{"id":12377,"date":"2019-06-29T09:13:00","date_gmt":"2019-06-29T07:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/deutsche-sea-watch-kapitaenin-in-lampedusa-festgenommen-aussenminister-maas-dringt-auf-schnelle-klaerung-ekd-schande-fuer-europa\/"},"modified":"2019-06-29T09:13:00","modified_gmt":"2019-06-29T07:13:00","slug":"deutsche-sea-watch-kapitaenin-in-lampedusa-festgenommen-aussenminister-maas-dringt-auf-schnelle-klaerung-ekd-schande-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/deutsche-sea-watch-kapitaenin-in-lampedusa-festgenommen-aussenminister-maas-dringt-auf-schnelle-klaerung-ekd-schande-fuer-europa\/","title":{"rendered":"Deutsche \u00abSea-Watch\u00bb-Kapit\u00e4nin in Lampedusa festgenommen  &#8211; Au\u00dfenminister Maas dringt auf schnelle Kl\u00e4rung &#8211; EKD: \u00abSchande f\u00fcr Europa\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Rom (epd). In Italien ist die deutsche \u00abSea-Watch\u00bb-Kapit\u00e4nin Carola Rackete festgenommen worden, nachdem sie ihr Rettungsschiff mit 40 Fl\u00fcchtlingen in der Nacht zum Samstag den Hafen von Lampedusa gebracht hat. Die Migranten, die mehr als zwei Wochen auf der \u00abSea-Watch 3\u00bb waren, gingen dort an Land, wie italienische Medien berichteten. In Deutschland stie\u00df die Festnahme auf Kritik.<br \/>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) appellierte per Twitter an die italienische Justiz, die Vorw\u00fcrfe schnell zu kl\u00e4ren. \u00abMenschenleben zu retten ist eine humanit\u00e4re Verpflichtung. Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden\u00bb, erkl\u00e4rte der Minister.<\/p>\n<p>Italien hatte das Anlegen des Schiffes nicht genehmigt. Es wurde im Hafen umgehend von Polizei und Zollbeh\u00f6rden beschlagnahmt. Die Kapit\u00e4nin steht nach Angaben der Organisation \u00abSee-Watch\u00bb unter Hausarrest, w\u00e4hrend die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hat. Ihr werde Beihilfe zur illegalen Einreise vorgeworfen, sagte ein \u00abSea-Watch\u00bb-Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nach italienischen Medienberichten droht ihr wegen Versto\u00dfes gegen die Schifffahrtsordnung eine Haftstrafe zwischen drei und zehn Jahren. Laut Ausw\u00e4rtigem Amt wird der Fall durch die Botschaft in Rom konsularisch begleitet.<\/p>\n<p>Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Gr\u00fcnen kritisierten die Festnahme der Aktivistin scharf. Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck sagte dem \u00abRedaktionsNetzwerk Deutschland\u00bb (Sonntag): \u00abDie Verhaftung von Kapit\u00e4nin Rackete zeigt die Ruchlosigkeit der italienischen Regierung und offenbart das Dilemma der europ\u00e4ischen Fl\u00fcchtlingspolitik\u00bb.<\/p>\n<p>Es sei ein Skandal, dass Menschen im Mittelmeer ertr\u00e4nken und es weder sichere Fluchtwege noch Verteilmechanismen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Europa gebe. Der Gr\u00fcnen-Politiker forderte die Bundesregierung auf, sich daf\u00fcr einsetzen, \u00abdass die Rettung von Ertrinkenden im staatlichen Auftrag oder staatlich organisiert geschieht\u00bb.<\/p>\n<p>Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm erkl\u00e4rte in Hannover, dass die \u00abSea-Watch\u00bb-Kapit\u00e4nin beim Anlegen in Lampedusa festgenommen wurde, mache ihn \u00abtraurig und zornig\u00bb: \u00abEine junge Frau wird in einem europ\u00e4ischen Land verhaftet, weil sie Menschenleben gerettet hat und die geretteten Menschen sicher an Land bringen will.<br \/>Eine Schande f\u00fcr Europa!\u00bb<\/p>\n<p>Die Besatzung des Rettungsschiffes hatte am 12. Juni insgesamt 53 Fl\u00fcchtlinge in Seenot vor Libyen gerettet. Einige der Fl\u00fcchtlinge durften in den vergangenen Tagen als Notf\u00e4lle an Land gehen. Eine R\u00fcckkehr nach Libyen hatte die Organisation Sea-Watch wegen des B\u00fcrgerkriegs und der Menschenrechtsverletzungen dort ausgeschlossen.<\/p>\n<p>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Rom (epd). In Italien ist die deutsche \u00abSea-Watch\u00bb-Kapit\u00e4nin Carola Rackete festgenommen worden, nachdem sie ihr Rettungsschiff mit 40 Fl\u00fcchtlingen in der Nacht zum Samstag den Hafen von Lampedusa gebracht hat. Die Migranten, die mehr als zwei Wochen auf der \u00abSea-Watch 3\u00bb waren, gingen dort an Land, wie italienische Medien berichteten. In Deutschland stie\u00df die Festnahme auf Kritik.Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) appellierte per Twitter an die italienische Justiz, die Vorw\u00fcrfe schnell zu kl\u00e4ren. \u00abMenschenleben zu retten ist eine humanit\u00e4re Verpflichtung. Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden\u00bb, erkl\u00e4rte der Minister. 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