{"id":10949,"date":"2018-11-09T13:49:00","date_gmt":"2018-11-09T12:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/beziehen-sie-stellung\/"},"modified":"2018-11-09T13:49:00","modified_gmt":"2018-11-09T12:49:00","slug":"beziehen-sie-stellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/beziehen-sie-stellung\/","title":{"rendered":"\u201eBeziehen Sie Stellung!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>31 Religionslehrkr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen haben am Freitagvormittag, 9. November, in der St. Ulrichs-Kirche in Rastede ihre Vokationsurkunden erhalten. Mit dem Gottesdienst wurden sie zur Erteilung des evangelischen Religionsunterrichts beauftragt. Dar\u00fcber hinaus wurden zwei Schulseelsorgerinnen zu ihrem Dienst beauftragt. <\/p>\n<p>Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker ermutigte die Lehrerinnen und Lehrer in seiner Predigt ausdr\u00fccklich: \u201eBeziehen Sie Stellung!\u201c Lehrkr\u00e4fte seien Wegbegleitende f\u00fcr Kinder und Jugendliche und b\u00f6ten Orientierung an auch in Glaubensdingen. Ein Bekenntnis zum christlichen Glauben und seiner Inhalte sei jedoch etwas grundlegend anderes als ein parteipolitisches oder ideologisches Diktum, das Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen manipulieren wolle. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Warnung vor Hass und Antisemitismus<\/span><br \/>\nMit Blick auf die Pogrome am 9. November 1938 betonte Mucks-B\u00fcker: Brennende Synagogen seien Bilder, die unausl\u00f6schlich mit dem Datum verbunden seien, seien sie doch Bilder vom Beginn eines beispiellosen Vernichtungszuges gegen das j\u00fcdische Volk. \u201eWo erst Synagogen brennen, k\u00f6nnen bald auch Moscheen brennen, und dann auch Kirchen. Wo Antisemitismus w\u00e4chst, wo Ausl\u00e4nderfeindlichkeit um sich greift, da ist die Gefahr gro\u00df, dass der Hass auch auf andere Gruppen und Minderheiten \u00fcbergreift\u201c, so Oberkirchenrat Mucks-B\u00fcker. &nbsp;<\/p>\n<p>Mit der Best\u00e4tigung der Lehrbef\u00e4higung f\u00fcr das Fach Evangelische Religion w\u00fcrden Menschen f\u00fcr den Religionsunterricht durch die Kirche berufen, die Gottes Wort zu anderen Menschen bringen, \u201ees in ihre Alltagssprache \u00fcbersetzen und verst\u00e4ndlich machen sollen. Verst\u00e4ndlich und ausdrucksf\u00e4hig auch f\u00fcr Haupt- und Obersch\u00fcler\u201c, betonte Mucks-B\u00fcker. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Seelsorge ist Muttersprache der Kirche<\/span><br \/>\nMit Blick auf die Beauftragung der zwei Schulseelsorgerinnen sagte Oberkirchenrat Mucks-B\u00fcker: In der seelsorglichen Begegnung w\u00fcnschten sich Fragende und Suchende, dass ihnen jemand mit einem offenen Ohr, einem tr\u00f6stenden Wort, einer ermutigenden Geste, einem hilfreichen Rat, einer kritischen R\u00fcckfrage oder einem einfachen Gebet einfach nur zur Seite stehe. Seelsorge sei im Leben der christlichen Gemeinde verankert und nicht nur eine Sache von Pfarrerinnen und Pfarrern, sondern geh\u00f6re zum Priestertum aller Getauften. Seelsorge sei so etwas wie die Muttersprache der Kirche. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Vokationsurkunden<\/span><br \/>Im Anschluss \u00fcberreichten Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker, Pfarrerin Kerstin Hochartz, Leiterin der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik (arp), und Pfarrer Hartmut Schwarz, arp-Referent, den Lehrerinnen und Lehrern ihre Vokationsurkunden. Bei den Vokationsurkunden handelt es sich um die kirchliche Lehrerlaubnis, die Voraussetzung ist, um Evangelischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen zu erteilen. Diese Bef\u00e4higung wird von der Konf\u00f6deration Evangelischer Kirche in Niedersachsen ausgesprochen. Durch eine Vokation begleiten die evangelischen Kirchen in Niedersachsen den Dienst der Religionslehrkr\u00e4fte und unterst\u00fctzen diese kontinuierlich durch Fortbildungs- und Beratungsangebote. <\/p>\n<p>Im Vorfeld hatten die Religionslehrkr\u00e4fte aus dem Einzugsgebiet der Konf\u00f6deration Ev. Kirchen in Niedersachsen an einer Vokationstagung im Ev. Bildungshaus in Rastede teilgenommen. Zum ersten Mal hatten die Tagungsteilnehmenden den Gottesdienst musikalisch zusammen mit Popkantor Steffen Sch\u00f6ps vorbereitet, der den Gottesdienst auch mit der Gitarre begleitet hat.<br \/>\n&nbsp;<br \/>Zu den 31 Religionslehrkr\u00e4ften aus ganz Niedersachsen geh\u00f6rten Lehrkr\u00e4fte aus allen Schulformen: F\u00f6rderschulen, Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und Berufsbildende Schulen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Religionsunterricht ist \u201egemeinsame Sache\u201c<\/span><br \/>\nDer Religionsunterricht ist in Deutschland \u201egemeinsame Sache\u201c (res mixta) von Staat und Kirche und die Vokation ein Baustein, mit dem die evangelischen Kirchen in Niedersachsen ihre Verantwortung f\u00fcr den Religionsunterricht wahrnehmen. Referendarinnen und Referendare erhalten f\u00fcr den Vorbereitungsdienst zun\u00e4chst eine befristete Unterrichtsbest\u00e4tigung. Um eine Vokation zu erhalten, ist die Teilnahme an einer Vokationstagung Voraussetzung. Die Tagungen sind als religionsp\u00e4dagogische Fortbildungen konzipiert und enden mit einem Gottesdienst mit Verleihung der Vokationsurkunden. <\/p>\n<p>Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bietet zweimal im Jahr eine Vokationstagung f\u00fcr je rund 30 Religionskr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen an. Entwickelt und durchgef\u00fchrt wird sie von Referentinnen und Referenten der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik (arp). Weitere Vokationstagungen in Niedersachsen werden von der Hannoverschen Landeskirche angeboten. Die Nachfrage ist sehr hoch. Es gibt stets Wartelisten. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Mehr zur Arbeitsstelle Religionsp\u00e4dagogik unter: www.arp-ol.de&nbsp; <br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31 Religionslehrkr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen haben am Freitagvormittag, 9. 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