{"id":12420,"date":"2019-07-05T08:52:00","date_gmt":"2019-07-05T06:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/pilotprojekt-erfahrungen-mit-telemedizin-statt-hausaerzten-positiv-verstetigung-ueber-projektende-hinaus-ungewiss\/"},"modified":"2019-07-05T08:52:00","modified_gmt":"2019-07-05T06:52:00","slug":"pilotprojekt-erfahrungen-mit-telemedizin-statt-hausaerzten-positiv-verstetigung-ueber-projektende-hinaus-ungewiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/pilotprojekt-erfahrungen-mit-telemedizin-statt-hausaerzten-positiv-verstetigung-ueber-projektende-hinaus-ungewiss\/","title":{"rendered":"Pilotprojekt: Erfahrungen mit Telemedizin statt Haus\u00e4rzten positiv &#8211; Verstetigung \u00fcber Projektende hinaus ungewiss"},"content":{"rendered":"<p>Delmenhorst (epd). Der Einsatz von Telemedizin zur Entlastung von Haus\u00e4rzten im Bereitschaftsdienst hat sich laut einer Bilanz zur Halbzeit eines Modellprojektes im nieders\u00e4chsischen Umland von Bremen bew\u00e4hrt. Es gebe in der Bev\u00f6lkerung nur positive Reaktionen, sagte am Freitag Helmut Scherbeitz von der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung in der Region. Wenn in der Projektregion um Delmenhorst, Ganderkesee und Lemwerder ein Patient an Wochenenden beim haus\u00e4rztlichen Notdienst Hilfe anfordert, f\u00e4hrt bei Bedarf kein Arzt, sondern ein Notfallsanit\u00e4ter oder ein Krankenpfleger los, der durch Telemedizin unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Das Projekt startete Anfang Juli 2018. Seither sei kein Hausarzt mehr eingesetzt worden, sagte Scherbeitz. Die Zahl der Haus\u00e4rzte ist bundesweit r\u00fcckl\u00e4ufig. Rund ein Drittel sei mittlerweile \u00fcber 60 Jahre alt, hie\u00df es. Besonders in l\u00e4ndlichen Bereichen wie der Modellregion drohen Versorgungsengp\u00e4sse im Bereitschaftsdienst. Dies kann unter Umst\u00e4nden zu einer zus\u00e4tzlichen Belastung des Rettungsdienstes und der Notfallambulanzen der Krankenh\u00e4user f\u00fchren. Um dem zu begegnen, wurde das Modellprojekt zur Telemedizin als Unterst\u00fctzung im Bereitschaftsdienst gestartet.<\/p>\n<p>Bis Ende Juni des laufenden Jahres hat es nach Angaben von Projektleiter und Oberarzt Daniel Overheu 273 Eins\u00e4tze gegeben. Davon liefen 58 Prozent in Kombination mit Telemedizin, die \u00fcber Mobilfunk abgewickelt wird. Zuvor werden von Freitagabend bis Montagmorgen Hilferufe von Patienten an eine Leitstelle im Klinikum Oldenburg weitergeleitet, wo ein Notarzt am Telefon Bagatellf\u00e4lle aussortiert. Wenn es n\u00f6tig ist, wird ein Notfallsanit\u00e4ter oder ein Krankenpfleger der Johanniter-Unfallhilfe losgeschickt.<\/p>\n<p>Bei Bedarf k\u00f6nnen vor Ort Daten wie ein EKG live \u00fcber die Telemedizin \u00fcbertragen und mit einem Facharzt des Klinikums analysiert werden. \u00abMeist reicht aber ein Anruf, um sich zu beraten\u00bb, erg\u00e4nzte Overheu, \u00e4rztlicher Leiter der Telemedizin am Klinikum Oldenburg. Sollte tats\u00e4chlich ein Notfall vorliegen, werde der Patient ins Krankenhaus gebracht. Dies sei bei einem knappen Drittel der Eins\u00e4tze geschehen. In fast 60 Prozent aller F\u00e4lle habe man zu Hause helfen k\u00f6nnen: \u00abDie meisten Menschen brauchen einen K\u00fcmmerer.\u00bb<\/p>\n<p>Dass an Wochenenden bei Hausbesuchen nach Notrufen in der Region kein Arzt mehr kommt, ist f\u00fcr Hilfesuchende offensichtlich kein Problem. \u00abDie Standardreaktion der Patienten ist: Das ist mir egal &#8211; Hauptsache, es wird mir geholfen\u00bb, berichtete Notfallsanit\u00e4ter Klaus-Dieter Berner, gleichzeitig Projektbeauftragter der Johanniter. Insgesamt teilen sich seinen Angaben zufolge sechs speziell ausgebildete Fachkr\u00e4fte die Eins\u00e4tze in den Wochenend-Schichten.<\/p>\n<p>Ob das Projekt nach seinem offiziellen Ende am 31. Dezember fortgef\u00fchrt werden kann, ist ungewiss. Bisher wird es aus Mitteln des Europ\u00e4ischen Sozialfonds, der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Niedersachsen, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Klinikums Oldenburg finanziert. Bei einer Verstetigung m\u00fcssten die Krankenkassen einspringen, sagte Scherbeitz. \u00abDie sagen: Das ist neu, warum sollen wir das bezahlen?\u00bb Dabei k\u00f6nne es durchaus sinnvoll sein, das Projekt noch auszudehnen, um auch an Werktagen den haus\u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst zu entlasten.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Delmenhorst (epd). Der Einsatz von Telemedizin zur Entlastung von Haus\u00e4rzten im Bereitschaftsdienst hat sich laut einer Bilanz zur Halbzeit eines Modellprojektes im nieders\u00e4chsischen Umland von Bremen bew\u00e4hrt. Es gebe in der Bev\u00f6lkerung nur positive Reaktionen, sagte am Freitag Helmut Scherbeitz von der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung in der Region. 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