{"id":10944,"date":"2018-11-08T09:28:00","date_gmt":"2018-11-08T08:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ekd-friedensbeauftragter-brahms-betont-lehren-aus-erstem-weltkrieg\/"},"modified":"2018-11-08T09:28:00","modified_gmt":"2018-11-08T08:28:00","slug":"ekd-friedensbeauftragter-brahms-betont-lehren-aus-erstem-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ekd-friedensbeauftragter-brahms-betont-lehren-aus-erstem-weltkrieg\/","title":{"rendered":"EKD-Friedensbeauftragter Brahms betont Lehren aus Erstem Weltkrieg"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Vorrang von Diplomatie und gewaltfreien Strategien zur  L\u00f6sung von Konflikten und Krisen geh\u00f6rt nach Auffassung des kirchlichen  Friedensbeauftragten Renke Brahms zu den zentralen Lehren nach Ende des  Ersten Weltkriegs. Mit Blick auf diese Urkatastrophe des 20.  Jahrhunderts lasse sich sicher sagen, dass Kriege nicht gewonnen werden  k\u00f6nnten, sagte der Beauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in  Deutschland (EKD) im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).  \u00abEs sei denn durch Millionen Opfer und eine Erm\u00fcdung einer Partei.\u00bb Doch  das sei friedenspolitisch Unsinn und friedensethisch nicht vertretbar.<\/p>\n<p>\u00abAm  Ende muss immer auf dem Weg der Diplomatie eine politische L\u00f6sung  gefunden werden\u00bb, betonte Brahms, der auch Leitender Geistlicher der  Bremischen Evangelischen Kirche ist. Der Erste Weltkrieg verweise in  seiner Entstehung auf das Versagen der politisch Verantwortlichen in  Deutschland und ganz Europa im Zusammenhang mit rein auf die jeweilige  Nation ausgerichtete Interessen. Dazu h\u00e4tten auch die Kirchen  beigetragen.<\/p>\n<p>Aktuell dr\u00e4nge sich deshalb auf, die nach dem  Zweiten Weltkrieg entstandenen internationalen Vertr\u00e4ge und  Institutionen zu st\u00e4rken und nicht etwa zu k\u00fcndigen. \u00abAuch wenn sie  weiterentwickelt werden m\u00fcssen, haben sie einen hohen friedenssichernden  Wert, weil sie ein Regelwerk bieten, auf das sich alle Staaten beziehen  k\u00f6nnen\u00bb, betonte Brahms. Die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges  lehre auch, dass eine Nachkriegsordnung hergestellt werden m\u00fcsse, die  nicht wieder neue Konflikte vorprogrammiere.<\/p>\n<p>\u00abEs geh\u00f6rt zum  Beispiel zu den gro\u00dfen friedensf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen nach dem Zweiten  Weltkrieg, dass durch den Marshallplan die deutsche Bev\u00f6lkerung nicht  demoralisiert, sondern unterst\u00fctzt worden ist.\u00bb Brahms nannte dar\u00fcber  hinaus aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg weitere  Vers\u00f6hnungsprojekte wie in S\u00fcdafrika und Ruanda als Beispiele f\u00fcr  gewaltfreie Strategien, die seiner Einsch\u00e4tzung zufolge dabei geholfen  haben, Gesellschaften zu befrieden.<\/p>\n<p>Der vielfach im Zusammenhang  mit dem Ersten Weltkrieg verwendete Begriff der Urkatastrophe sollte  Brahms zufolge vorsichtig verwendet werden. Er sei von einer \u00absehr  deutschen oder europ\u00e4ischen Perspektive gepr\u00e4gt\u00bb. Gesamtgeschichtlich  habe es auch andere schreckliche Katastrophen wie die Pest oder den  Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg gegeben. \u00abNoch wichtiger ist mir allerdings die  globale Perspektive\u00bb, bekr\u00e4ftigte Brahms. Er verwies in diesem  Zusammenhang beispielsweise auf die Klimakrise und den weltweiten  Hunger, die seiner Auffassung nach entschiedener bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Keine  Situation lasse sich mit der anderen vergleichen, r\u00e4umte Brahms ein.  \u00abAber wir sollten nicht in der Begriffskl\u00e4rung der Vergangenheit  stehenbleiben, sondern die Gegenwart betrachten und die richtigen Folgen  f\u00fcr die Zukunft daraus ziehen.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). 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