{"id":12249,"date":"2019-06-07T15:57:00","date_gmt":"2019-06-07T13:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nur-wer-eigene-positionen-hat-wird-ernst-genommen\/"},"modified":"2019-06-07T15:57:00","modified_gmt":"2019-06-07T13:57:00","slug":"nur-wer-eigene-positionen-hat-wird-ernst-genommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nur-wer-eigene-positionen-hat-wird-ernst-genommen\/","title":{"rendered":"Nur wer eigene Positionen hat, wird ernst genommen"},"content":{"rendered":"<p>31 Religionslehrkr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen haben am Freitagvormittag, 7. Juni, in der Willehad-Kirche in Wahnbek bei Oldenburg ihre Vokationsurkunden erhalten. Mit dem Gottesdienst wurden sie zur Erteilung des evangelischen Religionsunterrichts beauftragt. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Schulseelsorgerin zu ihrem Dienst beauftragt.<br \/>\n<br \/>In seiner Predigt nahm Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker Bezug auf die globale Fridays for Future-Bewegung. Junge Menschen wie Greta Thunberg verst\u00f6rten die Erwachsenenwelt, irritierten die angeblichen Sachzwang-Logiken vieler Verantwortlicher in Regierungs\u00e4mtern und Vorstandsetagen. \u201eEs muss sich etwas \u00e4ndern, wenn die kommenden Generationen nicht nur der Menschheit eine Zukunft haben sollen auf diesem Planeten\u201c, so Mucks-B\u00fcker. Die Fridays for Future-Bewegung sei f\u00fcr ihn vor allem aber ein starkes Zeichen daf\u00fcr, dass junge Menschen durchaus etwas bewegen k\u00f6nnen.<br \/>\n<br \/>Auch der Youtuber Rezo habe mit seinem Video zur Europawahl auf bisher unvorstellbare Weise eine Diskussion ausgel\u00f6st. Dar\u00fcber, inwieweit die vorherrschenden Parteien mit ihren Themen, aber auch mit ihrem System, den bisherigen Kommunikationsstrukturen und Ritualen junge Menschen \u00fcberhaupt noch erreichten. \u201eDie Reaktionen der Erwachsenen, des Establishments jedenfalls waren armselig bis hilflos. Und es stellt sich die Frage, was getan werden kann, ja, getan werden muss, um junge Menschen mit ihren wichtigen Fragen, Fragen nach Orientierung, nach ihrer Zukunft, zu erreichen\u201c, betonte Mucks-B\u00fcker.<br \/>\n<br \/>Der Religionsunterricht diene dem Leben, so Oberkirchenrat Mucks-B\u00fcker in seiner Predigt. Er nehme Fragen auf, suche nach Antworten, die sonst im Schulalltag nicht wirklich vork\u00e4men. Es gehe dabei auch um Fragen nach der eigenen Zukunft, nach der Zukunft der Welt. Auch um die Frage: \u201eIn welcher Gesellschaft will ich leben?\u201c Gerade angesichts \u201eder rasanten Ver\u00e4nderungen um uns herum m\u00fcssen wir uns fragen lassen, ob wir Kindern und Jugendlichen auf diese wichtigen Fragen des Lebens eine Antwort verweigern wollen\u201c, so Mucks-B\u00fcker.<br \/>\n<br \/>Religionslehrkr\u00e4fte seien wichtig f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. \u201eAls Vorbild, als Gegen\u00fcber, vermitteln Sie Freude am Lernen, unterst\u00fctzen Sie die einzelnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, und ermutigen Sie, weil Sie auch als Person und Pers\u00f6nlichkeit Orientierung geben. Dieser Anspruch unterscheidet Sie als Religionslehrerin und Religionslehrer im Fach Evangelische Religion, Sie sind mehr als ein Religionskundelehrer\u201c, betonte Oberkirchenrat Mucks-B\u00fcker. Nur wer eigene Positionen habe, werde ernst genommen. \u201eWer seine eigene Haltung auch zu Glaubensfragen vertritt, verhindert nicht das Gespr\u00e4ch oder gar den religi\u00f6sen Dialog, sondern erm\u00f6glicht ihn erst. Nicht nur Menschen muslimischen oder j\u00fcdischen Glaubens wollen wissen, was es mit dem Christentum auf sich hat.\u201c<br \/>\n<br \/>Im Anschluss \u00fcberreichten Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker und Pfarrerin Kerstin Hochartz, Leiterin der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik (arp) der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, den Lehrerinnen und Lehrern ihre Vokationsurkunden. Bei den Vokationsurkunden handelt es sich um die kirchliche Lehrerlaubnis, die Voraussetzung ist, um Evangelischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen zu erteilen. Diese Bef\u00e4higung wird von der Konf\u00f6deration Evangelischer Kirche in Niedersachsen ausgesprochen. Durch eine Vokation begleiten die evangelischen Kirchen in Niedersachsen den Dienst der Religionslehrkr\u00e4fte und unterst\u00fctzen diese kontinuierlich durch Fortbildungs- und Beratungsangebote.<br \/>\n<br \/>Im Vorfeld hatten die Religionslehrkr\u00e4fte aus dem Einzugsgebiet der Konf\u00f6deration ev. Kirchen in Niedersachsen an einer dreit\u00e4gigen Vokationstagung zum Thema \u201eLeben, Sterben, Tod\u201c im Ev. Bildungshaus in Rastede teilgenommen. Als Referentinnen waren dabei: Pfarrerin Kerstin Hochartz, Kerstin Prox, Fachberaterin f\u00fcr den Grundschulbereich, und Manuela Ehrt, Lehrkraft an der OBS Bookholzberg f\u00fcr den Bereich Sekundarstufe 1.<br \/>\n<br \/>Die Tagungsteilnehmenden haben Gottesdienst musikalisch zusammen mit Popkantorin Karola Schmelz-H\u00f6pfner vorbereitet, die den Gottesdienst auch musikalisch begleitet hat.<br \/>\n<br \/>Zu den 30 Religionslehrkr\u00e4ften aus ganz Niedersachsen geh\u00f6rten Lehrkr\u00e4fte aus allen Schulformen: F\u00f6rderschulen, Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und Berufsbildende Schulen.<br \/>Der Religionsunterricht ist in Deutschland \u201egemeinsame Sache\u201c (res mixta) von Staat und Kirche und die Vokation ein Baustein, mit dem die evangelischen Kirchen in Niedersachsen ihre Verantwortung f\u00fcr den Religionsunterricht wahrnehmen. Referendarinnen und Referendare erhalten f\u00fcr den Vorbereitungsdienst zun\u00e4chst eine befristete Unterrichtsbest\u00e4tigung. Um eine Vokation zu erhalten, ist die Teilnahme an einer Vokationstagung Voraussetzung. Die Tagungen sind als religionsp\u00e4dagogische Fortbildungen konzipiert und enden mit einem Gottesdienst mit Verleihung der Vokationsurkunden.<br \/>\n<br \/>Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bietet zweimal im Jahr eine Vokationstagung f\u00fcr je rund 30 Religionskr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen an. Entwickelt und durchgef\u00fchrt wird sie von Referentinnen und Referenten der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik (arp). Weitere Vokationstagungen in Niedersachsen werden von der Hannoverschen Landeskirche angeboten. Die Nachfrage ist sehr hoch. Es gibt stets Wartelisten. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Mehr zur Arbeitsstelle Religionsp\u00e4dagogik unter: www.arp-ol.de&nbsp; <\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>31 Religionslehrkr\u00e4fte aus ganz Niedersachsen haben am Freitagvormittag, 7. Juni, in der Willehad-Kirche in Wahnbek bei Oldenburg ihre Vokationsurkunden erhalten. Mit dem Gottesdienst wurden sie zur Erteilung des evangelischen Religionsunterrichts beauftragt. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Schulseelsorgerin zu ihrem Dienst beauftragt. In seiner Predigt nahm Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker Bezug auf die globale Fridays for Future-Bewegung. 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