{"id":13258,"date":"2019-12-03T16:24:40","date_gmt":"2019-12-03T15:24:40","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-unterstuetzt-buendnis-zur-fluechtlingsrettung\/"},"modified":"2019-12-03T16:24:40","modified_gmt":"2019-12-03T15:24:40","slug":"oldenburgische-kirche-unterstuetzt-buendnis-zur-fluechtlingsrettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oldenburgische-kirche-unterstuetzt-buendnis-zur-fluechtlingsrettung\/","title":{"rendered":"Oldenburgische Kirche unterst\u00fctzt B\u00fcndnis zur Fl\u00fcchtlingsrettung"},"content":{"rendered":"<p>Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg begr\u00fc\u00dft die Initiative f\u00fcr ein neues Seenotrettungsschiff im Mittelmeer. Das Kollegium des Oberkirchenrates hat heute, Dienstag, 3. Dezember, beschlossen, dass die oldenburgische Kirche dem von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) initiierten Aktionsb\u00fcndnis \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten\u201c beitritt.<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> Weiterhin rief Bischof Thomas Adomeit gemeinsam mit dem Kollegium des Oberkirchenrates die Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Werke und Einrichtungen der oldenburgischen Kirche dazu auf, sich diesem B\u00fcndnis anzuschlie\u00dfen.<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> Die EKD hatte heute Vormittag bekannt gegeben, gemeinsam mit einem zivilgesellschaftlichen B\u00fcndnis \u00fcber eine Spendensammlung ein neues Schiff zu finanzieren. Der Verein \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten!\u201c soll die Seenotrettungsorganisation \u201eSea-Watch\u201c beauftragen, ein weiteres Schiff ins Mittelmeer zu schicken.<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> Auch wenn ein zus\u00e4tzliches Schiff ein politisches Signal sei, so Bischof Thomas Adomeit: \u201eJedes einzelne gerettete Leben ist ein toter Mensch weniger.\u201c Menschen in Seenot m\u00fcssen laut Adomeit gerettet werden, das sei nicht verhandelbar. \u201eUnd aus christlicher Sicht unterstreiche ich das: Jedes Menschenleben ist unendlich wertvoll.\u201c<br \/> &nbsp;<br \/> <strong>Flucht ist auch \u201eunserer Wirtschaftspolitik in Europa\u201c geschuldet<\/strong><\/p>\n<p>Der Wohlstand in Europa werde in Teilen auch auf Kosten der \u00e4rmeren L\u00e4nder dieser Welt aufgebaut, so Adomeit. \u201eWir importieren Rohstoffe, exportieren unsere \u00dcbersch\u00fcsse und erm\u00f6glichen z. B. den afrikanischen L\u00e4ndern nur wenig Zugang zu unseren M\u00e4rkten. Konflikte in den verschiedenen Regionen der Welt werden auch mit Waffen ausgetragen, die wir verkauft haben. Der Klimawandel trifft die \u00c4rmsten \u2013 dabei ist der CO2-Aussto\u00df in den Industriel\u00e4ndern pro Person signifikant h\u00f6her, macht aber an den Grenzen in Richtung Afrika und Asien nicht halt. Und wir kaufen Edelmetalle billig ein und nehmen Ausbeutung und Kinderarbeit in Kauf.\u201c Dass sich Menschen auf die Flucht begeben m\u00fcssen, sei auch \u201eunserer Wirtschaftspolitik in Europa\u201c geschuldet.<\/p>\n<p>Bereits vor zwei Wochen hatte der Oberkirchenrat beschlossen, das von der EKD initiierte Aktionsb\u00fcndnis \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten\u201c zur Unterst\u00fctzung der zivilen Seenotrettung und den Kauf eines zus\u00e4tzlichen Rettungsschiffes mit 20.000 Euro zu unterst\u00fctzen.<br \/> &nbsp;<br \/> Angesichts der anhaltenden humanit\u00e4ren Katastrophe im Mittelmeer hat die EKD beschlossen, diejenigen zu unterst\u00fctzen, die ehrenamtlich auf dem Meer Leben retten, weil sie dem Ertrinken nicht tatenlos zusehen wollen. Gemeinsam mit anderen Partnern der Zivilgesellschaft und mit Zustimmung des Rates der EKD und der Kirchenkonferenz ist das B\u00fcndnis \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten\u201c ins Leben gerufen worden, als Zeichen der Menschlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft. \u201eWir wollen mit einer breiten gesellschaftlichen Allianz sichtbar machen, dass es in unserem Land eine Mehrheit f\u00fcr Humanit\u00e4t und Menschenrechte gibt. Und um dann mit diesem B\u00fcndnis auch Spenden zu sammeln, um ein zus\u00e4tzliches Rettungsschiff in den Einsatz zu bringen\u201c, so Dr. Thies Gundlach, Theologischer Vizepr\u00e4sident der EKD.<br \/> &nbsp;<\/p>\n<p><strong>Oldenburgische Synode begr\u00fc\u00dft Initiative zum Fl\u00fcchtlingsschiff<\/strong><br \/> Auch die Synodalen der oldenburgischen Kirche haben auf ihrer Tagung am 22. November in Rastede die EKD-Initiative zur Gr\u00fcndung des B\u00fcndnisses \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten\u201c begr\u00fc\u00dft. Die Rettung von Menschen in Seenot sei gerade vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes eine nicht verhandelbare Verpflichtung, so die Synodalen.<br \/> &nbsp;<\/p>\n<p>Die Synode begr\u00fc\u00dfte ausdr\u00fccklich die Entscheidung des Kollegiums des Oberkirchenrates der oldenburgischen Kirche, dem B\u00fcndnis zur zivilen Seenotrettung im Mittelmeer 20.000 Euro f\u00fcr die Anschaffung eines zus\u00e4tzlichen Rettungsschiffes zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden Sie online unter: <a href=\"http:\/\/www.united4rescue.com\">www.united4rescue.com<\/a>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg begr\u00fc\u00dft die Initiative f\u00fcr ein neues Seenotrettungsschiff im Mittelmeer. Das Kollegium des Oberkirchenrates hat heute, Dienstag, 3. 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