{"id":12392,"date":"2019-07-02T07:24:00","date_gmt":"2019-07-02T05:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/dak-studie-suchtgefaehrdete-arbeitnehmer-doppelt-so-oft-krank-kasse-fordert-gesellschaftliche-debatte\/"},"modified":"2019-07-02T07:24:00","modified_gmt":"2019-07-02T05:24:00","slug":"dak-studie-suchtgefaehrdete-arbeitnehmer-doppelt-so-oft-krank-kasse-fordert-gesellschaftliche-debatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/dak-studie-suchtgefaehrdete-arbeitnehmer-doppelt-so-oft-krank-kasse-fordert-gesellschaftliche-debatte\/","title":{"rendered":"DAK-Studie: Suchtgef\u00e4hrdete Arbeitnehmer doppelt so oft krank &#8211; Kasse fordert gesellschaftliche Debatte"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Arbeitnehmer mit Suchtproblemen sind in Niedersachsen und Bremen der Krankenkasse DAK zufolge deutlich \u00f6fter krank. Wer Alkohol, Zigaretten oder Computerspiele suchtartig konsumiere fehlt laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport etwa doppelt so oft wie nicht-s\u00fcchtige Kollegen, teilte die Krankenkasse am Dienstag mit. Die Angaben bezogen sich jeweils auf die DAK-Versicherten in Niedersachsen und Bremen.<\/p>\n<p>Rund drei von vier Krankmeldungen bei Suchtproblemen seien in Bremen auf Alkohol zur\u00fcckzuf\u00fchren (74 Prozent). In Niedersachsen steige die Quote sogar auf vier von f\u00fcnf (81 Prozent). Dirk Vennekold, Leiter der nieders\u00e4chsischen DAK-Landesvertretung, sagte: \u00abWir m\u00fcssen genau hinschauen, um zu erkennen, ist es Genuss, Gewohnheit oder bereits Sucht?\u00bb Die nieders\u00e4chsische Drogenbeauftragte, B\u00e4rbel L\u00f6rcher-Stra\u00dfburg, betonte, Sucht sei oft ein verborgenes Problem: \u00ab\u00c4rzte haben in der Regel nicht die Zeit, die Patienten darauf anzusprechen.\u00bb<\/p>\n<p>Erstmals erfasste der Report auch Daten zur Videospielsucht sowie zum \u00abDampfen\u00bb von E-Zigaretten. So gelten in Niedersachsen rund 196.000 Arbeitnehmer als \u00abriskante Computerspieler\u00bb &#8211; vor allem j\u00fcngere zwischen 18 und 29 Jahren. Jeder vierte von ihnen spiele auch w\u00e4hrend der Arbeitszeit. In Bremen geht die Kasse von rund 7.000 Sucht-Betroffenen aus. Insgesamt 30.000 zeigten \u00abein auff\u00e4lliges Nutzungsverhalten\u00bb.<\/p>\n<p>Die verbreitetste Sucht sei allerdings das Rauchen. Jeder achte Erwerbst\u00e4tige in Niedersachsen sei zigarettens\u00fcchtig. Rund 3,6 Prozent aller Besch\u00e4ftigten rauche E-Zigarette. Die gro\u00dfe Mehrheit konsumiere dabei oder parallel &#8211; etwa \u00fcber herk\u00f6mmliche Zigaretten &#8211; Nikotin. In Bremen sei sogar jeder sechste Erwerbst\u00e4tige zigarettenabh\u00e4ngig (17,8 Prozent). Fast jeder zweite Raucher rauche auch w\u00e4hrend seiner Arbeitszeit au\u00dferhalb der Pausen.<\/p>\n<p>Auf Grundlage der Ergebnisse ihres aktuellen Gesundheitsreports fordert die DAK eine breite gesellschaftliche Debatte zur Suchtproblematik. Suchtabh\u00e4ngige h\u00e4tten in allen Diagnosegruppen mehr Fehltage, hie\u00df es. Das treffe beispielsweise bei Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen Leiden und Atemwegserkrankungen zu.<\/p>\n<p>\u00abDie Zahl der Betroffenen macht uns Sorgen\u00bb, sagte Jens Juncker, Leiter der DAK-Landesvertretung Bremen. Der riskante Umgang mit Alkohol bleibe ein zentrales Problem der Gesellschaft, mit gravierenden Folgen in der Arbeitswelt. Die Kasse startet eigenen Angaben zufolge in diesem Zusammenhang ein neues Pr\u00e4ventionsangebot bei Alkoholproblemen, ein Online-Selbsthilfeprogramm.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Arbeitnehmer mit Suchtproblemen sind in Niedersachsen und Bremen der Krankenkasse DAK zufolge deutlich \u00f6fter krank. Wer Alkohol, Zigaretten oder Computerspiele suchtartig konsumiere fehlt laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport etwa doppelt so oft wie nicht-s\u00fcchtige Kollegen, teilte die Krankenkasse am Dienstag mit. Die Angaben bezogen sich jeweils auf die DAK-Versicherten in Niedersachsen und Bremen. Rund drei von vier Krankmeldungen bei Suchtproblemen seien in Bremen auf Alkohol zur\u00fcckzuf\u00fchren (74 Prozent). In Niedersachsen steige die Quote sogar auf vier von f\u00fcnf (81 Prozent). 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