{"id":1315,"date":"2015-03-22T11:26:00","date_gmt":"2015-03-22T10:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/gott-liebt-vielfalt\/"},"modified":"2015-03-22T11:26:00","modified_gmt":"2015-03-22T10:26:00","slug":"gott-liebt-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gott-liebt-vielfalt\/","title":{"rendered":"\u201eGott liebt Vielfalt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Ziel: Gemeinsam ein klares und starkes Zeichen f\u00fcr das friedliche Zusammenleben aller Menschen zu setzen, gleich welcher Herkunft, Religion oder Konfession. Dazu sind am Samstag, 21. M\u00e4rz, in Oldenburg zwischen 1.000 und 1.500 Menschen zusammengekommen. <\/p>\n<p>Die Demonstration gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Fl\u00fcchtlingshetze stand unter der Schirmherrschaft von Oberb\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Krogmann. Ein breites B\u00fcndnis von rund 60 Unterst\u00fctzern aus Parteien, Gewerkschaften, Institutionen, Kirchen, Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen aus Oldenburg und Umgebung hatte dazu aufgerufen.<br \/>\n <br \/>\u201eWir setzen hier heute ein Zeichen \u2013 ein Zeichen der Hoffnung f\u00fcr einen gemeinsamen Traum, eine gemeinsame Sehnsucht nach einer Stadt, einer Welt, in der Menschen friedlich miteinander leben k\u00f6nnen, glauben und beten k\u00f6nnen in ihrer Sprache und Religion, ihren Lebenstraum leben k\u00f6nnen, gerecht und als Menschen mit ihrer Identit\u00e4t\u201c, sagte Oberkirchenr\u00e4tin Annette-Christine Lenk bei der Kundgebung. <\/p>\n<p>\u201eMachen Sie sich mit mir die M\u00fche, im Anderen das Wunderbare zu entdecken\u201c, forderte sie die Zuh\u00f6rer auf. \u201eAls Christin bekenne ich: Jeder Mensch ist ein Kind Gottes. Wer sich selbst als Kind Gottes versteht, wird auch sein Gegen\u00fcber als Kind Gottes sehen k\u00f6nnen. Kirche und Diakonie treten entschieden f\u00fcr den Respekt vor dem Gegen\u00fcber mit seiner jeweils eigenen Identit\u00e4t ein. Es ist mir sehr wichtig, heute hier zu sein\u201c, betonte Lenk, \u201eals Vertreterin der Kirche und als Christin, um hier Gesicht zu zeigen.<br \/>\n<br \/>Heinz B\u00fchrmann, Oldenburger Kreisvorsitzender von der veranstaltenden Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), begr\u00fc\u00dfte die Teilnehmenden bei der Kundgebung auf dem Schlossplatz. \u201eHeute ist der Internationale Tag gegen Rassismus \u2013 aber es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir diesen Tag irgendwann nicht mehr br\u00e4uchten.\u201c <\/p>\n<p>Doch das Problem Rassismus sei nicht von heute auf morgen zu l\u00f6sen. \u201eWie viel entgeht uns durch unsere Vorurteile?\u201c, gab er zu bedenken und rief zu \u201emehr Mitmenschlichkeit\u201c auf.<br \/>\n<br \/>\u201eIch m\u00f6chte mich an Ihr Herz wenden\u201c, sagte Cyrille Lobe Ndoumbe vom Oldenburger Verein Integration e.V.: \u201eRassismus f\u00fchrt zu Isolation und Frustration. Diese Isolation k\u00f6nnen wir nur gemeinsam durchbrechen.\u201c Janek Roisch von der GEW-Hochschulgruppe sprach danach den \u201eganz allt\u00e4glichen Rassismus\u201c an, etwa wenn Menschen nicht vom T\u00fcrsteher in die Disco eingelassen werden oder wenn Hakenkreuzschmierereien in der Stadt auftauchten. \u201eEs kostet Mut, laut zu werden gegen Diskriminierung. Aber da, wo es schwer wird, zeigt sich, wie ernst es uns ist mit der Solidarit\u00e4t.\u201c <\/p>\n<p>Eileen B\u00f6rner von Amnesty International erinnerte an den Ursprung des Internationalen Tages gegen Rassismus, der auf das Massaker von Sharpeville in S\u00fcdafrika zur\u00fcckgeht. Am 21. M\u00e4rz 1960 wurde dort eine friedliche Demonstration in Reaktion auf ein Gesetz \u00fcber die Apartheid blutig niedergeschlagen. 69 Menschen starben. Daraufhin erkl\u00e4rten die Vereinten Nationen 1966 den 21. M\u00e4rz zum \u201eInternationalen Tag zur \u00dcberwindung von Rassendiskriminierung\u201c.<br \/>\n<br \/>Im Demonstrationszug vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Schlossplatz und bei der anschlie\u00dfenden Kundgebung waren viele bunte Plakate zu sehen: Die Aufschriften reichten von \u201eFl\u00fcchtlinge sch\u00fctzen \u2013 Rassismus stoppen\u201c \u00fcber \u201ePeace, Freedom and Love for Everybody in the World\u201c (Frieden und Liebe f\u00fcr jeden auf der Welt) bis hin zu schlicht \u201eLiebe\u201c. <\/p>\n<p>\u201eGott liebt Vielfalt\u201c stand auf dem Schild von Anja Kramer, Pastorin der Martin-Luther-Kirche in Oldenburg, die mit ihrer Familie und Gemeindemitgliedern gekommen war. \u201eSeit Pegida wird es immer wichtiger, deutlich zu machen, dass der Islam zu Deutschland geh\u00f6rt\u201c, sagte sie. \u201eDie Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Ich bin froh, dass wir diese Verfassung haben, die das hier erm\u00f6glicht, und zwar f\u00fcr alle Religionen.\u201c<br \/>\n<br \/>Am 21. Februar hatte in Oldenburg schon eine Gro\u00dfdemonstration mit rund 2.300 Teilnehmenden gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit, auch als Reaktion auf die \u201ePegida\u201c-Bewegung, stattgefunden. Am Montag, 16. M\u00e4rz, hatten mehr als 500 Menschen gegen eine erste Versammlung der \u201eOlgida\u201c ein Zeichen gesetzt (\u201eOlgida\u201c steht f\u00fcr \u201eOldenburg gegen die Islamisierung des Abendlandes\u201c, angelehnt an die \u201ePegida\u201c-Demonstrationen in Dresden).<\/p>\n<p><i>Ein Beitrag von Antje Wilken.<\/i><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ziel: Gemeinsam ein klares und starkes Zeichen f\u00fcr das friedliche Zusammenleben aller Menschen zu setzen, gleich welcher Herkunft, Religion oder Konfession. Dazu sind am Samstag, 21. 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Ein breites B\u00fcndnis von rund 60 Unterst\u00fctzern aus Parteien, Gewerkschaften, Institutionen, Kirchen, Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Vereinen, Initiativen und Privatpersonen aus Oldenburg und Umgebung hatte dazu aufgerufen. \u201eWir setzen hier heute ein Zeichen \u2013 ein Zeichen der Hoffnung f\u00fcr einen gemeinsamen Traum, eine gemeinsame Sehnsucht nach einer Stadt, einer Welt, in der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[],"class_list":["post-1315","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1315"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1315\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}