{"id":13180,"date":"2019-11-15T13:22:00","date_gmt":"2019-11-15T12:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hunderte-journalisten-unterschreiben-aufruf-gegen-geplante-npd-demo\/"},"modified":"2019-11-15T13:22:00","modified_gmt":"2019-11-15T12:22:00","slug":"hunderte-journalisten-unterschreiben-aufruf-gegen-geplante-npd-demo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hunderte-journalisten-unterschreiben-aufruf-gegen-geplante-npd-demo\/","title":{"rendered":"Hunderte Journalisten unterschreiben Aufruf gegen geplante NPD-Demo"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts zunehmender rechtsextremer Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten haben mehrere Hundert Medienschaffende einen Aufruf zum Schutz der Pressefreiheit unterschrieben. Anlass f\u00fcr den am Freitag unter anderem vom Deutschen Journalistenverband (DJV) verbreiteten Appell ist eine von der NPD f\u00fcr den 23. November angek\u00fcndigte Demonstration in Hannover gegen Journalisten und ihre kritische Berichterstattung.<\/p>\n<p>\u00abRechtsextreme hassen Menschen, die \u00fcber ihre Veranstaltungen, Vereine, Parteien und Straftaten berichten\u00bb, hei\u00dft es in dem Aufruf. Die betroffenen und von der NPD namentlich genannten Kollegen Julian Feldmann, David Janzen und Andr\u00e9 Aden arbeiteten seit mehr als zehn Jahren als freie Journalisten und seien, wie so viele, \u00abins Fadenkreuz der braunen Szene\u00bb geraten.<\/p>\n<p>\u00abDer Hass auf die Kollegen geht so weit, dass sie regelm\u00e4\u00dfig Morddrohungen erhalten\u00bb, hei\u00dft es in dem auch von Chefredakteuren gro\u00dfer Zeitungen unterzeichneten Aufruf. Ein f\u00fchrender Neonazi habe auf mehreren Veranstaltungen \u00fcber Julian Feldmann gesprochen und dabei einen Revolver erw\u00e4hnt, der schon bereit liege.<\/p>\n<p>Feldmann arbeitet unter anderem f\u00fcr das NDR-Fernsehmagazin \u00abPanorama\u00bb. Bekannt wurde er durch ein Interview, das er im November 2018 mit dem ehemaligen SS-Mann Karl M\u00fcnter aus Nordstemmen bei Hildesheim f\u00fchrte. M\u00fcnter, der inzwischen gestorben ist, hatte in dem Gespr\u00e4ch den Holocaust relativiert und die Opfer eines SS-Massakers in Frankreich verh\u00f6hnt. Janzen, der auch Sprecher des Braunschweiger \u00abB\u00fcndnisses gegen Rechts\u00bb ist, hatte in j\u00fcngster Zeit ebenfalls Morddrohungen erhalten<\/p>\n<p>Angriffe auf Journalisten und Eingriffe in deren Privatleben sind dem Appell zufolge mittlerweile keine Seltenheit mehr. Bei Veranstaltungen der rechten Szene w\u00fcrden Journalisten regelm\u00e4\u00dfig Opfer rechter Gewalt: \u00abDie NPD-Demonstration in Hannover ist der n\u00e4chste Schritt, um Kollegen das Leben zur H\u00f6lle zu machen.\u00bb Die Unterzeichner riefen dazu auf, sich an den Protesten gegen die \u00abpressefeindliche Demonstration\u00bb zu beteiligen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen im nieders\u00e4chsischen Landtag forderten am Freitag ein Verbot der NPD-Demonstration. \u00abEs ist unbegreiflich, warum die NPD und andere Nazis Journalisten mit dem Tode bedrohen und dann als Kr\u00f6nung eine Demonstration gegen die Bedrohten und die Pressefreiheit in Hannover machen d\u00fcrfen\u00bb, sagte die Abgeordnete Julia Willie Hamburg. Eine solche gezielte Bedrohung und Einsch\u00fcchterung d\u00fcrfe der Staat nicht dulden. \u00abHier muss die Polizei ebenso wie Staatsanwaltschaft umgehend t\u00e4tig werden.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts zunehmender rechtsextremer Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten haben mehrere Hundert Medienschaffende einen Aufruf zum Schutz der Pressefreiheit unterschrieben. Anlass f\u00fcr den am Freitag unter anderem vom Deutschen Journalistenverband (DJV) verbreiteten Appell ist eine von der NPD f\u00fcr den 23. November angek\u00fcndigte Demonstration in Hannover gegen Journalisten und ihre kritische Berichterstattung. \u00abRechtsextreme hassen Menschen, die \u00fcber ihre Veranstaltungen, Vereine, Parteien und Straftaten berichten\u00bb, hei\u00dft es in dem Aufruf. 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