{"id":12549,"date":"2019-07-26T11:37:00","date_gmt":"2019-07-26T09:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nach-dem-kirchenbrand-in-golzwarden\/"},"modified":"2019-07-26T11:37:00","modified_gmt":"2019-07-26T09:37:00","slug":"nach-dem-kirchenbrand-in-golzwarden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nach-dem-kirchenbrand-in-golzwarden\/","title":{"rendered":"Nach dem Kirchenbrand in Golzwarden"},"content":{"rendered":"<p>Alles ist anders, ein gro\u00dfes Ger\u00fcst umschlie\u00dft komplett die evangelische St.-Bartholom\u00e4us-Kirche in Golzwarden. In der sp\u00e4tromanischen Saalkirche aus dem 13. Jahrhundert hat das Feuer Anfang Juli erhebliche Spuren hinterlassen. Der Anblick ist kaum auszuhalten. Ru\u00df und Brandgeruch begleiten das d\u00fcstere Bild in der mittelalterlichen Backsteinkirche. Im Kirchenschiff dr\u00e4ngt sich ein gro\u00dfes Ger\u00fcst durch die H\u00e4lfte des Innenraums und im Altarraum ein weiteres bis hoch ins abgebrannte Dach. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Am 4. Juli waren kurz nach 15 Uhr erste Rauchschwaden aus dem h\u00f6lzernen Dachstuhl der St.-Bartholom\u00e4us-Kirche aufgestiegen. Dach und Altarraum wurden bei dem Brand erheblich besch\u00e4digt. Nach Angaben der Polizei hat ein Brandsachverst\u00e4ndiger Indizien gefunden, die auf eine m\u00f6gliche Brandstiftung schlie\u00dfen lassen. Der Schaden liegt aufgrund des historischen Wertes der Kirche laut Experten bei mindestens 500.000 Euro.<br \/>&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/>Auch wenn sie schon mehrfach den verbrannten Schaden besichtigt haben, k\u00f6nnen Pfarrer Christian Egts und Angelika R\u00f6ben, stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Brake an der Weser, den Anblick kaum ertragen. \u201eWir sind alle immer noch fassungslos. Diese Kirche ist ein gro\u00dfes Kulturdenkmal\u201c, sagt Pfarrer Egts. \u201eDie Menschen im gesamten Stadtgebiet und weit \u00fcber die Gemeinde hinaus sind ersch\u00fcttert. Sehr froh sind wir \u00fcber zahlreiche Hilfeangebote.\u201c Angelika R\u00f6ben lobt die Unterst\u00fctzung der Versicherungen, der Sachverst\u00e4ndigen und der Fachleute der Bauabteilung im Oberkirchenrat. Die Stadt Brake habe spontan ein Spendenkonto eingerichtet. <br \/>&nbsp; &nbsp;<br \/>Ein gro\u00dfes Ger\u00fcst umschlie\u00dft derzeit komplett die alte Kirche. Weitere Ger\u00fcste stehen im Innenraum, im Altarbereich hoch bis unter das abgebrannte Dach. \u201eAktuell stehen Aufr\u00e4umarbeiten an, besonders wichtig sind auch die Sicherung und Abdichtung des Daches\u201c, berichtet Angelika R\u00f6ben. F\u00fcr die gesamte Inneneinrichtung, die ausgelagert werden muss, wird noch eine entsprechende Halle gesucht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gottesdienste und Seelsorge stehen die Christuskirche Brake-Nord als n\u00e4chstgelegene Kirche sowie zwei weitere Kirchen zur Verf\u00fcgung. \u201eDie Kirchengemeinde Brake an der Weser umfasst die vier Pfarrbezirke Golzwarden, Brake-Nord, Stadtkirche und Hammelwarden\u201c, so Pfarrer Egts. &nbsp;<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Gedenkveranstaltung zum 300-Jahrfeier <\/span><br \/>Pfarrer Christian Egts zeigt auf die um 1700 entstandene Orgelempore und die darunter liegenden Gem\u00e4lde. Das Bildprogramm mit etlichen musikalischen Themen sei auf Anregungen Arp Schnitgers entstanden. &nbsp;<br \/>\n&nbsp;&nbsp; <br \/>Die sp\u00e4tromanische Saalkirche aus Backstein wurde im 13. Jahrhundert auf einer Wurt in der Wesermarsch erbaut und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert. Orgelbauer Schnitger (1648-1719) hatte f\u00fcr seine Taufkirche die urspr\u00fcngliche Orgel gebaut. Nach Umbauarbeiten ist heute noch der Prospekt von 1698 erhalten. Dahinter stehen moderne Pfeifen. Der urspr\u00fcnglich romanische Taufstein wurde im Jahr 1633 von Ludwig M\u00fcnstermann umgearbeitet. In dem Taufbecken wurde der Orgelbauer Arp Schnitger am 9. Juli 1648 getauft. <br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/>Zudem soll sich in der evangelischen Kirche das erste bekannte Portr\u00e4tbild des Orgelbauers befinden. Experten wollen vor einigen Jahren sein Konterfei auf einer Bildtafel aus dem Jahr 1700 oder 1701 am Orgelbalkon entdeckt haben.<br \/>\n<br \/>Geplant war anl\u00e4sslich des 300. Todestages des Orgelbaumeisters Arp Schnitger ein Festakt, den die Arp-Schnitger-Gesellschaft nach dem Brand kurzfristig absagen musste. Die Gedenkveranstaltung werde in einer anderen Kirche stattfinden, so Pfarrer Egts.&nbsp; Weiterhin k\u00fcndigt er an, dass am 16. August auf dem Platz vor der Golzwarder Kirche ein Benefizkonzert mit dem BSW-Orchester stattfinden soll.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von B\u00e4rbel Romey.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles ist anders, ein gro\u00dfes Ger\u00fcst umschlie\u00dft komplett die evangelische St.-Bartholom\u00e4us-Kirche in Golzwarden. In der sp\u00e4tromanischen Saalkirche aus dem 13. Jahrhundert hat das Feuer Anfang Juli erhebliche Spuren hinterlassen. Der Anblick ist kaum auszuhalten. Ru\u00df und Brandgeruch begleiten das d\u00fcstere Bild in der mittelalterlichen Backsteinkirche. Im Kirchenschiff dr\u00e4ngt sich ein gro\u00dfes Ger\u00fcst durch die H\u00e4lfte des Innenraums und im Altarraum ein weiteres bis hoch ins abgebrannte Dach. &nbsp; &nbsp;Am 4. Juli waren kurz nach 15 Uhr erste Rauchschwaden aus dem h\u00f6lzernen Dachstuhl der St.-Bartholom\u00e4us-Kirche aufgestiegen. 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