externe, unabh\u00e4ngige Fachleute als Ansprechpersonen f\u00fcr F\u00e4lle sexualisierter Gewalt in f\u00fcnf verschiedenen Regionen des Bistums angesiedelt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">epd<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Skandal um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche dringt Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza auf weitere Aufkl\u00e4rung. 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