{"id":10902,"date":"2018-10-28T09:15:00","date_gmt":"2018-10-28T08:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/rabbinerin-trotz-kritik-am-neuen-feiertag-bleibt-dialog-wichtig-drei-fragen-an-ulrike-offenberg-die-bei-veranstaltungen-am-reformationstag-mitwirkt\/"},"modified":"2018-10-28T09:15:00","modified_gmt":"2018-10-28T08:15:00","slug":"rabbinerin-trotz-kritik-am-neuen-feiertag-bleibt-dialog-wichtig-drei-fragen-an-ulrike-offenberg-die-bei-veranstaltungen-am-reformationstag-mitwirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/rabbinerin-trotz-kritik-am-neuen-feiertag-bleibt-dialog-wichtig-drei-fragen-an-ulrike-offenberg-die-bei-veranstaltungen-am-reformationstag-mitwirkt\/","title":{"rendered":"Rabbinerin: Trotz Kritik am neuen Feiertag bleibt Dialog wichtig &#8211; Drei Fragen an Ulrike Offenberg, die bei Veranstaltungen am Reformationstag mitwirkt"},"content":{"rendered":"<p>Hameln\/Nordhorn (epd). Die Hamelner Rabbinerin Ulrike Offenberg sieht es nach wie vor kritisch, dass der Reformationstag am 31. Oktober von diesem Jahr an gesetzlicher Feiertag in Norddeutschland ist. Die j\u00fcdischen Gemeinden in Niedersachsen hatten mit Verweis auf judenfeindliche Ausf\u00e4lle des Reformators Martin Luther ein anderes Datum gefordert. Sie h\u00e4tte sich von den Kirchen mehr Mut gew\u00fcnscht, sagte Offenberg im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dennoch wirkt sie auf Einladung der evangelischen Kirchen bei zwei Veranstaltungen mit.<\/p>\n<p>epd: Frau Offenberg, warum beteiligen Sie sich trotz Kritik an den Veranstaltungen zum Reformationstag?<\/p>\n<p>Ulrike Offenberg: Mit bedeutet der j\u00fcdisch-christliche Dialog sehr viel. Es ist wichtig, dass Gespr\u00e4chsf\u00e4den nicht abrei\u00dfen, auch wenn es Entt\u00e4uschungen gibt. Man diskutiert Themen anders, wenn man sie im Angesicht des Partners diskutiert.<\/p>\n<p>epd: Wie stehen Sie mittlerweile zu der Entscheidung f\u00fcr den Reformationstag als Feiertag?<\/p>\n<p>Offenberg: Ich halte das f\u00fcr keine kluge Entscheidung. In Niedersachsen machen die Protestanten nicht einmal mehr die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung aus. Ihr Werben f\u00fcr den Feiertag ist auch ein Versuch, Pfosten einzuschlagen gegen eine schwindende Bedeutung. Es ist ein Eingest\u00e4ndnis von Unsicherheit zu versuchen, die Identit\u00e4t mit staatlichen Ma\u00dfnahmen wie der Einf\u00fchrung des Feiertages aufrechtzuerhalten. Die evangelischen Kirchen h\u00e4tten mutiger sein k\u00f6nnen. Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft. Da h\u00e4tten wir nach einem Tag gucken k\u00f6nnen, der verbindender ist als dieser, der f\u00fcr manche mit schwierigen Aspekten verkn\u00fcpft ist.<\/p>\n<p>epd: Was bedeutet es f\u00fcr Sie als Vortragsrednerin in Nordhorn und zu einer Dialogpredigt in Hannover eingeladen zu sein?<\/p>\n<p>Offenberg: Das sind ernsthafte Zeichen daf\u00fcr, dass Menschen h\u00f6ren wollen, was Juden zu diesem Tag zu sagen haben. Die Auseinandersetzung mit Luthers Judenfeindlichkeit ist nicht v\u00f6llig aus dem Blick geraten. Es ist allerdings fraglich, ob das Thema auch in der Breite angekommen ist und sich die Kirchengemeinden auch mit Luthers antisemitischen Schriften befassen. Es bleibt die Bef\u00fcrchtung, dass die kritische Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus des Reformators mit so einem Feiertag in den Hintergrund tritt.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hameln\/Nordhorn (epd). 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