{"id":12056,"date":"2019-05-02T09:25:00","date_gmt":"2019-05-02T07:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-mitgliederzahl-halbiert-sich-bis-2060\/"},"modified":"2019-05-02T09:25:00","modified_gmt":"2019-05-02T07:25:00","slug":"oldenburgische-kirche-mitgliederzahl-halbiert-sich-bis-2060","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-mitgliederzahl-halbiert-sich-bis-2060\/","title":{"rendered":"Oldenburgische Kirche: Mitgliederzahl halbiert sich bis 2060"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg rechnet damit, bis zum Jahr 2060 die H\u00e4lfte ihrer derzeit knapp 411.600 Mitglieder und die H\u00e4lfte ihrer Finanzkraft zu verlieren.<br \/>Diese Prognose sei das Ergebnis einer von den evangelischen und katholischen Kirchen in Auftrag gegebenen Studie, die am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht wurde, sagte Oberkirchenr\u00e4tin Susanne Teichmanis dem<br \/>epd: \u00abDas Ergebnis ist nicht \u00fcberraschend. Aber es ist ein Weckruf und zeigt uns wichtige Stellschrauben, an denen wir etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n<p>Etwa 50 Prozent der zu erwartenden Verluste seien dem demografischen Wandel geschuldet, sagte Teichmanis. \u00abDaran k\u00f6nnen wir nichts \u00e4ndern.\u00bb Die Studie zeige aber auch, dass im Alter zwischen 25 und 31 Jahren die meisten Menschen die Kirche verlie\u00dfen. In diesen Zeitraum fielen 28 Prozent aller Austritte. Insgesamt verliere die Kirche j\u00e4hrlich mehr als ein Prozent ihrer Mitglieder. \u00abDa gibt es ein gro\u00dfes Potenzial, den Trend abzuschw\u00e4chen.\u00bb<\/p>\n<p>Chancen sieht Teichmanis beispielsweise bei den Taufen. Etwa 82 Prozent aller Taufen erfolgten bis zum 13. Lebensjahr. W\u00e4hrend der Konfirmandenzeit k\u00e4men nochmals zw\u00f6lf Prozent hinzu. Gelinge es, mehr junge Menschen zu taufen, k\u00f6nnten die R\u00fcckg\u00e4nge abgefedert werden.<\/p>\n<p>Eng verkn\u00fcpft mit den Mitgliederzahlen sei die Finanzkraft der Kirche, erl\u00e4uterte Teichmanis. Zwar sei das Kirchensteueraufkommen in der oldenburgischen Kirche seit 2000 um 28 Prozent gestiegen. Doch sei die Kaufkraft der Einnahmen im selben Zeitraum um zwei Prozent gesunken. Um ihre derzeitigen Aufgaben auch weiterhin wahrnehmen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste die Kirche 2060 rund 146 Millionen Euro an Kirchensteuern einnehmen. Doch dies sei unrealistisch. Der Prognose zufolge hat die Kirche 2060 nur noch die H\u00e4lfte der Finanzkraft des Jahres 2017.<\/p>\n<p>\u00abEinen Teil unserer Hausaufgaben haben wir bereits gemacht\u00bb, sagte Teichmanis. Die oldenburgische Kirche habe einen Ma\u00dfnahmenkatalog beschlossen, der die kirchlichen Finanzen bis 2030 um 131 Millionen Euro entlasten soll. Dies decke sich mit der Prognose der EKD. Die Synode habe auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gest\u00e4rkt.<br \/>Alle 40 Diakonenstellen sollen k\u00fcnftig ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Jugendarbeit genutzt werden.<\/p>\n<p>Einen m\u00f6glichen Zusammenschluss mit anderen Landeskirchen halte sie derzeit nicht f\u00fcr sinnvoll, sagte Teichmanis. \u00abDer Ma\u00dfnahmenkatalog soll die Eigenst\u00e4ndigkeit der oldenburgischen Kirche sichern. Au\u00dferdem bringt Gr\u00f6\u00dfe allein noch keine relevante Kostenersparnis.\u00bb Sinnvoll sei dagegen der Ausbau von Kooperationen mit den Nachbarkirchen, wie etwa bei der bereits praktizierten gemeinsamen Ausbildung des theologischen Nachwuchses.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg rechnet damit, bis zum Jahr 2060 die H\u00e4lfte ihrer derzeit knapp 411.600 Mitglieder und die H\u00e4lfte ihrer Finanzkraft zu verlieren.Diese Prognose sei das Ergebnis einer von den evangelischen und katholischen Kirchen in Auftrag gegebenen Studie, die am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht wurde, sagte Oberkirchenr\u00e4tin Susanne Teichmanis demepd: \u00abDas Ergebnis ist nicht \u00fcberraschend. 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