{"id":12784,"date":"2019-08-19T12:23:04","date_gmt":"2019-08-19T10:23:04","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/und-wenn-niemand-schuld-waere\/"},"modified":"2019-08-19T12:23:04","modified_gmt":"2019-08-19T10:23:04","slug":"und-wenn-niemand-schuld-waere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/und-wenn-niemand-schuld-waere\/","title":{"rendered":"\u201eUnd wenn niemand schuld w\u00e4re &#8230; ?&quot;"},"content":{"rendered":"<p>Schuldkonzepte h\u00e4tten bei Krisen den Sinn, um Menschen zu stabilisieren. Mit diesen Worten stimmte der Referent Jan M\u00f6llers, Kulturanthropologe, Bestatter und Trauerbegleiter aus Berlin, auf der 11. Oldenburger Hospiztagung die \u00fcber 30 Teilnehmenden ein. Die Tagung fand vom 16. bis 18. August unter Leitung von Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak im Ev. Bildungshaus Rastede zum Thema \u201eSchuld und Vergebung im Prozess der Trauer\u201c statt.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> M\u00f6llers f\u00fchrte mit einem Vortrag auf der Grundlage von Chris Pauls Ansatz, welchen sie in ihrem Buch \u201eSchuld.Macht.Sinn\u201c dargelegt hat, in die Schuldthematik ein. Schuldkonstrukte haben f\u00fcr diejenigen, die sie bauen, einen Sinn. \u201eSie sind wichtig, weil sie unsere Werte und Normen in dieser Welt aufrechterhalten oder weil sie uns vor gr\u00f6\u00dferer Not bewahren und Bed\u00fcrfnisse, die durch Tod und Verlust nicht mehr befriedigt werden k\u00f6nnen, auf ihre Art beantworten\u201c, erl\u00e4uterte er den interessierten Teilnehmenden.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Am Samstag gab es f\u00fcnf Workshops f\u00fcr die Ehrenamtlichen. In einem Workshop von Jan M\u00f6llers ging es darum, Schuldvorw\u00fcrfe nicht als \u201eSt\u00f6rfaktoren&#8221; zu missachten, sondern konstruktiv zu verstehen und zu begleiten, &#8211; geleitet von der Frage: was braucht dieser Mensch an Unterst\u00fctzung und Begleitung in seinem Trauerprozess?<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Pastorin Theka R\u00f6hrs, die als Seelsorgerin in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in Bremen t\u00e4tig ist, und Traumatherapeutin Dorothea Breger boten zum Umgang mit Schuldgedanken in der Trauer ebenfalls einen gut besuchten Workshop an.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> \u201eDiese Hospiztagung ist wie eine Tankstelle, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich und f\u00fcr meine Arbeit\u201c, stellte eine begeisterte Ehrenamtliche in der Hospizarbeit fest. Kreative Zug\u00e4nge zum Thema zeigten am Nachmittag der Kunstp\u00e4dagoge Karl\u00adUlrich Spie\u00df und der Referent f\u00fcr Kulturelle Bildung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg und Theaterp\u00e4dagoge Uwe Fischer. Dar\u00fcber hinaus konnten sich die Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit durch einen Bibliolog und einen von Pfarrerin Rambusch-Nowak durgef\u00fchrten Pilgerweg dem Thema Schuld und Trauer ann\u00e4hern. Den Samstagabend rundete ein gelungener Auftritt von Norbert Stieglitz als Clown \u201eMagic Alfredo&#8221; ab.<br \/> &nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/> \u201eTrauerbegleitung und Hospizarbeit geh\u00f6ren zu den wesentlichen kirchlichen Aufgaben. Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg unterst\u00fctzt diese wichtige Arbeit durch die enge Kooperation des Referats Seelsorge mit dem Ev. Bildungshaus Rastede&#8221;, so Leiterin Martina Rambsuch-Nowak.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schuldkonzepte h\u00e4tten bei Krisen den Sinn, um Menschen zu stabilisieren. Mit diesen Worten stimmte der Referent Jan M\u00f6llers, Kulturanthropologe, Bestatter und Trauerbegleiter aus Berlin, auf der 11. 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