{"id":12052,"date":"2019-04-29T09:28:00","date_gmt":"2019-04-29T07:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/brot-fuer-die-welt-kritisiert-hohe-militaerausgaben\/"},"modified":"2019-04-29T09:28:00","modified_gmt":"2019-04-29T07:28:00","slug":"brot-fuer-die-welt-kritisiert-hohe-militaerausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/brot-fuer-die-welt-kritisiert-hohe-militaerausgaben\/","title":{"rendered":"\u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb kritisiert hohe Milit\u00e4rausgaben"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). \u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb hat mit Blick auf die steigenden Milit\u00e4rausgaben die Bundesregierung scharf kritisiert. \u00abDie Staaten, die heute die Weltrangliste bei den Milit\u00e4rausgaben anf\u00fchren, sollten endlich umsteuern und mehr Geld f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit, f\u00fcr die Vorbeugung und f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Ursachen von Gewaltkonflikten aufwenden\u00bb, sagte Martina Fischer von der evangelischen Hilfsorganisation der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Montag).<\/p>\n<p>\u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb reagierte damit auf den Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri, der am Montag in Stockholm ver\u00f6ffentlicht wurde. Danach erreichten die weltweiten R\u00fcstungsausgaben 2018 einen Spitzenwert. Nach Angaben des Instituts investierten die Staaten im vergangenen Jahr insgesamt 1.822 Milliarden US-Dollar (etwa 1.635 Milliarden Euro) in ihre Streitkr\u00e4fte. Das sei der h\u00f6chste Stand seit 1988. Im Vergleich zu 2017 war es demnach ein Anstieg um 2,6 Prozent.<\/p>\n<p>Deutschland liegt nach den Zahlen von Sipri bei den Milit\u00e4rausgaben im internationalen Vergleich auf Platz acht. H\u00f6here Milit\u00e4rausgaben machten die Welt nicht sicherer, f\u00fcgte Fischer von \u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb hinzu. Wolle die Bundesregierung ihren eigenen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen, \u00abmuss deutlich mehr in zivile Krisenpr\u00e4vention und Friedensf\u00f6rderung als in den milit\u00e4rischen Bereich investiert werden\u00bb.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bis 2024 nach Ank\u00fcndigung von Kanzleramt und Verteidigungsministerium die deutschen Milit\u00e4rausgaben weiter steigen sollen, von 1,24 Prozent auf 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung, habe die Bundesregierung in ihren Eckwerten f\u00fcr den Haushalt 2020 der Entwicklungsfinanzierung eine Nullrunde verordnet, kritisierte Fischer. Sollte die mittelfristige Finanzplanung umgesetzt werden, werde der Anteil der Ausgaben f\u00fcr Entwicklung und humanit\u00e4re Hilfe an der deutschen Wirtschaftsleistung in den Folgejahren absinken, mahnte die \u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb-Referentin.<\/p>\n<p>Weiter sagte Fischer: \u00abDie Selbstverpflichtung, 0,7 Prozent f\u00fcr Entwicklung bereitzustellen, wird Deutschland damit nicht erf\u00fcllen.<br \/>Hier werden v\u00f6llig falsche politische Schwerpunktsetzungen zugunsten des milit\u00e4rischen Bereichs vorgenommen.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). \u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb hat mit Blick auf die steigenden Milit\u00e4rausgaben die Bundesregierung scharf kritisiert. \u00abDie Staaten, die heute die Weltrangliste bei den Milit\u00e4rausgaben anf\u00fchren, sollten endlich umsteuern und mehr Geld f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit, f\u00fcr die Vorbeugung und f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Ursachen von Gewaltkonflikten aufwenden\u00bb, sagte Martina Fischer von der evangelischen Hilfsorganisation der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Montag). \u00abBrot f\u00fcr die Welt\u00bb reagierte damit auf den Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri, der am Montag in Stockholm ver\u00f6ffentlicht wurde. 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