{"id":12253,"date":"2019-06-08T09:26:00","date_gmt":"2019-06-08T07:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/seenotretter-feiern-seit-150-jahren-in-neuharlingersiel\/"},"modified":"2019-06-08T09:26:00","modified_gmt":"2019-06-08T07:26:00","slug":"seenotretter-feiern-seit-150-jahren-in-neuharlingersiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/seenotretter-feiern-seit-150-jahren-in-neuharlingersiel\/","title":{"rendered":"Seenotretter feiern: Seit 150 Jahren in Neuharlingersiel"},"content":{"rendered":"<p>Neuharlingersiel\/Bremen (epd). Die Nordsee-Station Neuharlingersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger (DGzRS) hat am Sonnabend ihr 150-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. F\u00fcr G\u00e4ste lagen nach Angaben der Organisation im Hafen unter anderem der Seenotrettungskreuzer \u00abBernhard Gruben\u00bb und das Seenotrettungsboot \u00abNeuharlingersiel\u00bb zur Besichtigung. Die Geschichte der Station begann 1869: Die vier Jahre zuvor gegr\u00fcndete DGzRS stationierte in einem Schuppen im Dorf das Ruderrettungsboot \u00abFrauenlob\u00bb, das f\u00fcr Eins\u00e4tze auf einem Transportwagen zum Strand gezogen werden musste.<\/p>\n<p>Mehr als drei Jahrzehnte sp\u00e4ter erhielt das ostfriesische Fischerdorf einen massiv gebauten Schuppen im Hafen, der 1962 bei einer Sturmflut zerst\u00f6rt und durch den bis heute vorhandenen Neubau ersetzt wurde. Mittlerweile ist der Schuppen in ein lokales Museum zur Seenotrettung umgestaltet worden.<\/p>\n<p>Unvergessen in der Region ist ein Ungl\u00fcck, bei dem Anfang Januar<br \/>1995 Vormann Bernhard Gruben aus Neuharlingersiel und Maschinist Theo Fischer aus Ditzum ums Leben kamen. Damals wurde der Borkumer Seenotrettungskreuzer \u00abAlfried Krupp\u00bb auf der R\u00fcckfahrt von einem Einsatz vor der K\u00fcste der Niederlande von einer gewaltigen Grundsee erfasst. Das Boot kenterte und richtete sich wieder auf, doch die beiden M\u00e4nner starben.<\/p>\n<p>Die beiden 1997 von der DGzRS in Dienst gestellten Kreuzer \u00abBernhard Gruben\u00bb und \u00abTheo Fischer\u00bb tragen zu Ehren der get\u00f6teten Seenotretter ihre Namen. Die \u00abBernhard Gruben\u00bb ist oberhalb von Wilhelmshaven in Hooksiel stationiert, die \u00abTheo Fischer\u00bb an der Ostsee in Dar\u00dfer Ort.<\/p>\n<p>Viele der Freiwilligen, die sich in Neuharlingersiel f\u00fcr die Seenotretter engagierten, stammen aus der \u00f6rtlichen Familie Steffens.<br \/>Zeitweilig waren es den historischen Einsatzlisten zufolge Gro\u00dfvater, Vater, Sohn und Neffen gleichzeitig. Regelm\u00e4\u00dfig ging das Amt des Vormanns vom Vater auf den Sohn \u00fcber. Nicht zuletzt um diesen Einsatz zu w\u00fcrdigen, wurde am 22. April 1989 ein Seenotrettungskreuzer auf den Namen \u00abVormann Steffens\u00bb getauft. Das Schiff war 28 Jahre lang im Dienst, zuletzt bis Ende 2017 auf der Station Hooksiel.<\/p>\n<p>Die DGzRS wurde 1865 gegr\u00fcndet. Seitdem haben die Seenotretter eigenen Angaben zufolge mehr als 85.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet oder aus gro\u00dfen Gefahren befreit. F\u00fcr die Hilfsorganisation arbeiten an 55 Stationen knapp 1.000 Haupt- und Ehrenamtliche. Jahr f\u00fcr Jahr fahren sie mehr als 2.000 Eins\u00e4tze, die \u00fcber die DGzRS-Zentrale in Bremen koordiniert werden. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuharlingersiel\/Bremen (epd). Die Nordsee-Station Neuharlingersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger (DGzRS) hat am Sonnabend ihr 150-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. 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