{"id":12165,"date":"2019-05-18T11:53:00","date_gmt":"2019-05-18T09:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-starkes-signal-der-geschwisterlichkeit-evangelische-kirchenparlamente-tagen-erstmals-gemeinsam-in-braunschweig\/"},"modified":"2019-05-18T11:53:00","modified_gmt":"2019-05-18T09:53:00","slug":"ein-starkes-signal-der-geschwisterlichkeit-evangelische-kirchenparlamente-tagen-erstmals-gemeinsam-in-braunschweig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-starkes-signal-der-geschwisterlichkeit-evangelische-kirchenparlamente-tagen-erstmals-gemeinsam-in-braunschweig\/","title":{"rendered":"\u00abEin starkes Signal der Geschwisterlichkeit\u00bb &#8211; Evangelische Kirchenparlamente tagen erstmals gemeinsam in Braunschweig"},"content":{"rendered":"<p>Premiere in der Braunschweiger Br\u00fcdernkirche: In historischem Ambiente kamen die Parlamente der evangelischen Landeskirchen von Hannover und Braunschweig erstmals zu einer gemeinsamen Tagung zusammen. Beide Synoden wollen ihre Kontakte vertiefen.<\/p>\n<p>Braunschweig\/Hannover (epd). Synoden-Pr\u00e4sident Matthias Kannengie\u00dfer macht es ein wenig spannend. Ein typisch hannoversches Gastgeschenk h\u00e4tten die Hannoveraner mit nach Braunschweig gebracht, erz\u00e4hlt er, und pr\u00e4sentiert dann, na klar, den Leibniz-Keks. Verpackt in einer Metalldose mit historischem Design, f\u00fcr jedes Mitglied der braunschweigischen Kirchen-Synode ein Exemplar. \u00abDas ist nachhaltig, die Dose k\u00f6nnen Sie beliebig nachf\u00fcllen\u00bb, sagt Kannengie\u00dfer und zitiert einen Werbeslogan von 1898: \u00abWas i\u00dft die Menschheit unterwegs? Na selbstverst\u00e4ndlich Leibniz Cakes!\u00bb<\/p>\n<p>Auf den Weg hat sich an diesem Sonnabend bei strahlendem Sonnenschein auch die hannoversche Landessynode gemacht. Das Kirchenparlament charterte einen Reisebus, um von der Leine an die Oker zu fahren. Beide Synoden wollen ihre Kontakte vertiefen und enger zusammenarbeiten. Der Besuch ist eine echte Premiere: Noch nie haben die beiden evangelischen Parlamente zusammen getagt, obwohl ihre Gebiete in direkter Nachbarschaft zueinander liegen.<\/p>\n<p>Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns freut sich \u00fcber den Besuch. \u00abDas ist ein Ereignis von historischem Rang\u00bb, betont er. Ziel des Treffens sei ein engeres Miteinander des kirchlichen Lebens. Der Besuch aus der Nachbarkirche sei \u00abein starkes Signal der Geschwisterlichkeit\u00bb. Die Braunschweiger empfangen ihre G\u00e4ste in historischem Ambiente: Rund 120 Mitglieder beider Synoden nehmen Platz in der altehrw\u00fcrdigen Br\u00fcdernkirche, deren \u00e4lteste Teile aus dem Jahr 1361 stammen. Nebenan ein mittelalterlicher Kreuzgang und ein begr\u00fcnter Innenhof.<\/p>\n<p>Das Synoden-Treffen sei \u00ababsolut neu\u00bb, zeige aber auch ein St\u00fcck Normalit\u00e4t, sagt der Geistliche Vizepr\u00e4sident des Landeskirchenamtes in Hannover, Arend de Vries. Denn beide Landeskirchen arbeiteten schon jetzt auf vielen Gebieten zusammen: von der Pastoren-Ausbildung bis zur Umweltarbeit. \u00abWir sind viel weiter, als das organisatorisch abgebildet ist\u00bb, betont de Vries, der in Vertretung f\u00fcr den hannoverschen Landesbischof Ralf Meister nach Braunschweig gekommen ist. \u00abDas ist f\u00fcr mich eine gute Hoffnung auf die Zukunft hin.\u00bb<\/p>\n<p>Noch vor wenigen Jahren hatten die f\u00fcnf nieders\u00e4chsischen Kirchen \u00fcber den Vorschlag beraten, sich zu einer landesweiten Kirche zusammenzuschlie\u00dfen. Der Versuch scheiterte, das Thema ist erst einmal abgehakt. Und doch sind viele Delegierte aus beiden Synoden der Meinung, dass es sich lohnt, den Austausch zu vertiefen. \u00abWir stellen dieselben Fragen, warum sollen wir da nicht voneinander profitieren?\u00bb, sagt Matthias Moog aus Wolfenb\u00fcttel. Und Petra Uterm\u00f6ller aus Bad Sachsa findet: \u00abEine Nachbarschaft, die man kennt, ist angenehmer als eine Nachbarschaft, die man nicht kennt.\u00bb<\/p>\n<p>Die Grenzen zwischen den Landeskirchen bilden noch heute die Grenzen fr\u00fcherer F\u00fcrstent\u00fcmer ab. Zur hannoverschen Kirche geh\u00f6ren aktuell 2,5 Millionen Protestanten, zur kleineren braunschweigischen Kirche rund 342.000. F\u00fcr j\u00fcngere Menschen verlieren die alten Grenzen allerdings an Bedeutung, sagt der Student und Jugenddelegierte Jonas Jakob Drude aus G\u00f6ttingen: \u00abJunge Leute sind mobil. Diese Grenzen zwischen Landeskirchen sind f\u00fcr uns keine Barrieren mehr.\u00bb<\/p>\n<p>In der Br\u00fcdernkirche lauschen die Delegierten an diesem Tag zwei Berichten des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen und der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Einige Synodenmitglieder k\u00f6nnen sich sogar vorstellen, dass beide Parlamente k\u00fcnftig gemeinsam Beschl\u00fcsse fassen, wie sie am Kaffeetisch erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher haben sich Hannoveraner und Braunschweiger in Politik und Gesellschaft manchmal schwer miteinander getan. Launige Festreden und Feuilletons beschreiben sie bis heute gern als Konkurrenten und sp\u00f6tteln in die eine oder andere Richtung. Den braunschweigischen Bischof Meyns l\u00e4sst das alles kalt. Die angebliche Rivalit\u00e4t der St\u00e4dte sei etwas f\u00fcr \u00abFu\u00dfballvereine, Mythen und Herz\u00f6ge\u00bb, sagt er. In Politik und Wirtschaft z\u00f6gen beide St\u00e4dte und Regionen l\u00e4ngst an einem Strang.<\/p>\n<p>Auch zu Leibniz hat Meyns recherchiert: Der Philosoph aus Hannover war ab 1691 auch f\u00fcr die Herzog August Bibliothek in Wolfenb\u00fcttel zust\u00e4ndig. Und das Mehl f\u00fcr den Leibniz-Keks kommt aus der Okerm\u00fchle in Kissenbr\u00fcck s\u00fcdlich von Braunschweig: \u00abAuch der Leibniz-Keks steht f\u00fcr die Gemeinsamkeit unserer Region.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Premiere in der Braunschweiger Br\u00fcdernkirche: In historischem Ambiente kamen die Parlamente der evangelischen Landeskirchen von Hannover und Braunschweig erstmals zu einer gemeinsamen Tagung zusammen. Beide Synoden wollen ihre Kontakte vertiefen. Braunschweig\/Hannover (epd). Synoden-Pr\u00e4sident Matthias Kannengie\u00dfer macht es ein wenig spannend. Ein typisch hannoversches Gastgeschenk h\u00e4tten die Hannoveraner mit nach Braunschweig gebracht, erz\u00e4hlt er, und pr\u00e4sentiert dann, na klar, den Leibniz-Keks. 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