{"id":11996,"date":"2019-04-18T08:01:00","date_gmt":"2019-04-18T06:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/miteinander-ins-gespraech-kommen\/"},"modified":"2019-04-18T08:01:00","modified_gmt":"2019-04-18T06:01:00","slug":"miteinander-ins-gespraech-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/miteinander-ins-gespraech-kommen\/","title":{"rendered":"Miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen"},"content":{"rendered":"<p>R\u00fcdiger M\u00f6llenberg ist ein guter Afrika-Kenner, viele Aufenthalte haben bleibende Eindr\u00fccke hinterlassen, unter anderem ging es dabei um Microkredite f\u00fcr Ghana. Die j\u00fcngste Reise f\u00fchrte ihn aber nach Kenia, ein Land, dass er bisher noch nicht kannte und dass in Bezug auf den Umgang zwischen Menschen verschiedener Religionen eine Entwicklung hinter sich hat, die sich der Pastor aus Jever auch f\u00fcr Deutschland w\u00fcnscht. &nbsp;<br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Hintergrund der neunt\u00e4gigen Reise mit insgesamt 15 Teilnehmern ist die im Herbst bevorstehende Synode der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) in Dresden unter dem Thema \u201eFrieden\u201c. M\u00f6llenberg geh\u00f6rt zu den Synodalen, hat sich hier einer Arbeitsgruppe unter dem Schwerpunkt \u201eFrieden und Entwicklung\u201c angeschlossen. Die EKD hatte diese Reise initiiert, damit sich die Synodalen vor Ort in Kenia, in der auch die evangelische Organisation \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c sehr aktiv ist, selber einen Eindruck verschaffen konnten. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Anders als bei seinen bisherigen Afrikareisen hatte M\u00f6llenberg schon vor der Abreise bemerkt, dass es diesmal durchaus etwas \u201eheikel\u201c war. \u201eIch musste ein \u00dcberlebenspaket zusammenstellen, Fragen notieren, die nur ich richtig beantworten kann, das aber selbst im Falle einer hohen Stressbelastung\u201c, berichtet er. Was er vor Reiseantritt noch als B\u00fcrokratie empfunden und abgetan hatte, leuchtete ihm sp\u00e4ter ein, als er \u00fcber die Nachrichten von einer Entf\u00fchrung erfuhr. Zwei kubanische \u00c4rzte waren entf\u00fchrt, ihre Begleiter erschossen worden. Kenia grenzt an Uganda und Somalia, zwei L\u00e4nder mit vielen Unruhen, vor allem von Somalia aus dringen immer wieder Terroristen auch nach Kenia ein, um durch Entf\u00fchrungen Geld zu erpressen und f\u00fcr Unruhe im Land zu sorgen, Zwietracht zu s\u00e4en. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Doch gegenseitigen Hass sch\u00fcren, das gel\u00e4nge den Terroristen nicht mehr, hat M\u00f6llenberg beobachtet. Grund daf\u00fcr ist eine Ver\u00e4nderung in der Struktur der Lebensform, so wurde der Reisegruppe berichtet. Das Land wird nicht mehr zentral von Nairobi aus regiert, vielmehr sind 49 Counties entstanden, in denen es unterschiedliche Leitungshierarchien gibt. In einem Projekt, das unter anderem von \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c unterst\u00fctzt wird, werden dar\u00fcber hinaus eine Art Dorfgemeinschaften gebildet, in den Religion keine Rolle spielt. Menschen unterschiedlicher christlicher Richtungen, Muslime, Hindus und Anh\u00e4nger von Naturreligionen arbeiten hier Hand in Hand. Dabei h\u00e4tten die Menschen festgestellt, dass sie auf diese Art eine Steigerung der Produktivit\u00e4t, eine bessere Wasserversorgung und eine h\u00f6here Versorgung mit Bildungsangeboten erreichen k\u00f6nnten. Zudem habe es erste Schritte in der Gleichberichtigung gegeben, Frauen m\u00fcssten nun keine k\u00f6rperliche Gewalt mehr bef\u00fcrchten, wenn es zu Unstimmigkeiten mit dem Partner k\u00e4me. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>\u201eDas k\u00f6nnen wir in Deutschland von den Kenianern lernen, dass die Angeh\u00f6rigen der unterschiedlichen Religionen miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Bei uns geht man sich eher aus dem Weg \u2013 das mag anfangs einfacher sein, l\u00f6st aber keine Probleme\u201c, sagt M\u00f6llenberg. In Kenia habe man in extrem kurzer Zeit gelernt, dass man die Herausforderungen besser bew\u00e4ltige, wenn alle gut miteinander umgingen, wenn das Misstrauen abgelegt werde. Eine solche Form von Toleranz w\u00fcnscht sich M\u00f6llenberg auch in Deutschland. Diese m\u00fcsse allerdings von unten wachsen. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Gleichwohl blieb der Reisegruppe nicht verborgen, dass andere Schwierigkeiten, wie Stammesd\u00fcnkel oder der Klimawandel das Land vor neue Herausforderungen stellen.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Annette Kellin<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fcdiger M\u00f6llenberg ist ein guter Afrika-Kenner, viele Aufenthalte haben bleibende Eindr\u00fccke hinterlassen, unter anderem ging es dabei um Microkredite f\u00fcr Ghana. 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