{"id":12080,"date":"2019-05-06T09:12:00","date_gmt":"2019-05-06T07:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-frauen-organspende-muss-freiwillig-bleiben\/"},"modified":"2019-05-06T09:12:00","modified_gmt":"2019-05-06T07:12:00","slug":"evangelische-frauen-organspende-muss-freiwillig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-frauen-organspende-muss-freiwillig-bleiben\/","title":{"rendered":"Evangelische Frauen: Organspende muss freiwillig bleiben"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der Dachverband \u00abEvangelische Frauen in Deutschland\u00bb hat den Gesetzentwurf mehrerer Bundestagsabgeordneter f\u00fcr eine Entscheidungsl\u00f6sung bei der Organspende begr\u00fc\u00dft. \u00abOrganspende muss freiwillig bleiben\u00bb, betonte die Verbandsvorsitzende Susanne Kahl-Passoth am Montag in Hannover. Sie wandte sich erneut gegen das Modell einer Widerspruchsl\u00f6sung, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Anfang April vorgestellt hatte.<\/p>\n<p>Nach dieser L\u00f6sung gelten alle Menschen automatisch als Organspender, sofern sie zu Lebzeiten oder ihre Angeh\u00f6rigen nach dem Tod nicht widersprechen. Dieses Modell pervertiere den Spende-Gedanken, kritisierte Kahl-Passoth: \u00abDefinitionsgem\u00e4\u00dfe Voraussetzung einer Spende ist Freiwilligkeit. Und die darf nicht abgeschafft werden.\u00bb<\/p>\n<p>Eine fraktions\u00fcbergreifende Gruppe von Abgeordneten um die Gr\u00fcnen-Vorsitzende Annalena Baerbock legte am Montag einen Alternativ-Vorschlag zu Spahns Modell vor. Danach soll die jetzige Organspenderegelung, wonach der Spendewille etwa in einem Ausweis dokumentiert wird, im Grundsatz erhalten bleiben. Sie soll durch ein Online-Register erg\u00e4nzt werden, in das jeder B\u00fcrger seinen Willen selbst eintragen kann. Gespr\u00e4che beim Hausarzt und Hinweise der Beh\u00f6rden bei der Beantragung des Personalausweises sollen dazu beitragen, dass mehr B\u00fcrger ihre Spendebereitschaft dokumentieren.<\/p>\n<p>Die Evangelischen Frauen begr\u00fc\u00dften es, dass die Organspende nach diesem Entwurf eine bewusste Entscheidung bleibe und nicht durch den Staat erzwungen werde. Allerdings m\u00fcsse die Qualit\u00e4t der Informationen zu Organ- und Gewebespende st\u00e4rker in den Blick genommen werden, sagte die stellvertretende Vorsitzende Angelika Weigt-Bl\u00e4tgen: \u00abStatt Werbekampagnen f\u00fcr Organspende sind umfassende Informationen n\u00f6tig. Erst sie schaffen Vertrauen.\u00bb<\/p>\n<p>Die beiden Gesetzentw\u00fcrfe sollen noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden. Eine Entscheidung k\u00f6nnte dann im Herbst fallen. Der Verband Evangelische Frauen in Deutschland mit Sitz in Hannover vertritt 39 Mitgliedsorganisationen mit rund drei Millionen Mitgliedern.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der Dachverband \u00abEvangelische Frauen in Deutschland\u00bb hat den Gesetzentwurf mehrerer Bundestagsabgeordneter f\u00fcr eine Entscheidungsl\u00f6sung bei der Organspende begr\u00fc\u00dft. \u00abOrganspende muss freiwillig bleiben\u00bb, betonte die Verbandsvorsitzende Susanne Kahl-Passoth am Montag in Hannover. Sie wandte sich erneut gegen das Modell einer Widerspruchsl\u00f6sung, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Anfang April vorgestellt hatte. Nach dieser L\u00f6sung gelten alle Menschen automatisch als Organspender, sofern sie zu Lebzeiten oder ihre Angeh\u00f6rigen nach dem Tod nicht widersprechen. Dieses Modell pervertiere den Spende-Gedanken, kritisierte Kahl-Passoth: \u00abDefinitionsgem\u00e4\u00dfe Voraussetzung einer Spende ist Freiwilligkeit. 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