{"id":13150,"date":"2019-11-15T07:46:12","date_gmt":"2019-11-15T06:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mensch-wo-bist-du\/"},"modified":"2019-11-15T07:46:12","modified_gmt":"2019-11-15T06:46:12","slug":"mensch-wo-bist-du","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mensch-wo-bist-du\/","title":{"rendered":"\u201eMensch &#8211; wo bist du?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Flensburger Uwe Appold leitete in einem Workshop an, die Sch\u00f6pfungsgeschichte umzusetzen, angelehnt an die Aussage des Hungertuchs, ein Kunstwerk, das er in diesem Jahr gestaltet hat. Der K\u00fcnstler hat mit Erde aus Jerusalem gearbeitet, die den goldenen Ring und das \u201egemeinsame Haus\u201c mit der offenen T\u00fcr tr\u00e4gt: Im Zentrum steht die Zusage Gottes, dass seine Liebe besonders die Ausgegrenzten mitten hinein holt. &nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> \u201eDas war sehr sch\u00f6n, und f\u00fcr mich besonders, dass ich diesen Workshop mit dem K\u00fcnstler des Hungertuchs anbieten konnte\u201c, sagte Kerstin Hochartz begeistert. \u201eHungert\u00fccher werden immer von internationalen K\u00fcnstler gefertigt, die man sonst \u00fcberhaupt nicht greifen oder kennenlernen kann, weil sie in der Welt verteilt sind. Als ich in der Ank\u00fcndigung von Misereor las, dass er zur Verf\u00fcgung steht, hatte er tats\u00e4chlich ein Fenster frei.\u201c&nbsp; F\u00fcr die Leiterin der Arbeitsstelle Religionsp\u00e4dagogik war es \u201esehr beeindruckend zu sehen, wie emotional und wunderbar es hier zugegangen ist.\u201c Uwe Appold habe als P\u00e4dagoge die Arbeiten super angeleitet und begleitet.&nbsp; &nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/> Der Kreativ-Workshop \u201eMensch &#8211; wo bist du?\u201c begeisterte die teilnehmenden Oldenburger Lehrerinnen aus dem Bereich Religionsp\u00e4dagogik, nicht weniger. Sie lie\u00dfen am vergangenen Montag und Dienstag, 11. und 12. November, in dem Atelier \u201eKonfetti\u201c in Brake, ihrer Fantasie und den Emotionen freien Lauf. Das Ergebnis, sechs gemalte und gestaltete Bilder, ist beeindruckend. &nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> Nach einer Einf\u00fchrung in Formen- und Farblehre, in Symbolik, Aufbau der Komposition des Fastentuches, begleitete Uwe Appold die Frauen bei ihren Arbeiten und gab viele Tipps. Er war ausgesprochen zufrieden: \u201eDiese Arbeit war sehr fruchtbar. Am ersten Tag ging es darum, sich dem Thema zu n\u00e4hern, wo stehe ich, was ist meine Position? Das war sehr pers\u00f6nlich, auch deshalb, weil die Frauen Erden mitgebracht hatten, die mit der eigenen Vita zu tun haben.\u201c &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Appold wei\u00df: \u201eWenn das mit hineinspielt, braucht es schon sehr viel Vertrauen, dass solche Arbeiten, wie wir sie hier sehen, entstehen sind, sehr tief g\u00e4ngig.\u201c Der K\u00fcnstler lobte die Lehrerinnen, die ja st\u00e4ndig nur auf auf andere ausgerichtet seien aber hier einmal etwas f\u00fcr sich selber machen konnten. Die Erkenntnisse daraus nahmen die Lehrkr\u00e4fte wiederum f\u00fcr ihren Alltag mit. &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>Tradition des Hungertuchs<\/strong><br \/> Uwe Appold ist Diplom-Designer, Bildhauer und Maler, geboren in Wilhelmshaven, lebt er in der N\u00e4he von Flensburg. An dem Hungertuch hat er halbes Jahr gearbeitet. Gro\u00dfformatige Nachbildungen seien inzwischen in fast allen katholischen Kirchen zu sehen. Alle zwei Jahre wird diese Aufgabe von Misereor an einen K\u00fcnstler vergeben. Das Bisch\u00f6fliche Hilfswerk Misereor e. V. ist eines der gr\u00f6\u00dften Hilfswerke der r\u00f6misch-katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Tradition des Hungertuchs, auch Fastentuchs, sei etwa 1000 Jahre alt. Traditionsgem\u00e4\u00df seien alle Bilder und Skulpturen mit T\u00fcchern angeh\u00e4ngt worden um sich auf dem Passionsgeschehen zuzuwenden. Dazu wurden Fastent\u00fccher hergestellt und sich ganz auf das Leben Jesu konzentriert.<br \/> &nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/> Durch die Reformation zum Stillstand gekommen, sei im Jahr 1976 die Aktion von Misereor wieder aufgenommen worden, alle zwei werde ein neues Fastentuch kreiert.<br \/> \u201eJahrzehnte kamen die K\u00fcnstler aus S\u00fcdamerika, Indien und anderen L\u00e4ndern, die wir lange als dritte Welt bezeichnet haben.\u201c Appold ist der zweite K\u00fcnstler aus Deutschland, der jetzt das Hungertuch f\u00fcr die Jahre 2019\/20 gestaltet hat. \u201eDaf\u00fcr kann man sich nicht bewerben\u201c, wei\u00df er, Misereor sei durch seine Arbeiten auf ihn aufmerksam geworden.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Als die Anfrage kam, habe er sich erinnert, 2015 mit gro\u00dfem Interesse die Enc\u00fcclika von Papst Franciskus gelesen zu habe, die auch als Umwelt-Cyklika bekannt wurde. \u201eDort spricht man von einem gemeinsamen Haus &#8211; eine unglaubliche Botschaft, die davon handelt, dass wir verpflichtet sind, die Menschen vom Rand der Gesellschaft in die Mitte zu holen. Ein tiefes christliches Anliegen, das ich voll unterst\u00fctze.\u201c&nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hungertuch mit Erde aus Jerusalem<\/strong><br \/> F\u00fcr das f\u00fcr das Motiv des Hungertuches, in der Gr\u00f6\u00dfe von 1,80 x 3 Meter,&nbsp; habe er unter anderem Erde aus dem Garten Gethsemane in Jerusalem verarbeitet. \u201eDas h\u00e4ngt damit zusammen, dass dieser Ort besonders ist.\u201c&nbsp; Es ginge darum, dass sich der Begriff Heimat vollkommen ver\u00e4ndert habe, eingebracht durch die merkw\u00fcrdigen Haltung bestimmter Politiker, res\u00fcmiert Appold. \u201eFanciskus spricht aber von&nbsp; Gastfreundschaft, den Gefl\u00fcchteten gegen\u00fcber und das ist das die Thematik im Fastentuch.\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Erde sei wichtig, weil damit die Verbindung von Mutterboden, Vaterland, zu Hause sein, zustande k\u00e4me und damit auch der Begriff Heimat. Gerne arbeite er daher mit Erden und mit Menschen. Eben so, wie mit dieser Gruppe. Gemeinsam mit Misereor seien 50 Workshops f\u00fcr die Jahre 2019 und 20 in Planung. \u201eUnd es geht darum, die Botschaft unter die teilnehmen Menschen aller Gruppen zu bringen.\u201c Gearbeitet habe Appold bisher mit Kinderg\u00e4rten, Demenzkranken, mit Senioren und Jugendlichen \u2013 die sich gegenseitig ihre Geschichten erz\u00e4hlen, um Respekt voreinander zu erfahren, denn alles sei voll mit Vorurteilen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Bei der Abschlussrunde besprachen die Teilnehmerinnen ihre gefertigten Bilder im Einzelnen mit dem Experten. Sprachen \u00fcber Bedeutung und tiefe Emotionen. Die Teilnehmerinnen nahmen ihre Arbeiten zufrieden mit nach Hause. Ab Februar 2020 werden die Bilder auf dem Flur der Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik ausgestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kerstin Hochartz war diese Lokation des Ateliers \u201eKonfetti\u201c der richtige Raum f\u00fcr diesen Workshop: \u201eDas wir diese R\u00e4umlichkeiten nutzen durften, war schon besonders.\u201c Sie leitet die Arbeitsstelle f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik (arp), eine Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, zust\u00e4ndig f\u00fcr Fortbildungen, Beratungen und Medien im Bereich Religionsunterricht.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <em>B\u00e4rbel Romey<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Flensburger Uwe Appold leitete in einem Workshop an, die Sch\u00f6pfungsgeschichte umzusetzen, angelehnt an die Aussage des Hungertuchs, ein Kunstwerk, das er in diesem Jahr gestaltet hat. 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