{"id":12890,"date":"2019-09-15T10:55:00","date_gmt":"2019-09-15T08:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/deutschland-will-italien-ein-viertel-der-bootsfluechtlinge-abnehmen\/"},"modified":"2019-09-15T10:55:00","modified_gmt":"2019-09-15T08:55:00","slug":"deutschland-will-italien-ein-viertel-der-bootsfluechtlinge-abnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/deutschland-will-italien-ein-viertel-der-bootsfluechtlinge-abnehmen\/","title":{"rendered":"Deutschland will Italien ein Viertel der Bootsfl\u00fcchtlinge abnehmen"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Hannover (epd). Die Bundesregierung will k\u00fcnftig jeden vierten Fl\u00fcchtling aufnehmen, der nach einer Seenotrettung in Italien an Land gegangen ist. \u00abWenn alles bleibt wie besprochen, k\u00f6nnen wir 25 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen \u00fcbernehmen, die vor Italien auftauchen\u00bb, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der \u00abS\u00fcddeutschen Zeitung\u00bb (Sonnabend). \u00abDas wird unsere Migrationspolitik nicht \u00fcberfordern.\u00bb Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und die Fl\u00fcchtlingsorganisation Pro Asyl begr\u00fc\u00dften die Zusage Seehofers.<\/p>\n<p>Seehofer erkl\u00e4rte, eine urspr\u00fcnglich von ihm angestrebte Regelung, wonach Fl\u00fcchtlinge zun\u00e4chst zu Ausschiffungsplattformen in Nordafrika gebracht werden sollten, um dort ihr Asylverfahren abzuwickeln, sei vorerst vom Tisch. \u00abDazu braucht es ein bis zwei L\u00e4nder in Nordafrika, die das bef\u00fcrworten. Die gibt es nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Frankreich, Deutschland, Italien und Malta wollen sich beim Treffen der EU-Innenminister am 23. September in Malta auf eine vorl\u00e4ufige Quotenregelung zur Verteilung von Fl\u00fcchtlingen in Europa einigen. Im Oktober soll der Vorschlag dem Europ\u00e4ischen Rat vorgelegt werden. \u00abDie Erwartung ist, dass weitere Staaten sich anschlie\u00dfen\u00bb, sagte Seehofer.<\/p>\n<p>Nach den Worten von Bedford-Strom kommt nun Bewegung in die Schaffung eines europ\u00e4ischen Verteilmechanismus f\u00fcr gerettete Fl\u00fcchtlinge. Die Ank\u00fcndigung Seehofers sei \u00abein gro\u00dfer Fortschritt und m\u00fcsste die anderen europ\u00e4ischen L\u00e4nder in einer &#8216;Koalition der Willigen&#8217; nun auf jeden Fall dazu bringen, \u00c4hnliches zuzusagen\u00bb, schrieb der Ratsvorsitzende auf seiner Facebook-Seite.<\/p>\n<p>Pro-Asyl-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer G\u00fcnter Burkhardt sagte dem \u00abRedaktionsNetzwerk Deutschland\u00bb, es sei gut, dass Deutschland die Bereitschaft zeige, \u00abgro\u00dfz\u00fcgig nach vorne zu gehen\u00bb. Jeder Gerettete sei \u00abein Impuls gegen die knallharte Politik, die der italienische Innenminister Matteo Salvini durchgezogen hat\u00bb. Der geplante Verteilmechanismus d\u00fcrfe aber nicht nur f\u00fcr die aus Seenot geretteten Fl\u00fcchtlinge gelten, sondern auch f\u00fcr die, die es in maroden Booten auf eigene Faust nach Europa geschafft h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Innenminister Seehofer unterstrich, auch mit der geplanten Regelung bleibe die Zahl Gefl\u00fcchteter \u00fcberschaubar, die zus\u00e4tzlich nach Deutschland kommen k\u00f6nnten. Die Bundesregierung habe auch bisher schon rund ein Viertel der Geretteten aus Italien \u00fcbernommen: \u00abAn diesem Schl\u00fcssel \u00e4ndert sich nichts.\u00bb<\/p>\n<p>Es sei aber h\u00f6chste Zeit, sich von dem \u00abqu\u00e4lenden Prozedere\u00bb zu verabschieden, bei dem in den vergangenen Jahren bei jedem einlaufenden Rettungsschiff Fl\u00fcchtlinge einzeln \u00fcber Europa verteilt werden mussten, erkl\u00e4rte Seehofer.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Hannover (epd). 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