{"id":11653,"date":"2019-02-18T10:07:00","date_gmt":"2019-02-18T09:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/zweite-tarifrunde-in-diakonie-bleibt-ohne-ergebnis\/"},"modified":"2019-02-18T10:07:00","modified_gmt":"2019-02-18T09:07:00","slug":"zweite-tarifrunde-in-diakonie-bleibt-ohne-ergebnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/zweite-tarifrunde-in-diakonie-bleibt-ohne-ergebnis\/","title":{"rendered":"Zweite Tarifrunde in Diakonie bleibt ohne Ergebnis"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Ohne ein konkretes Ergebnis f\u00fcr die rund 38.000 Diakonie-Besch\u00e4ftigten in Niedersachsen haben sich am Montag in Hannover Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter bei ihren Tarifverhandlungen getrennt. Die Gewerkschaft ver.di kritisierte das erste Angebot des Diakonischen Dienstgeberverbandes als \u00abalte L\u00f6sung f\u00fcr aktuelle Probleme\u00bb. Die Arbeitgeber boten mehr Geld bei verl\u00e4ngerten Arbeitszeiten.<\/p>\n<p>Der Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitgeber und Vorstand der Dachstiftung Diakonie in Hannover und Gifhorn, Jens Rannenberg, verwies auf den von beiden Seiten unbestrittenen Fachkr\u00e4ftemangel in der Pflege. Um Patienten auch k\u00fcnftig angemessen betreuen zu k\u00f6nnen, forderte er eine Anhebung der w\u00f6chentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden. Dadurch werde sich das ausgezahlte Gehalt um rund 3,9 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnten Rannenberg zufolge die Zuschl\u00e4ge f\u00fcr Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit deutlich angehoben werden. F\u00fcr die meisten Pflegeberufe bedeute dies ein Plus von acht Prozent, f\u00fcr Erzieher und f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogen fast elf Prozent und f\u00fcr Ober\u00e4rzten bis zu 46 Prozent.<\/p>\n<p>Ver.di-Verhandlungsf\u00fchrerin Annette Klausing wies auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) das Angebot strikt zur\u00fcck: \u00abDie Kollegen kriechen auf dem Zahnfleisch. Sie brauchen dringend eine Entlastung und keine l\u00e4ngeren Arbeitszeiten.\u00bb Die angebotenen 3,9 Prozent mehr Gehalt entspr\u00e4chen nur den zus\u00e4tzlichen anderthalb Stunden Arbeitszeit &#8211; ohne eine Erh\u00f6hung des Stundenlohns.<\/p>\n<p>Die angebotene Erh\u00f6hung der Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschl\u00e4ge bez\u00f6gen sich auf einen rechnerischen Tabellenwert, der sich nicht an den realen Stundenl\u00f6hnen orientiere, erl\u00e4uterte Klausing. Der tats\u00e4chliche Lohnzuwachs werde darum in der Regel deutlich niedriger liegen, als es die Arbeitgebern darstellten.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften ver.di und Marburger Bund hatten im Dezember die Tarifverhandlungen mit dem Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen aufgenommen. Sie forderten sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Beide Seiten treffen sich am 13. M\u00e4rz zu weiteren Verhandlungen.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Ohne ein konkretes Ergebnis f\u00fcr die rund 38.000 Diakonie-Besch\u00e4ftigten in Niedersachsen haben sich am Montag in Hannover Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter bei ihren Tarifverhandlungen getrennt. Die Gewerkschaft ver.di kritisierte das erste Angebot des Diakonischen Dienstgeberverbandes als \u00abalte L\u00f6sung f\u00fcr aktuelle Probleme\u00bb. Die Arbeitgeber boten mehr Geld bei verl\u00e4ngerten Arbeitszeiten. 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