{"id":10861,"date":"2018-10-20T11:08:00","date_gmt":"2018-10-20T09:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/reformationstag-juedisch-christlicher-dialog-und-oekumene-im-zentrum-kirchen-planen-hunderte-von-aktionen-vom-gottesdienst-bis-zum-poetry-slam\/"},"modified":"2018-10-20T11:08:00","modified_gmt":"2018-10-20T09:08:00","slug":"reformationstag-juedisch-christlicher-dialog-und-oekumene-im-zentrum-kirchen-planen-hunderte-von-aktionen-vom-gottesdienst-bis-zum-poetry-slam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/reformationstag-juedisch-christlicher-dialog-und-oekumene-im-zentrum-kirchen-planen-hunderte-von-aktionen-vom-gottesdienst-bis-zum-poetry-slam\/","title":{"rendered":"Reformationstag: J\u00fcdisch-christlicher Dialog und \u00d6kumene im Zentrum &#8211; Kirchen planen Hunderte von Aktionen vom Gottesdienst bis zum Poetry-Slam"},"content":{"rendered":"<p>Zum diesj\u00e4hrigen Reformationstag haben die evangelischen Kirchen Vertreter der Judentums und der katholischen Kirche eingeladen. Der Tag wird erstmals als normaler Feiertag begangen. K\u00fcnftig haben die Norddeutschen jedes Jahr am 31. Oktober frei.<\/p>\n<p>Hannover\/Bremen (epd). Die Menschen in Norddeutschland begehen am Mittwoch (31. Oktober) erstmals den Reformationstag als regul\u00e4ren gesetzlichen Feiertag. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen wollen das Fest mit einer ganzen Palette von Aktionen mit Leben f\u00fcllen, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressdienstes (epd) ergab. Im Zentrum stehen dabei der Dialog mit dem Judentum und das Gespr\u00e4ch zwischen Protestanten und Katholiken. Unterst\u00fctzt werden sie unter anderem von Politprominenz und hochrangigen Vertretern anderer Konfessionen. Die Landtage von Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein hatten in der ersten Jahresh\u00e4lfte beschlossen, den Tag zum arbeitsfreien Feiertag zu erheben.<\/p>\n<p>Zentrale Veranstaltung der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen ist ein Empfang mit dem W\u00fcrzburger Rechtsphilosophen Professor Horst Dreier, der am 31. Oktober in Hannover \u00fcber die Religion im s\u00e4kularen Staat spricht. In Niedersachsen und Bremen planen mehrere Hundert Gemeinden \u00f6kumenische Gottesdienste, Ausstellungen, Poetry-Slams oder Feste. Die hannoversche Landeskirche hat hierf\u00fcr besondere Zusch\u00fcsse bereitgestellt.<\/p>\n<p>Landesbischof Ralf Meister aus Hannover diskutiert bereits am Abend des 30. Oktober mit dem Rabbiner Gabor Lengyel in der Marktkirche \u00fcber judenfeindliche \u00c4u\u00dferungen des Reformators Martin Luther (1483-1546). Auch die Evangelisch-reformierte Kirche hat eine Rabbinerin zum Dialog eingeladen: Ulrike Offenberg spricht ebenfalls am Vorabend des Feiertags im Kloster Frenswegen bei Nordhorn \u00fcber die heutigen Erwartungen von J\u00fcdinnen und Juden an die christlichen Kirchen. Der reformierte Kirchenpr\u00e4sident Martin Heimbucher hatte mehrfach betont, dass ihm der Dialog mit dem Judentum gerade in Bezug zum Reformationstag wichtig sei.<\/p>\n<p>Die Kirchen reagieren damit auf die kontroverse Debatte um die Einf\u00fchrung des Reformationstages im Fr\u00fchjahr. Vor allem die j\u00fcdischen Gemeinden hatten diesen Feiertag mit dem Hinweis auf Luthers Judenfeindlichkeit abgelehnt. Auch die katholische Kirche hatte gegen den Reformationstag votiert.<\/p>\n<p>Dennoch begehen Protestanten und Katholiken den neuen Feiertag an vielen Orten gemeinsam. So wird im Braunschweiger Dom der neue katholische Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, als Prediger in einem Festgottesdienst erwartet. Der evangelische Landesbischof Christoph Meyns sieht darin \u00abein wunderbares \u00f6kumenisches Zeichen\u00bb, das das gute Miteinander der Christen in Niedersachsen unterstreiche. Im Anschluss soll ein Stadtrundgang zu Einrichtungen aus Wohlfahrtspflege und Diakonie \u00abSchattenseiten und Lichtblicke\u00bb offenbaren.<\/p>\n<p>In der oldenburgischen Kirche steht ebenfalls ein \u00f6kumenisches Fest im Mittelpunkt. In der Klosterkirche in Vechta trifft sich der neue Bischof Thomas Adomeit mit Vertretern mehrerer Religionsgemeinschaften.<\/p>\n<p>Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ist am Vorabend zu Gast in Stadthagen bei der Landeskirche Schaumburg-Lippe. Gemeinsam mit Landesbischof Karl-Hinrich Manzke gestaltet er in der St.-Martini-Kirche einen interreligi\u00f6sen und interkulturellen Gottesdienst mit.<\/p>\n<p>Die bremische Kirche feiert den Reformationstag auf Norddeutschlands gr\u00f6\u00dftem Volksfest, dem 983. Bremer Freimarkt: Ab 11 Uhr ist ein Gottesdienst im \u00abRiverboat\u00bb-Festzelt mit Pastor Renke Brahms und Schaustellerpastorin Ingrid Witte geplant. Auf einer \u00f6ffentlichen Kirchenbank mitten im Rummel sollen Pastorinnen und Pastoren im Gespr\u00e4ch mit Interessierten Rede und Antwort stehen. Zudem gibt es einen \u00f6kumenischen Festgottesdienst, einen Stadtrundgang zur Reformation, eine Weinstube und Psalmenges\u00e4nge im Dom.<\/p>\n<p>Der Reformationstag erinnert an die Ver\u00f6ffentlichung der 95 Thesen gegen Missst\u00e4nde in der mittelalterlichen Kirche durch Martin Luther. Mit dem Beschluss, den 31. Oktober zum Feiertag zu machen, wollten die norddeutschen L\u00e4nderparlamente ein Ungleichgewicht gegen\u00fcber den s\u00fcddeutschen L\u00e4ndern beseitigen, die zum Teil erheblich mehr Feiertage haben. Zum 500. Jahrestag der Reformation am 31. Oktober 2017 war der Tag in ganz Deutschland bereits einmalig arbeitsfrei.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum diesj\u00e4hrigen Reformationstag haben die evangelischen Kirchen Vertreter der Judentums und der katholischen Kirche eingeladen. Der Tag wird erstmals als normaler Feiertag begangen. K\u00fcnftig haben die Norddeutschen jedes Jahr am 31. Oktober frei. Hannover\/Bremen (epd). Die Menschen in Norddeutschland begehen am Mittwoch (31. Oktober) erstmals den Reformationstag als regul\u00e4ren gesetzlichen Feiertag. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen wollen das Fest mit einer ganzen Palette von Aktionen mit Leben f\u00fcllen, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressdienstes (epd) ergab. Im Zentrum stehen dabei der Dialog mit dem Judentum und das Gespr\u00e4ch zwischen Protestanten und Katholiken. 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