{"id":1322,"date":"2015-03-17T16:42:00","date_gmt":"2015-03-17T15:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-palliativmediziner-fordert-mehr-mittel-fuer-die-versorgung-sterbenskranker\/"},"modified":"2015-03-17T16:42:00","modified_gmt":"2015-03-17T15:42:00","slug":"bremer-palliativmediziner-fordert-mehr-mittel-fuer-die-versorgung-sterbenskranker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-palliativmediziner-fordert-mehr-mittel-fuer-die-versorgung-sterbenskranker\/","title":{"rendered":"Bremer Palliativmediziner fordert mehr Mittel f\u00fcr die Versorgung Sterbenskranker"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Palliativmediziner Hans-Joachim Willenbrink fordert mehr Verst\u00e4ndnis und mehr Mittel f\u00fcr die Versorgung Sterbenskranker in Medizin, Pflege und Gesellschaft. Krankenh\u00e4user beispielsweise seien \u00abkein guter Ort zum Sterben\u00bb, sagte Willenbrink dem Evangelischen Pressedienst (epd). Willenbrink leitet einen zweit\u00e4gigen Kongress zur Palliativmedizin, der an diesem Freitag in Bremen beginnt und zu dem mehr als 600 Experten aus ganz Deutschland kommen wollen.<\/p>\n<p>Die Versorgung sterbenskranker Menschen sei zum Teil \u00abgrottenschlecht\u00bb, weil in Krankenh\u00e4usern und in Pflegeheimen qualifiziertes Personal und Geld fehle, kritisierte der Chefarzt der Bremer Klinik f\u00fcr Schmerztherapie und Palliativmedizin. Krankenh\u00e4user seien stattdessen dazu verdammt, Gewinnmaximierung zu betreiben. \u00abDas ist eine gesellschaftspolitische Frage: Wie viel wollen wir investieren in die Versorgung Schwerstkranker? K\u00f6nnen wir alles erm\u00f6glichen? Und vor allem: Unter welchen Bedingungen?\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDie deutsche Bev\u00f6lkerung muss endlich aufwachen und sich Gedanken machen, wie sie am Lebensende betreut werden will\u00bb, sagte Willenbrink, der auch von guten Ans\u00e4tzen im Krankenhaus berichtete. So werde im Bremer Klinikum Links der Weser eine palliativmedizinisch ausgebildete Liaison-Schwester eingesetzt, die bei Bedarf alle Stationen im Krankenhaus besucht und dort Patienten begleitet.<\/p>\n<p>\u00abAber klar ist: Es muss ein inneres Bed\u00fcrfnis aller Akteure sein, die Palliativmedizin in ihr Fachgebiet mit hineinzunehmen.\u00bb Und auch der Kostendruck im Krankenhaus erschwere den Einsatz. \u00abDa bleibt keine Zeit f\u00fcr einen Liaison-Dienst, der Geld kostet, f\u00fcr den Schwerstkranken aber ein unendlicher Gewinn ist. G\u00e4be es mehr Ressourcen, k\u00f6nnte auch sterbenskranken Menschen mit Suizid-Gedanken geholfen werden.\u00bb<\/p>\n<p>Zur Diskussion um eine gesetzliche Regelung des \u00e4rztlich assistierten Suizids sagte Willenbrink, es sei Sache des betreuenden Arztes, dem Patienten und dessen Angeh\u00f6rigen ein w\u00fcrdevolles Sterben zu gew\u00e4hrleisten: \u00abWir sollten es jedem Arzt selber \u00fcberlassen, ob er einen Menschen in dieser Art und Weise begleiten m\u00f6chte oder nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Unter einer palliativen Versorgung wird im engeren Sinn eine Schmerztherapie f\u00fcr schwerstkranke und sterbende Menschen verstanden, flankiert etwa durch eine psychosoziale oder auch seelsorgerische Begleitung. Ziel ist es, den Betroffenen ein Sterben in W\u00fcrde zu erm\u00f6glichen. Es geht also nicht mehr um eine Heilung wie bei der behandelnden (kurativen) Medizin. T\u00f6tung auf Verlangen und eine kommerzielle Sterbehilfe lehnen Vertreter der Palliativmedizin wie Willenbrink strikt ab.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">epd-Gespr\u00e4ch: Dieter Sell<br \/><\/span><br \/><span style=\"font-weight: bold\">Info: <br \/><\/span>9. Bremer Kongress f\u00fcr Palliativmedizin am 20. und 21. M\u00e4rz im Bremer Veranstaltungszentrum \u00abDie Glocke\u00bb. \u00d6ffentlicher Themenabend Palliativmedizin unter dem Titel \u00abTod ist leben\u00bb am Vorabend (19.<br \/>M\u00e4rz) ab 19 Uhr im Bremer Rathaus (Eintritt frei). \u00d6ffentliche Podiumsdiskussion w\u00e4hrend des Kongresses zu unterst\u00fctztem Suizid und Sterbehilfe auf Verlangen am 21. M\u00e4rz ab 13.30 Uhr im gro\u00dfen Glocke-Saal.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Internet:<\/span> www.palliativkongress-bremen.de <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Orte:<br \/><\/span>Veranstaltungszentrum \u00abDie Glocke\u00bb, Domsheide 6, 28195 Bremen Rathaus Bremen, Am Markt 21, 28195 Bremen<\/p>\n<p>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Palliativmediziner Hans-Joachim Willenbrink fordert mehr Verst\u00e4ndnis und mehr Mittel f\u00fcr die Versorgung Sterbenskranker in Medizin, Pflege und Gesellschaft. Krankenh\u00e4user beispielsweise seien \u00abkein guter Ort zum Sterben\u00bb, sagte Willenbrink dem Evangelischen Pressedienst (epd). Willenbrink leitet einen zweit\u00e4gigen Kongress zur Palliativmedizin, der an diesem Freitag in Bremen beginnt und zu dem mehr als 600 Experten aus ganz Deutschland kommen wollen. 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