{"id":13119,"date":"2019-11-10T15:18:07","date_gmt":"2019-11-10T14:18:07","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gespraeche-in-sechs-entwicklungsraeumen\/"},"modified":"2019-11-10T15:18:07","modified_gmt":"2019-11-10T14:18:07","slug":"gespraeche-in-sechs-entwicklungsraeumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gespraeche-in-sechs-entwicklungsraeumen\/","title":{"rendered":"Gespr\u00e4che in sechs Entwicklungsr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p>Die Kreissynode am Freitag, 8. November, in der Kirchengemeinde Stuhr begann mit einer Andacht in der St. Pankratius-Kirche. Pfarrer Ralf Frerichs stellte die Lyrik des Agnostikers Philip Larkin in den Mittelpunkt seiner Gedanken. Dessen Werk \u201eChurch going\u201c (Kirchgang) von 1955 liefert noch heute bedenkenswerte Impulse \u00fcber die Wirkung eines Kirchgangs aus distanziert kritischem Abstand, wie es heute in vielfacher Form wieder Alltag ist.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> Die Delegierten und G\u00e4ste wurden zur Sitzung im Gemeindehaus vom Vorsitzenden der Kreissynode Dr. Detlev Lauh\u00f6fer begr\u00fc\u00dft. Die politischen Gemeinden waren durch die stellvertretende B\u00fcrgermeisterin von Stuhr, Sigrid Rother, und durch den B\u00fcrgermeister der Stadt Delmenhorst, Pfr. i.R. Dr. Enno Konukiewitz, vertreten. Frau Rother betonte die gute Gemeinschaft der Kommune mit den Religionsgemeinschaften, die durch regelm\u00e4\u00dfige Sitzungen einer Arbeitsgemeinschaft Gestalt gew\u00f6nnen. Dr. Konukiewitz schloss sich dieser Ansicht an und verwies auf die Zwei-Reiche-Lehre Luthers und die Betrachtungen Karl Barths nach dem Zweiten Weltkrieg zum Verh\u00e4ltnis von Christen- und B\u00fcrgergemeinde. Indem er auf das intensive gemeinsame Vorgehen von Stadt und Kirchengemeinden hinsichtlich der Nachbarschaftsb\u00fcros, der Familienbildungsst\u00e4tte und der Grafengruft verwies, sah er in dem gemeinsamen Vorgehen eine St\u00e4rkung der demokratischen Stadtgesellschaft. Hier werde so manch Segensreiches auf den Weg gebracht, was in der \u00d6ffentlichkeit gro\u00dfen Anklang finde. Dr. Konukiewitz unterstrich im Kontext des Gedenktages zur Pogromnacht die guten Beziehungen zur j\u00fcdischen Gemeinde Delmenhorst: \u201eWir sind sehr dankbar, dass wir sie haben!\u201c. Dr. Detlev Lauh\u00f6fer dankte im Namen der Synode dem langj\u00e4hrigen Vorsitzenden der MAV, Hartwig Kuschmierz, f\u00fcr seine konstruktive Begleitung in vielen Jahren. Er trete nun seinen wohlverdienten Ruhestand an und war das letzte Mal dabei. Ebenso gilt das f\u00fcr Pfarrerin Christiane Geerken-Thomas, die zur Kreispfarrerin des Kirchenkreises Wesermarsch gew\u00e4hlt wurde und somit auch ihre Kirchenkreisbeauftragung als Kreisjugendpfarrerin abgibt.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Mit seinem Bericht blickte der Kreispfarrer Bertram Althausen auf die Zeit seit der letzten Synode zur\u00fcck und zeigte an drei Beispielen Wege in die Zukunft des Kirchenkreises auf. Zuvor sprach er die intensiven Beratungen des Kirchenkreises bez\u00fcglich der Familienbildungsst\u00e4tte, des Diakonischen Werkes und der Diakoniestationen an sowie deren Zukunftsentwicklung, letztere unter neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen. Es gehe um eine zukunftsf\u00e4hige Finanzierung der Arbeitsbereiche und Konzepte. Zu den neuen Entwicklungen im Kirchenkreis: Es werde eine neue Partnerschaft mit einem Kirchenkreis in Ghana entwickelt. Der Kreispfarrer war mit einer kleinen Delegation vor Ort und es wurde dieses Projekt angeregt. Bei der letzten Kollektensammlung im Kirchenkreis sind 2.637 Euro f\u00fcr Projekte in Ghana zusammengekommen, damit konnten sieben Grundschulen mit jeweils einer kompletten Schulb\u00fccherei ausgestattet werden.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Zweitens berichtete der Kreispfarrer von den Gespr\u00e4chen in den sechs Entwicklungsr\u00e4umen des Kirchenkreises. Wie berichtet, werden die Pfarrstellen von derzeit 37 Pfarrstellen auf 29,5 im Jahre 2030 gek\u00fcrzt werden. Dazu haben sich regionale Entwicklungsr\u00e4ume gebildet, in denen zuk\u00fcnftige Kooperationen und Schwerpunktsetzungen in den Gemeinden diskutiert werden. Es gab z.B. einen Aufbruchstag in Stuhr f\u00fcr den Entwicklungsraum Delmenhorst\/Stuhr-Varrel, der seinem Namen geistlich und mit fr\u00f6hlicher Stimmung vollkommen entsprach. Letztlich werden mittlerweile dreiviertel aller Kirchengemeinden, die einen Kindergarten in ihrer Tr\u00e4gerschaft haben, einen \u201eKiTa-Verbund DOLL\u201c bilden, also eine KiTa-Tr\u00e4gerarbeitsgemeinschaft. Hierf\u00fcr werden die Rahmenbedingungen mit einem externen Berater erarbeitet und entsprechende Weichen gestellt. Zum Schluss begr\u00fc\u00dfte Bertram Althausen noch die drei neu eingestellten Kreisjugenddiakone Nina M\u00e4dler und Ralf Pahling (beide DEL\/Stuhr) sowie Larissa Ney (Sandkrug\/Kirchhatten).&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Bei den Wahlen der Delegierten des Kirchenkreises DOLL f\u00fcr die 49. Synode der Ev.Luth. Kirche in Oldenburg wurden die Ehrenamtlichen Dr. Stefan Depta, Klaus Flaake, Petra Holzapfel-Sperling, Wolfgang K\u00f6ppen, Bj\u00f6rn Kraemer, Patrick de La Lanne, Thorsten Schmidtke sowie Helge Treiber gew\u00e4hlt. Aus der Pfarrerschaft wurden Kreispfarrer Bertram Althausen, Pfarrerin Susanne Bruns, Pfarrerin Beatrix Konukiewitz sowie Pfarrer Thomas Meyer gew\u00e4hlt. Zu allen Delegierten wurden auch entsprechende Vertreter gew\u00e4hlt. Der Kreispfarrer betonte, man habe sich im Vorfeld sehr bem\u00fcht, den Anteil der Frauen unter den ehrenamtlichen Kandidatinnen zu erh\u00f6hen, aber ohne Erfolg.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Saskia Kamp betonte in ihrem Bericht \u00fcber die Arbeit des Diakonischen Werkes DOLL die Arbeit in den Nachbarschaftsb\u00fcros. Angesichts der aktuellen negativen Presse \u00fcber Zust\u00e4nde im Stadtteil D\u00fcsternort durch unseri\u00f6se Hausbesitzer komme den Nachbarschaftsb\u00fcros noch eine bedeutendere Rolle zu als bisher. Der neue Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Diakoniesozialstationen Michael Gro\u00df stelle sich der Synode vor.&nbsp;<br \/> Eine \u00c4nderung und Anpassung der Satzung der Familienbildungsst\u00e4tte an die heutigen Gegebenheiten wurde von der Synode beschlossen. Ebenso der Haushaltsplan des Kirchenkreises f\u00fcr das Jahr 2020, der Einnahmen und Ausgaben in H\u00f6he von 1.355.315,00 Euro vorsieht.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Zum Abschluss der Synode warb Kreispfarrer Bertram Althausen um Mitwirkung des Kirchenkreises bei dem EKD Projekt eines Kirchenschiffes im Mittelmeer, das von allen EKD Gliedkirchen, \u00c4rzte ohne Grenzen sowie \u201eSeawatch\u201c getragen wird. Mit diesem diakonischen Projekt solle auch ein politisches Zeichen der Solidarit\u00e4t mit Fl\u00fcchtlingen gesetzt werden. Mit einem Segenslied schloss die Tagung ab.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Thomas Meyer<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kreissynode am Freitag, 8. November, in der Kirchengemeinde Stuhr begann mit einer Andacht in der St. Pankratius-Kirche. Pfarrer Ralf Frerichs stellte die Lyrik des Agnostikers Philip Larkin in den Mittelpunkt seiner Gedanken. Dessen Werk \u201eChurch going\u201c (Kirchgang) von 1955 liefert noch heute bedenkenswerte Impulse \u00fcber die Wirkung eines Kirchgangs aus distanziert kritischem Abstand, wie es heute in vielfacher Form wieder Alltag ist.&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Die Delegierten und G\u00e4ste wurden zur Sitzung im Gemeindehaus vom Vorsitzenden der Kreissynode Dr. Detlev Lauh\u00f6fer begr\u00fc\u00dft. 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