{"id":13086,"date":"2019-10-30T08:59:00","date_gmt":"2019-10-30T07:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersachsen-will-werte-und-normen-an-grundschulen-einfuehren-evangelische-kirchen-begruessen-die-entscheidung\/"},"modified":"2019-10-30T08:59:00","modified_gmt":"2019-10-30T07:59:00","slug":"niedersachsen-will-werte-und-normen-an-grundschulen-einfuehren-evangelische-kirchen-begruessen-die-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersachsen-will-werte-und-normen-an-grundschulen-einfuehren-evangelische-kirchen-begruessen-die-entscheidung\/","title":{"rendered":"Niedersachsen will \u00abWerte und Normen\u00bb an Grundschulen einf\u00fchren &#8211; Evangelische Kirchen begr\u00fc\u00dfen die Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die rot-schwarze Landesregierung in Niedersachsen will k\u00fcnftig das Fach \u00abWerte und Normen\u00bb auch in Grundschulen als ordentliches Unterrichtsfach anbieten. Die Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht solle schrittweise bis zum Schuljahr 2025\/26 im Primarbereich eingef\u00fchrt werden, teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Die besondere Stellung des grundgesetzlich verankerten Religionsunterricht bleibe davon unber\u00fchrt, betonte Minister Grant Hendrik Tonne (SPD). Die Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen begr\u00fc\u00dfte die Entscheidung.<\/p>\n<p>Sie d\u00fcrfe jedoch nicht zulasten des Religionsunterrichtes gehen, sagte die f\u00fcr Bildungsfragen zust\u00e4ndige Oberlandeskirchenr\u00e4tin, Kerstin G\u00e4fgen-Track, dem epd: \u00abEs gibt eben auch Eltern, die sich eine ethische Erziehung ihres Kindes auf nichtreligi\u00f6ser Grundlage w\u00fcnschen.\u00bb Diese Entwicklung bedeute nicht den Anfang vom Ende des Religionsunterrichts. Es werde im Gegenteil deutlich, dass ethische Bildung f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unverzichtbar sei.<\/p>\n<p>Auch Tonne sagte, dass die religi\u00f6s-konfessionelle Bindung abnehme und rund zehn Prozent der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an Grundschulen an keinem Religionsunterricht teiln\u00e4hmen. Mit dem Fach \u00abWerte und Normen\u00bb wolle das Land \u00abUnterricht statt Betreuung anbieten\u00bb. Das sei auch eine Frage der Gleichbehandlung. An weiterf\u00fchrenden Schulen in Niedersachsen existiert bereits seit 1974 ein Pflichtunterricht f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die nicht den Religionsunterricht besuchten.<\/p>\n<p>G\u00e4fgen-Track sagte, es sei wichtig, dass die gleichberechtigte Stellung der F\u00e4cher an den Schulen auch deutlich werde. Die Kirchen strebten eine gute Kooperation an. Der Staat m\u00fcsse auch weiterhin zu seiner Verantwortung f\u00fcr den Religionsunterricht stehen und ihn f\u00f6rdern. Ausbildungskapazit\u00e4ten, Stunden oder finanzielle Ressourcen f\u00fcr den konfessionellen Religionsunterricht d\u00fcrften nicht gek\u00fcrzt werden: \u00abEs ist nicht ins Belieben von Schulleitungen oder Schulvorst\u00e4nden gestellt, ob und in welchem Umfang konfessioneller Religionsunterricht erteilt wird.\u00bb<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen wollten die katholischen Bist\u00fcmer und die evangelischen Kirchen in Niedersachsen den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, wie er bereits an einigen Schulen erteilt werde, weiter ausbauen, sagte G\u00e4fgen-Track. Das spare Ressourcen in Zeiten gro\u00dfer Vielfalt, in denen Angebote wie Werte und Normen sowie der islamische Religionsunterricht ausgebaut w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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