{"id":13334,"date":"2019-12-23T16:35:00","date_gmt":"2019-12-23T15:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/lassen-sie-sich-von-weihnachten-ueberraschen\/"},"modified":"2019-12-23T16:35:00","modified_gmt":"2019-12-23T15:35:00","slug":"lassen-sie-sich-von-weihnachten-ueberraschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/lassen-sie-sich-von-weihnachten-ueberraschen\/","title":{"rendered":"Lassen Sie sich von Weihnachten \u00fcberraschen"},"content":{"rendered":"<p>Die Weihnachtsbotschaft gibt Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden in der Welt, betonte Bischof Thomas Adomeit in seiner Weihnachtsbotschaft. Die Botschaft von der Heiligen Nacht laute: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht\u201c. Sie sei zuerst an die Hirten gegangen: \u201eSie kannten die Sorge um ihr t\u00e4gliches Brot und um ihre Tiere. Und sie kannten auch die Sorge um den Frieden f\u00fcr ihr Land, das andere besetzt hielten. Sie kannten die Sehnsucht nach einer sicheren Heimat und nach einer gesch\u00fctzten Existenz.\u201c<\/p>\n<p>Auch heute seien die Sorgen gro\u00df, sagte der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg mit Blick auf den Klimawandel, die Ungerechtigkeiten in der Welt, die Fl\u00fcchtlinge in ihren unsicheren Booten auf dem Mittelmeer und den zunehmenden Antisemitismus im Land. Ebenso gro\u00df sei die Sehnsucht der Menschen nach einer heilen Welt und einem gelingenden, sinnvollen Leben in Frieden. Damals wie heuten br\u00e4uchten Menschen eine solche Botschaft, um mit den pers\u00f6nlichen und gesellschaftlichen Sorgen umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eBleiben wir offen f\u00fcr die Hoffnung auf eine Zukunft, die mit der Weihnachtsgeschichte in die Welt kommt\u201c, so Adomeit.<\/p>\n<p><strong>Weihnachtsbotschaft 2019 von Bischof Thomas Adomeit<\/strong><\/p>\n<p>Schon in der Adventszeit erwarten Kinder und auch manche Erwachsene gespannt, was der Adventskalender t\u00e4glich f\u00fcr sie bereith\u00e4lt. Es gibt digitale Adventsbegleiter, selbstgemachte oder auch die mit 24 Schokot\u00e4felchen. Sch\u00f6n, dass es diese Vorfreude gibt!<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> Zum Weihnachtsfest schreiben Kinder noch Wunschzettel und warten ungeduldig auf die Bescherung. Doch ist es h\u00e4ufig auch hier die \u2013 vielleicht kleinere \u2013 \u00dcberraschung, die echte Freude ausl\u00f6sen kann, mehr als das erwartete Geschenk.<br \/> &nbsp;&nbsp;<br \/> \u00dcberraschungen kommen von Herzen. Und sie gehen dem zu Herzen, der sie bekommt. Sie zaubern ein L\u00e4cheln ins Gesicht. Vorfreude, \u00dcberraschungseffekt, Gl\u00fccksgef\u00fchl \u2013 so kann es sein, wenn eine \u00dcberraschung gelingt. Vielleicht ist Weihnachten gerade deswegen ein so beliebtes Fest, weil es mit kleinen Geheimnissen und \u00dcberraschungen daherkommt.<br \/> &nbsp;<br \/> Als der Evangelist Lukas vor knapp 2.000 Jahren die Geschichte \u00fcber die Geburt Jesu aufschrieb, werden seine Leserinnen und Leser zun\u00e4chst auch \u00fcberrascht gewesen sein. Einerseits f\u00fchlten sie sich an die alten Verhei\u00dfungen des Propheten Jesaja erinnert: \u201eDas Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht\u2026 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friedef\u00fcrst.\u201c Aber andererseits hatten sie sich die Geburt des Messias ganz anders vorgestellt. So wie Lukas es beschrieb, konnte doch keiner in die Welt kommen, der das Heil f\u00fcr alle bringen sollte. Ein umsichtiger Herrscher und m\u00e4chtiger Held sieht anders aus als ein armseliges Kind in der Krippe. Dazu diese junge Frau aus dem Volk, ungewollt schwanger, an ihrer Seite ein Mann, der nicht der Vater des Kindes ist, nein, das passt alles nicht zusammen.<br \/> &nbsp;<br \/> Die Verse, die Menschen seit vielen Generationen zum Weihnachtsfest h\u00f6ren \u201eEs begab sich aber zu der Zeit\u2026\u201c, steckten damals voller \u00dcberraschungen. Und doch gingen sie den Menschen zu Herzen. Sie trugen die Botschaft weiter: \u201eEuch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.\u201c<br \/> &nbsp;<br \/> Gehen uns diese Worte noch zu Herzen? Oder sind sie nur Beiwerk zu einem Fest, das l\u00e4ngst seine Bedeutung verloren hat? Die Sehnsucht nach einer heilen Welt ist gro\u00df, so wie zu alten Zeiten. Es ist die Sehnsucht nach einem gelingenden, sinnvollen Leben in Frieden. Aber auch die Sorgen sind gro\u00df. Wie ist das mit dem Klimawandel, der so bedrohlich nahe kommt? Wie kann es auf dieser Welt gerechter zugehen? Was ist zu tun f\u00fcr die Menschen, die sich in unsicheren Booten auf das Mittelmeer begeben? Wie k\u00f6nnen wir umgehen mit dem offenbar zunehmenden Antisemitismus in unserem Land? Kann die Botschaft von Weihnachten \u00fcberhaupt helfen in all dem Unheil?<br \/> &nbsp;<br \/> Die Botschaft der Heiligen Nacht lautet: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird.\u201c Die das zuerst h\u00f6ren, sind die Hirten. Sie kannten nicht die Sorgen von heute, aber sie kannten die Sorge um ihr t\u00e4gliches Brot und um ihre Tiere. Und sie kannten auch die Sorge um den Frieden f\u00fcr ihr Land, das andere besetzt hielten. Sie kannten die Sehnsucht nach einer sicheren Heimat und nach einer gesch\u00fctzten Existenz. F\u00fcrchtet euch nicht \u2013 das tat ihnen gut. Ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, das h\u00f6rten sie gern. Und heute ist es nicht anders. Auch wir brauchen Worte, die uns umarmen, die uns Kraft geben, die Hoffnung wecken, die sogar heilen k\u00f6nnen. Damals wie heute haben wir Menschen Sehnsucht nach solchen Worten, um den pers\u00f6nlichen und den gesellschaftlichen Sorgen begegnen zu k\u00f6nnen.<br \/> &nbsp;<br \/> Lassen wir uns doch ein auf diese alten Worte, die schon so viele Generationen vor uns anger\u00fchrt haben. Bleiben wir offen f\u00fcr die Hoffnung auf eine Zukunft, die mit der Weihnachtsgeschichte in die Welt kommt. Vielleicht erleben wir eine \u00dcberraschung. Was haben wir zu verlieren, wenn wir getr\u00f6stet wie die Hirten fr\u00f6hlich unsere Wege gehen und anderen davon erz\u00e4hlen? Nichts. Was haben wir zu gewinnen? Lassen wir uns \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Fr\u00f6hliche Weihnachten w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n<p>Ihr Thomas Adomeit<br \/> Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<\/p>\n<p>Die Weihnachtsgeschichte zum Nachlesen: Lukas, Kapitel 2. Die noch \u00e4lteren Verhei\u00dfungen finden Sie im Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 9 und 11.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weihnachtsbotschaft gibt Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden in der Welt, betonte Bischof Thomas Adomeit in seiner Weihnachtsbotschaft. Die Botschaft von der Heiligen Nacht laute: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht\u201c. Sie sei zuerst an die Hirten gegangen: \u201eSie kannten die Sorge um ihr t\u00e4gliches Brot und um ihre Tiere. Und sie kannten auch die Sorge um den Frieden f\u00fcr ihr Land, das andere besetzt hielten. Sie kannten die Sehnsucht nach einer sicheren Heimat und nach einer gesch\u00fctzten Existenz.\u201c Auch heute seien die Sorgen gro\u00df, sagte der Bischof der Ev.-Luth. 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