{"id":12059,"date":"2019-05-05T09:02:00","date_gmt":"2019-05-05T07:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/abgeordneten-gruppe-stellt-alternativen-entwurf-zur-organspende-vor\/"},"modified":"2019-05-05T09:02:00","modified_gmt":"2019-05-05T07:02:00","slug":"abgeordneten-gruppe-stellt-alternativen-entwurf-zur-organspende-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/abgeordneten-gruppe-stellt-alternativen-entwurf-zur-organspende-vor\/","title":{"rendered":"Abgeordneten-Gruppe stellt alternativen Entwurf zur Organspende vor"},"content":{"rendered":"<p>Braunschweig\/Berlin (epd). Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten um die Gr\u00fcnen-Chefin Annalena Baerbock setzt sich f\u00fcr ein freiwilliges, bundesweites Online-Register f\u00fcr Organ- und Gewebespender ein. \u00abZur Eintragung in das Online-Register kann man sich sowohl bei der Ausweisbeantragung als auch bei der Ausweisabholung vor Ort entscheiden\u00bb, sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag), zu der auch die \u00abBraunschweiger Zeitung\u00bb geh\u00f6rt. Diese Entscheidung k\u00f6nne zudem jederzeit online \u00fcber ein gesichertes Verfahren auch von Zuhause aus ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Mit dem Entwurf, der am Montag in Berlin vorgestellt werden soll, stellen sich die Abgeordneten gegen einen Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der eine sogenannte Widerspruchsregelung vorsieht. \u00abDurch das Online-Register sind im Bedarfsfall f\u00fcr die Krankenh\u00e4user einfach und sicher die notwendigen Infos erreichbar, ob die Person Organspender ist\u00bb, erkl\u00e4rte Baerbock.<\/p>\n<p>Zudem solle der Hausarzt seine Patienten bei Bedarf alle zwei Jahre \u00fcber die Organ- und Gewebespende beraten und sie zur Eintragung in das Register ermutigen. \u00abWir wollen mit unserem Gesetzentwurf die Diskrepanz zwischen der hohen Spendenbereitschaft und den tats\u00e4chlichen Spenden verkleinern\u00bb, sagte die Gr\u00fcnen-Chefin den Funke-Zeitungen. Gleichzeitig bleibe das Selbstbestimmungsrecht jedes Einzelnen gewahrt und es k\u00f6nne mehr kranken Menschen geholfen werden.<\/p>\n<p>Das geplante Online-Register soll laut einem \u00abSpiegel\u00bb-Bericht vom Deutschen Institut f\u00fcr Medizinische Dokumentation und Information mit Sitz in K\u00f6ln gef\u00fchrt werden. Baerbock sagte dem Nachrichtenmagazin, weil die Menschen regelm\u00e4\u00dfig auf die Organspende hingewiesen w\u00fcrden, wenn sie einen Ausweis beantragen, gebe es eine h\u00f6here Verbindlichkeit. \u00abIch finde es wichtig, Solidarit\u00e4t mit anderen zum Ausdruck zu bringen &#8211; auch durch die Bereitschaft zur Organspende\u00bb, betonte die Gr\u00fcnen-Chefin.<\/p>\n<p>Der Anfang April vorgelegte Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Spahn sieht vor, dass k\u00fcnftig jeder Organspender sein soll, der nicht einen gegenteiligen Willen in einem Register dokumentiert oder seinen Angeh\u00f6rigen mitgeteilt hat. Die Hinterbliebenen erwachsener Verstorbener sollen kein eigenes Entscheidungsrecht haben. Ziel ist es, die Zahl der Organspenden zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Derzeit gilt in Deutschland die Entscheidungsl\u00f6sung, nach der derjenige Organspender ist, der einen entsprechenden Ausweis bei sich tr\u00e4gt oder dessen Angeh\u00f6rige zustimmen. In diese Richtung zielt auch der Vorschlag der Abgeordneten um Baerbock. Die Krankenkassen sollen zurzeit noch regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Organspende informieren, B\u00fcrger werden aber nicht zu ihrer Spendebereitschaft gefragt.<\/p>\n<p>Die Debatte \u00fcber eine m\u00f6gliche Neuregelung wird im Bundestag fraktions\u00fcbergreifend gef\u00fchrt. Am Ende soll ohne Fraktionszwang abgestimmt werden.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Braunschweig\/Berlin (epd). 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