{"id":11883,"date":"2019-03-31T14:22:00","date_gmt":"2019-03-31T12:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-neues-farbkleid-dicht-am-historischen-befund\/"},"modified":"2019-03-31T14:22:00","modified_gmt":"2019-03-31T12:22:00","slug":"ein-neues-farbkleid-dicht-am-historischen-befund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-neues-farbkleid-dicht-am-historischen-befund\/","title":{"rendered":"Ein neues Farbkleid, dicht am historischen Befund"},"content":{"rendered":"<p>Nach rund zweij\u00e4hrigen Restaurierungsarbeiten wurde am Sonntag, 31. M\u00e4rz, die St.-Laurentius-Kirche in Langwarden mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht. In ihrer Predigt lobte Oberkirchenr\u00e4tin Annette-Christine Lenk den \u201eweitreichenden Beschluss\u201c des Gemeindekirchenrates diese umfassende Renovierung anzupacken. \u201eFinanzielle und personelle Ressourcen waren bereit zu stellen. Das war mutig und anstrengend.\u201c Ebenso \u201edie Ausf\u00fchrung der Renovierung, die Gespr\u00e4che mit Fachleuten, Entscheidungen zu Details zu begleiten sowie die vielen Stunden und Tage immer wieder auf dem Bau\u201c. Sie dankte darum allen, \u201edie sich eingesetzt haben und an den Rand ihrer Kr\u00e4fte und M\u00f6glichkeiten gegangen sind\u201c, was die versammelte Gemeinde mit einem kr\u00e4ftigen Applaus unterstrich.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>\u201eDas Haus Gottes \u2013 von manchen \u201ader Dom von Butjadingen\u2018 genannt \u2013 ist gro\u00df, sch\u00f6n und einladend\u201c, sagte Lenk weiter. Sie biete einen Moment zum Verschnaufen und nun m\u00f6gen all die kommen, \u201edie sich nach Gottes Wort sehnen, die Zuspruch und Anspruch in Seinem Wort finden wollen, die einen Gedanken f\u00fcr die Woche brauchen, um die Bedeutung der Anwesenheit Gottes in dieser Welt auch im Alltag entdecken und erfassen m\u00fcssen.\u201c Dennoch reiche eine sch\u00f6ne Kirche alleine nicht aus, mahnte Lenk. \u201eUm Christin und Christ in dieser Welt sein zu k\u00f6nnen, brauchen wir Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit.\u201c Allein der Glaube schenke eine neue Dimension \u2013 n\u00e4mlich die Dimension der Unendlichkeit. Es sei allen Menschen, der ganzen Welt zu w\u00fcnschen, \u201edass wir gemeinsam die Sehnsucht nach Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit behalten und Gott-Suchende bleiben. Das bleiben wir dann, wenn wir glauben, dass Gott uns begegnet, begleitet und segnet.\u201c<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>Im Anschluss an den Gottesdienst erl\u00e4uterte Dipl.-Ing. Achim Kn\u00f6fel vom kirchlichen Denkmalschutz noch einmal das Restaurierungsprojekt. Dieses wurde in drei Schritten vollzogen. Von Oktober 2017 bis Ende Januar 2018 wurden die W\u00e4nde und der Wandfries unterhalb der Kirchendecke fertig gestellt. Dabei hatten die drei Restauratoren das Blattfries freigelegt, gesch\u00e4digte Holzteile gefestigt oder ausgetauscht, L\u00f6cher und Ausbr\u00fcche verkittet und retuschiert. \u201eDiesen umlaufenden Fries kannte vorher keiner und ist in dieser Art einmalig\u201c, sagte Kn\u00f6fel. Der Fries, der sich unter zwei Farbschichten befand, zeigt ein wiederkehrendes Motiv aus Akanthusbl\u00e4ttern.<br \/>&nbsp;&nbsp; <br \/>In einem zweiten Schritte von April bis September vergangenen Jahres folgten die Arbeiten am Orgelgeh\u00e4use, wobei die bereits restaurierten Orgelpfeifen vorher sorgf\u00e4ltig gesichert und eingepackt werden mussten. Bei dem Restaurierungsschritt wurde Wert auf die Wiederherstellung der urspr\u00fcnglichen barocken Fassung und neben kleineren Reparaturen aufw\u00e4ndige Vergoldungsarbeiten durchgef\u00fchrt. F\u00fcr die Vergoldungen nutzte die Restauratorin Sybille Popken 23-kar\u00e4tiges Dukatengold, da nur Gold schon bei wenig Licht anf\u00e4ngt, zu leuchten. Im dritten Schritt wurde dann die Nordempore und der Orgelspieltische restauriert. Damit wurde dem Kirchenraum ein \u201eneues Farbkleid\u201c gegeben, sagte Achim Kn\u00f6fel, das \u201edicht am historischen Befund\u201c liege. Die zuvor in dunklem Gr\u00fcn und Rostrot gehaltenen Deckenbalken sind nun hellgrau gestrichen. Durch die entdeckten Graut\u00f6ne wirke die Kirche heller, die Decke optisch weniger lastend, und der Wandfries aus dem Jahre 1840 k\u00e4me mit seiner kr\u00e4ftigen Grundfarben wunderbar zur Geltung.<br \/>&nbsp; <br \/>Die f\u00fcr die umfassende Sanierung notwendigen Kosten von 415.000 Euro wurden gemeinsam von F\u00f6rdermitteln des Bundes, der Europ\u00e4ischen Union, des Landes Niedersachsen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Kirchbaustiftung der oldenburgischen Kirche und durch Eigenmittel der Kirchengemeinde getragen, berichtete Kn\u00f6fel weiter. Nur das Zusammenspiel verschiedener Beh\u00f6rden und Einrichtung sei es zu verdanken gewesen, dieses Projekt gemeinsam umsetzen zu k\u00f6nnen. M\u00f6glich geworden sei es erst durch die \u201eInitialf\u00f6rderung\u201c seitens des Denkmalschutzprogramms des Bundes in H\u00f6he von 150.000 Euro. Mit dieser F\u00f6rderung des sogenannten \u201estrukturschwachen Raumes\u201c, werde diesem neue Geltung verschafft.<br \/>&nbsp; <br \/>W\u00e4hrend der Restaurierungsarbeiten waren die Kirchenb\u00e4nke auf einem Bauernhof in Ruhwarden eingelagert, berichtete die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Annemarie Cornelius. Nach ihrer R\u00fcckkehr in die St.-Laurentius-Kirche musste diese noch abgeschliffen werden und erhielten ebenfalls einen neuen Farbanstrich, der dem farblichen Gesamtbild von W\u00e4nden, Decken, Orgelgeh\u00e4use und Empore entspricht.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach rund zweij\u00e4hrigen Restaurierungsarbeiten wurde am Sonntag, 31. M\u00e4rz, die St.-Laurentius-Kirche in Langwarden mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht. 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