{"id":11797,"date":"2019-03-17T11:50:00","date_gmt":"2019-03-17T10:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ndr-awo-und-diakonie-drohen-mit-ausstieg-aus-ambulanter-pflege\/"},"modified":"2019-03-17T11:50:00","modified_gmt":"2019-03-17T10:50:00","slug":"ndr-awo-und-diakonie-drohen-mit-ausstieg-aus-ambulanter-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ndr-awo-und-diakonie-drohen-mit-ausstieg-aus-ambulanter-pflege\/","title":{"rendered":"NDR: AWO und Diakonie drohen mit Ausstieg aus ambulanter Pflege"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Arbeitgeberverb\u00e4nde der AWO und der Diakonie drohen einem Bericht des NDR zufolge, sich aus der ambulanten Pflege in Niedersachsen zu verabschieden. Grund ist die nach ihrer Ansicht zu niedrige Finanzierung von Pflegeleistungen durch die Kassen, wie das NDR Regionalmagazin \u00abHallo Niedersachsen\u00bb berichtet. Von einem solchen Ausstieg w\u00e4ren 16.000 Pflegebed\u00fcrftige und 5.000 Pflegekr\u00e4fte betroffen. Im Unterschied zu anderen Anbietern ambulanter Pflege zahlen AWO und Diakonie Tarifl\u00f6hne. Den Kassen werfen sie vor, dies nicht zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>\u00abDie Kassen produzieren seit Jahren einen erheblichen Druck auf uns und versuchen, uns als tarifgebundene Anbieter immer mit denen zu vergleichen, die nicht tarifgebunden sind, und uns damit auch zu dr\u00fccken\u00bb, sagte R\u00fcdiger Becker, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Dienstgeberverbands Niedersachsen \u00abHallo Niedersachsen\u00bb.<br \/>W\u00fcrden die Kassen die ambulante Pflege nicht endlich kostendeckend verg\u00fcten, m\u00fcssten die Arbeitgebervertreter von Diakonie und AWO die Rei\u00dfleine ziehen: \u00abDann m\u00fcssen wir unseren Mitgliedseinrichtungen empfehlen, ihre Arbeit in der ambulanten Pflege einzustellen. Es ist nicht mehr refinanzierbar.\u00bb<\/p>\n<p>Datenbasis dieser Bewertung sind die Bilanzen von Pflegediensten der AWO, Diakonie, Caritas und der kommunalen Anbieter aus dem Jahr 2016. Das Ergebnis: Von 87 repr\u00e4sentativen Pflegediensten schreiben nach Verbandsangaben 63 Dienste rote Zahlen. Fast drei Viertel (72 Prozent) k\u00f6nnten demnach wirtschaftlich nicht \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr die ambulante Pflege tragen die Kranken- und Pflegekassen, in den Pflegesatzverhandlungen vertreten von der AOK und dem Verband der Ersatzkassen (VDEK). Der VDEK \u00e4u\u00dfert sich in einer schriftlichen Stellungnahme gegen\u00fcber dem NDR kritisch zu den Vorw\u00fcrfen der Pflege-Anbieter. \u00abDiese bedienen sich f\u00fcr viel Geld Rechtsanw\u00e4lten und externen Beratern, die dann v\u00f6llig \u00fcberzogene Forderungen entwickeln und eine unrealistische Erwartungshaltung bei den Pflegediensten sch\u00fcren. Ein Kompromiss wird dadurch unm\u00f6glich gemacht.\u00bb<\/p>\n<p>Die Verhandlungen \u00fcber die Finanzierung der ambulanten Pflege zwischen den Pflegeanbietern und den Kassen sind seit mehr als einem Jahr festgefahren. Am Donnerstag (21. M\u00e4rz) und Anfang April stehen Schiedsgerichts-Termine an. Vom Ergebnis wird abh\u00e4ngen, ob Diakonie und AWO in Niedersachsen sich weiter in der ambulanten Pflege engagieren oder ihre Drohung wahr machen und aus der ambulanten Pflege aussteigen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Arbeitgeberverb\u00e4nde der AWO und der Diakonie drohen einem Bericht des NDR zufolge, sich aus der ambulanten Pflege in Niedersachsen zu verabschieden. Grund ist die nach ihrer Ansicht zu niedrige Finanzierung von Pflegeleistungen durch die Kassen, wie das NDR Regionalmagazin \u00abHallo Niedersachsen\u00bb berichtet. 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