{"id":13311,"date":"2019-12-13T13:02:02","date_gmt":"2019-12-13T12:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/o-du-froehliche-und-klimafreundliche-weihnachtszeit-umweltvertraegliches-christfest-funktioniert-auch-ohne-verzicht\/"},"modified":"2019-12-13T13:02:02","modified_gmt":"2019-12-13T12:02:02","slug":"o-du-froehliche-und-klimafreundliche-weihnachtszeit-umweltvertraegliches-christfest-funktioniert-auch-ohne-verzicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/o-du-froehliche-und-klimafreundliche-weihnachtszeit-umweltvertraegliches-christfest-funktioniert-auch-ohne-verzicht\/","title":{"rendered":"O du fr\u00f6hliche und klimafreundliche Weihnachtszeit &#8211; Umweltvertr\u00e4gliches Christfest funktioniert auch ohne Verzicht"},"content":{"rendered":"<p>Der Weihnachtsmann kommt emissionsfrei mit dem Rentier-Schlitten. Doch wer das Fest in Zeiten von \u00abFridays for Future\u00bb klimaschonend feiern will, kommt schnell ins Schwitzen. Experten sagen aber: Klimafreundlich Weihnachten feiern ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Oldenburg (epd). Weihnachten steht vor der T\u00fcr. F\u00fcr die einen beginnt mit Gl\u00fchwein, Lebkuchen und Bachs Weihnachtoratorium die Vorfreude auf das Fest, bei anderen r\u00fchrt sich das schlechte Gewissen: Wie ist es in Zeiten der weltweiten \u00abFridays for Future\u00bb-Bewegung m\u00f6glich, klimaneutral, zumindest aber klimafreundlich, das Fest zu begehen? Die Klimaschutz-Experten haben Vorschl\u00e4ge, mit denen Weihnachten ganz klimafreundlich und ohne Verzicht gelingen kann.<\/p>\n<p>Mathias A\u00dfmann von den nieders\u00e4chsischen Landesforsten etwa wird sich zum Fest einen frischen Baum schlagen. \u00abDas ist absolut klimaneutral\u00bb, sagt der F\u00f6rster. Ein Baum k\u00f6nne nur soviel CO2 freigeben, wie er im Verlauf seines Lebens gespeichert hat. \u00abUnd wenn er nach dem Fest im Kaminofen verbrannt wird, spendet er noch Energie in Form von W\u00e4rme.\u00bb Wer nebenbei noch etwas Gutes f\u00fcr den Wald tun will, verzichtet auf die beliebte Nordmanntanne und kauft beim regionalen F\u00f6rster eine \u00abwilde Fichte\u00bb. Die s\u00e4en sich von selbst unkontrolliert aus und m\u00fcssen vom F\u00f6rster regelm\u00e4\u00dfig aus dem Wald entnommen werden, damit andere Pflanzen genug Licht abbekommen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es Weihnachtsb\u00e4ume mit einem Bio-Zertifikat. Die sind nicht gegen Sch\u00e4dlinge gespritzt und geben in der warmen Weihnachtsstube keine Insektengifte ab. A\u00dfmann r\u00e4t jedoch dazu, den H\u00e4ndler nach der Herkunft der B\u00e4ume zu fragen. \u00abKommen sie aus der Region, ist das prima. Mussten sie jedoch erst Hunderte Kilometer im Lastwagen zur\u00fccklegen, w\u00e4re das schon wieder klimasch\u00e4dlich.\u00bb<\/p>\n<p>Sind kleine Kinder im Haus, r\u00e4t die Klimaschutz-Managerin Maria Karnagel von der evangelischen Landeskirche Hannovers zu einer Lichterkette mit LED-Leuchten f\u00fcr den Baumschmuck. Die verbrauchen im Vergleich zu den fr\u00fcheren Ketten mit Gl\u00fchlampen nur sehr wenig Strom. Allerdings sollte darauf geachtet werden, woher die Ketten kommen, sagt die Expertin. Wurden sie in Fernost produziert, haben sie bereits eine Seefahrt um den halben Globus hinter sich, was gar nicht gut f\u00fcr das Klima ist. Toben keine kleinen Kinder durch die Stube, bevorzugt sie echte Bienenwachskerzen vom Weihnachtsmarkt. Denn die meisten herk\u00f6mmlichen Kerzen werden aus Erd\u00f6l-Produkten oder Palmfetten hergestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp; Auch Geschenk-Tipps hat Maria Karnagel parat. Sie empfiehlt nachhaltige Pr\u00e4sente: Neben Zeitgeschenken wie etwa einem gemeinsamen Kinoabend k\u00f6nnten auch Reparaturen verschenkt werden. \u00abFast jedem Teenager geht \u00fcber kurz oder lang das Handydisplay kaputt.\u00bb In solchen F\u00e4llen sei ein Reparatur-Gutschein hilfreich. Als Verpackung f\u00fcr andere Geschenke k\u00f6nnten auch passende Kombi-Pr\u00e4sente genutzt werden. \u00abEin neues K\u00fcchen-Utensil kann man prima in ein sch\u00f6nes Geschirrhandtuch verpacken.\u00bb<\/p>\n<p>Auch der Schutz des Klimas selbst l\u00e4sst sich verschenken: Zahlreiche Umweltverb\u00e4nde und Firmen bieten mittlerweile CO2-Zertifikate gegen Kompensationszahlungen an, mit denen klimaschonende Projekte auf der ganzen Welt gef\u00f6rdert werden. Die kirchliche \u00abKlima-Kollekte\u00bb in Berlin bietet beispielsweise auf ihrer Internetseite einen Emissionsrechner an, mit denen Menschen, die nicht auf ihr Auto verzichten wollen, ihre t\u00e4glichen Emissionen berechnen k\u00f6nnen. Nach einer Formel wird eine Kompensation berechnet und nach Bezahlung ein Zertifikat erstellt, das sogar steuerlich absetzbar ist.<\/p>\n<p>So wichtig wie die Geschenke ist das Festessen. F\u00fcr Christina Graf von der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover gilt hier das Motto \u00abLieber Klasse statt Masse\u00bb. Sie gibt regionalen und saisonalen Lebensmitteln den Vorzug: \u00abWie w\u00e4re es mit Karpfen, Brat\u00e4pfeln und Winzersekt statt Lachs, Erdbeeren und Prosecco?\u00bb Wer nicht auf die Weihnachtsgans oder den Rinderbraten verzichten mag, solle wenigstens zu Biofleisch aus der Region greifen. \u00abHier ist weniger Masse oft mehr im Geschmack.\u00bb \u00dcbrigens gibt es inzwischen auch etliche Klima-Kochb\u00fccher mit leckeren Rezepten.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weihnachtsmann kommt emissionsfrei mit dem Rentier-Schlitten. Doch wer das Fest in Zeiten von \u00abFridays for Future\u00bb klimaschonend feiern will, kommt schnell ins Schwitzen. Experten sagen aber: Klimafreundlich Weihnachten feiern ist m\u00f6glich. Oldenburg (epd). Weihnachten steht vor der T\u00fcr. 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