{"id":12399,"date":"2019-07-04T13:56:00","date_gmt":"2019-07-04T11:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/forscher-kritisiert-fernreisen-rueckfall-in-die-barbarei\/"},"modified":"2019-07-04T13:56:00","modified_gmt":"2019-07-04T11:56:00","slug":"forscher-kritisiert-fernreisen-rueckfall-in-die-barbarei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/forscher-kritisiert-fernreisen-rueckfall-in-die-barbarei\/","title":{"rendered":"Forscher kritisiert Fernreisen: \u00abR\u00fcckfall in die Barbarei\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Bremen\/Oldenburg (epd). Der Oldenburger Volkswirt und Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech (58) hat Fernreisen, den Trend zum Fliegen und eine Doppelmoral in der Klimadebatte scharf kritisiert. <br \/>\u00abFliegen ist neben Kreuzfahrten der \u00fcbelste \u00f6kologische Vandalismus, den man anrichten kann\u00bb, sagte Paech dem Bremer \u00abWeser-Kurier\u00bb (Donnerstag). Fliegen sei nackte Gewalt gegen die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der menschlichen Zivilisation: \u00abWir sollten anfangen, zwischen menschlichen Grundbed\u00fcrfnissen und sp\u00e4tr\u00f6mischer Dekadenz zu unterscheiden.\u00bb<\/p>\n<p>In einer modernen Gesellschaft brauche es Mobilit\u00e4t, r\u00e4umte der Wissenschaftler ein, der in Oldenburg lebt und an der Universit\u00e4t Siegen lehrt. Menschen m\u00fcssten ihren Arbeitsplatz erreichen und sich versorgen. Manche seien dabei auf ein Auto angewiesen. In seltenen F\u00e4llen m\u00fcssten bestimmte Personen auch fliegen. Paech erw\u00e4hnte in diesem Zusammenhang Funktionstr\u00e4ger aus Politik und Gesellschaft.<br \/>Doch die Willk\u00fcr und H\u00e4ufigkeit, mit der heute geflogen werde, habe es vor Jahren nicht einmal in Science-Fiction-Filmen gegeben.<\/p>\n<p>Individuelle Freiheiten z\u00e4hlten zu den h\u00f6chsten modernen Errungenschaften, f\u00fchrte Paech aus. \u00abAber ein Recht auf Zerst\u00f6rung ohne Zwang oder begr\u00fcndbare Notwendigkeit zu proklamieren, ist ein R\u00fcckfall in die Barbarei.\u00bb Im Durchschnitt w\u00fcssten moderne Menschen immer mehr \u00fcber Klimaschutz und zeigten sich betroffen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig immer umweltsch\u00e4dlicher lebten. In hoch entwickelten Konsumgesellschaft lasse sich \u00fcber Kompensationen Moral erwerben, um sich davon freizukaufen, gen\u00fcgsam zu sein.<\/p>\n<p>Paech sagte, Studien zeigten, dass Fernreisen nicht unbedingt das Wohlbefinden steigerten. Er kenne viele Menschen, die nie ein Flugzeug von innen gesehen h\u00e4tten und nicht nur zufrieden, sondern auch weltoffen lebten. Europa mit Zug, Fahrrad und Wanderschuhen zu entdecken, sei spannend. \u00abMan br\u00e4uchte mehrere Menschenleben, um alle Sch\u00f6nheiten Europas zu erkunden.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen\/Oldenburg (epd). Der Oldenburger Volkswirt und Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech (58) hat Fernreisen, den Trend zum Fliegen und eine Doppelmoral in der Klimadebatte scharf kritisiert. \u00abFliegen ist neben Kreuzfahrten der \u00fcbelste \u00f6kologische Vandalismus, den man anrichten kann\u00bb, sagte Paech dem Bremer \u00abWeser-Kurier\u00bb (Donnerstag). 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