{"id":12061,"date":"2019-05-03T08:56:00","date_gmt":"2019-05-03T06:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experten-kirchen-muessen-mehr-mit-ihren-leistungen-werben\/"},"modified":"2019-05-03T08:56:00","modified_gmt":"2019-05-03T06:56:00","slug":"experten-kirchen-muessen-mehr-mit-ihren-leistungen-werben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experten-kirchen-muessen-mehr-mit-ihren-leistungen-werben\/","title":{"rendered":"Experten: Kirchen m\u00fcssen mehr mit ihren Leistungen werben"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/G\u00f6ttingen (epd). Nach dem Bekanntwerden der neuesten Prognosen zur Mitgliederentwicklung raten Experten den Kirchen, ihre Leistungen st\u00e4rker hervorzuheben. \u00abDie Leute m\u00fcssen wieder wissen, wozu ihre Kirchensteuern gebraucht werden\u00bb, sagte der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gerhard Wegner, in Hannover. Der G\u00f6ttinger Theologie-Professor Jan Hermelink empfahl den Kirchengemeinden, mehr M\u00f6glichkeiten zum Engagement zu bieten.<\/p>\n<p>Am Donnerstag hatten die evangelische und katholische Kirche in Deutschland, ihre Prognosen bis zum Jahr 2060 ver\u00f6ffentlicht. Danach wird die Mitgliederzahl der Kirchen und deren Finanzkraft bis zum Jahr 2060 um etwa die H\u00e4lfte sinken.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt Wegner zufolge auch, dass die Austrittszahlen vermindert werden k\u00f6nnten. Die Menschen tr\u00e4ten nicht aus der Kirche aus, weil sie kirchenfeindlich w\u00e4ren. \u00abEs ist schlimmer: Die Kirche ist ihnen gleichg\u00fcltig geworden.\u00bb Daher sei es wichtig, Gelegenheiten zum erneuten Kennenlernen zu schaffen: etwa bei Dorffesten, in besonderen Gottesdiensten mit moderner Musik, in der Urlauberseelsorge oder \u00fcber die kirchlichen Kinderg\u00e4rten, die einen ausgezeichneten Ruf gen\u00f6ssen.<\/p>\n<p>Auch die Taufe sollte offensiver beworben und mit gro\u00dfen Tauffesten gefeiert werden, unterstrich Wegner. Eigentlich seien Taufen beliebt. Doch er habe den Eindruck, dass die Taufe nicht mehr ernstgenommen werde, \u00abweil die Menschen ihren Nutzen nicht mehr erkennen\u00bb. Hier seien die Pastorinnen und Pastoren gefragt.<\/p>\n<p>Der Theologie-Professor Hermelink appellierte an die Kirchengemeinden, M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein zeitlich befristetes Engagement zu schaffen. \u00abDie Menschen sind bereit, sich in sinnvolle Projekte einzubringen, aber sie wollen nicht \u00fcber Jahre daran gebunden sein.\u00bb Vorstellbar seien Klima-Projekte oder der zeitweilige Einsatz bei gemeindeeigenen Tafeln oder Kleiderkammern.<\/p>\n<p>Die Menschen wollten mehr von ihrer Kirche, als nur am Sonntag die Predigt zu konsumieren, unterstrich der Professor. Gefragt sei eine Beteiligungskultur. Begr\u00fc\u00dfenswert seien vor allem gemeinsame Aktionen mit benachbarten Kirchengemeinden. Daf\u00fcr biete sich beispielsweise die M\u00e4nnerarbeit an, die in vielen Gemeinden bisher \u00fcberhaupt nicht stattfinde, obwohl die M\u00e4nner im Alter um die 55 Jahre die meisten Kirchensteuern zahlten.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/G\u00f6ttingen (epd). Nach dem Bekanntwerden der neuesten Prognosen zur Mitgliederentwicklung raten Experten den Kirchen, ihre Leistungen st\u00e4rker hervorzuheben. \u00abDie Leute m\u00fcssen wieder wissen, wozu ihre Kirchensteuern gebraucht werden\u00bb, sagte der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gerhard Wegner, in Hannover. Der G\u00f6ttinger Theologie-Professor Jan Hermelink empfahl den Kirchengemeinden, mehr M\u00f6glichkeiten zum Engagement zu bieten. Am Donnerstag hatten die evangelische und katholische Kirche in Deutschland, ihre Prognosen bis zum Jahr 2060 ver\u00f6ffentlicht. 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