{"id":12251,"date":"2019-06-10T09:47:00","date_gmt":"2019-06-10T07:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/heimbucher-eroeffnet-ausstellung-zum-wandel-des-weltbildes\/"},"modified":"2019-06-10T09:47:00","modified_gmt":"2019-06-10T07:47:00","slug":"heimbucher-eroeffnet-ausstellung-zum-wandel-des-weltbildes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/heimbucher-eroeffnet-ausstellung-zum-wandel-des-weltbildes\/","title":{"rendered":"Heimbucher er\u00f6ffnet Ausstellung zum Wandel des Weltbildes"},"content":{"rendered":"<p>Emden (epd). Der reformierte Kirchenpr\u00e4sident Martin Heimbucher hat am Sonntag in Emden die Ausstellung \u00abDer Wandel des Weltbildes\u00bb er\u00f6ffnet. Die Schau in der Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek lasse die Ver\u00e4nderungen sichtbar werden, die ausgehend von der Astronomie seit Mitte des 16. Jahrhunderts die Vorstellungen vom Aufbau des Universums tiefgreifend ver\u00e4ndern, wie die Bibliothek mitteilte. Heimbucher sagte, Forschergeist und Erkenntniswille seien bestimmend gewesen f\u00fcr den Weg vom geozentrischen hin zum heliozentrischen Weltbild. Die Ausstellung ist bis zum 6. Oktober zu sehen.<\/p>\n<p>Die Kirche habe als Wegbegleiter des Wandels eine eher unr\u00fchmliche Rolle gespielt. Fr\u00fche Ans\u00e4tze zum Dialog zwischen g\u00f6ttlich-sch\u00f6pferischem Geist und menschlich-wissenschaftlichem Geist seien verdr\u00e4ngt worden von \u00abeinem Totalanspruch des kirchlichen Dogmatismus\u00bb, erl\u00e4uterte der Kirchenpr\u00e4sident. Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Perspektiven auf die Wirklichkeit seien historisch gesehen im Ganzen verdr\u00e4ngt worden. Alle Erkenntnis, auch die naturwissenschaftliche, habe sich eine sehr lange Zeit zun\u00e4chst einer ma\u00dfgeblichen Auslegung der Bibel durch das kirchliche Lehramt zu beugen gehabt.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich h\u00e4tten sich die neuen Erkenntnisse jedoch durchgesetzt. Daraus lie\u00dfen sich Lehren ziehen, betonte Heimbucher: \u00abDie Erstarrung, das blinde Beharren auf der Tradition offenbart nicht die St\u00e4rke, sondern die Schw\u00e4che einer Weltanschauung.\u00bb Auch in der Gegenwart wandele sich das Weltbild in vielerlei Hinsicht. \u00abIn Politik und Geschichte erkennen wir, dass eine auf Europa zentrierte oder gar national beschr\u00e4nkte Sicht der Welt die Fragen des Lebens nicht angemessen beantworten kann.\u00bb<\/p>\n<p>Die Frage der Dialogf\u00e4higkeit sei zur \u00dcberlebensfrage der Menschheit geworden, sagte der Kirchenpr\u00e4sident. Ein Kampf der Kulturen oder Religionen k\u00f6nne am Ende nur Verlierer haben: \u00abMit Beklemmung nehmen wir auch wahr, wie aus Machtbesessenheit selbst wissenschaftliche Erkenntnisse etwa \u00fcber die menschlichen Ursachen des Klimawandels ver\u00e4chtlich in den Wind geschlagen werden.\u00bb<\/p>\n<p>Aus diesem Grund m\u00fcssten sich Glaube und Religion heute neu verb\u00fcnden. Die Erkenntnisse der Wissenschaft seien Allgemeingut und d\u00fcrften nicht abgeschottet werden, sagte Heimbucher. Der Glaube \u00fcberwinde Grenzen von Sprache und Kultur, daf\u00fcr stehe auch das Pfingstereignis. Die Johannes-a-Lasco-Bibliothek sei ein idealer Ort f\u00fcr die Ausstellung. Sie bewahre viele \u00abZeugnisse von der Lebendigkeit des Geistes nicht nur in der Theologie sondern auch in den Kultur- und Naturwissenschaften\u00bb.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emden (epd). 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