{"id":11370,"date":"2019-01-03T08:14:00","date_gmt":"2019-01-03T07:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hebammenverband-fordert-vier-standorte-fuer-geburtshilfe-studium\/"},"modified":"2019-01-03T08:14:00","modified_gmt":"2019-01-03T07:14:00","slug":"hebammenverband-fordert-vier-standorte-fuer-geburtshilfe-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hebammenverband-fordert-vier-standorte-fuer-geburtshilfe-studium\/","title":{"rendered":"Hebammenverband fordert vier Standorte f\u00fcr Geburtshilfe-Studium"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der nieders\u00e4chsische Hebammenverband hat die Landesregierung aufgefordert, an vier Hochschulen Hebammenstudieng\u00e4nge zu schaffen. M\u00f6glichst umgehend sollten in Hannover, G\u00f6ttingen-Hildesheim, Osnabr\u00fcck und Oldenburg grundst\u00e4ndige duale Studieng\u00e4nge mit jeweils 40 Pl\u00e4tzen pro Jahr eingerichtet werden, sagte die Vorsitzende Veronika Bujny in einem Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abWenn nicht bald etwas passiert, wandern noch mehr potenzielle Studienanf\u00e4nger in die anderen Bundesl\u00e4nder ab und der Hebammenmangel in Niedersachsen wird noch dramatischer.\u00bb<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen hatten mehrere Kliniken etwa in Hannover oder Gifhorn die Krei\u00dfs\u00e4le f\u00fcr eine gewissen Dauer schlie\u00dfen m\u00fcssen, weil sie nicht gen\u00fcgend Hebammen hatten. In Osnabr\u00fcck hat die Hebammenzentrale, die Hebammen zur Vor- und Nachsorge vermittelt, zum Jahresende aufgegeben. In Schleswig-Holstein, Hessen und Nordrhein-Westfalen existieren Bujny zufolge bereits Studieng\u00e4nge. Bremen und Hamburg seien auf dem Weg.<\/p>\n<p>Bereits seit 2013 sei auch in Niedersachsen klar, dass die Hebammenausbildung, die bislang in Schulen stattfinde, in die Hochschulen verlagert werden solle. Mit der Vorg\u00e4ngerregierung habe der Verband bereits ein Konzept erarbeitet, \u00abdas aber wieder in der Schublade verschwunden ist\u00bb, bem\u00e4ngelte die Vorsitzende. Ein Runder Tisch mit den beteiligten Ministerien habe bislang keine konkreten Ma\u00dfnahmen und Geldsummen vereinbart.<\/p>\n<p>Seit Jahren bildeten die Schulen zu wenige Hebammen aus. Gleichzeitig arbeiteten viele Hebammen lieber in Teilzeit. Der Mangel f\u00fchre zu unattraktiven und zum Teil unzumutbaren Arbeitsbedingungen in den Kliniken, aber auch in der Vor- und Nachsorge. Der Verdienst sei nicht angemessen. Viele Kolleginnen in den Krei\u00dfs\u00e4len h\u00e4tten Sorge, dass ihnen unter dem gro\u00dfen Arbeits- und Zeitdruck Fehler unterliefen und g\u00e4ben sogar ihren Beruf auf. \u00abNicht mal ein Stellenschl\u00fcssel von einer Vollzeit-Hebamme auf 100 Geburten im Jahr, der schon schlecht genug ist, kann noch aufrechterhalten werden.\u00bb<\/p>\n<p>Vor Jahren h\u00e4tten schon die unzumutbar hohen Haftpflichtpr\u00e4mien viele Kolleginnen zur Aufgabe gezwungen. Die Vorsitzende forderte, jetzt m\u00fcssten Kliniken und Landesregierung alles daran setzen, die noch funktionierenden Geburtshilfe-Abteilungen zu unterst\u00fctzen und m\u00f6glicherweise \u00fcber Pr\u00e4mien und bessere Bezahlungen Hebammen, die schon aufgegeben h\u00e4tten, wieder zur\u00fcckzuholen. Kommunen m\u00fcssten Hebammenzentralen finanzieren. Die Strategie, sich auf wenige gro\u00dfe Geburtshilfezentren zu konzentrieren, sollte aufgegeben werden. \u00abFrauen wollen sich wohnortnah einen Geburtsort aussuchen k\u00f6nnen, wenn sie eine normale Geburt erwarten.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der nieders\u00e4chsische Hebammenverband hat die Landesregierung aufgefordert, an vier Hochschulen Hebammenstudieng\u00e4nge zu schaffen. 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