{"id":13392,"date":"2020-01-02T11:19:07","date_gmt":"2020-01-02T10:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/antisemitismusbeauftragter-fordert-haerteres-vorgehen-gegen-drohungen\/"},"modified":"2020-01-02T11:19:07","modified_gmt":"2020-01-02T10:19:07","slug":"antisemitismusbeauftragter-fordert-haerteres-vorgehen-gegen-drohungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/antisemitismusbeauftragter-fordert-haerteres-vorgehen-gegen-drohungen\/","title":{"rendered":"Antisemitismusbeauftragter fordert h\u00e4rteres Vorgehen gegen Drohungen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Berlin (epd). Nach dem Bekanntwerden einer Morddrohung gegen den russisch-deutschen Pianisten Igor Levit hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, eine Versch\u00e4rfung des Strafrechts gefordert. \u00abWir k\u00f6nnen es als Gesellschaft doch in keiner Weise hinnehmen, dass ein j\u00fcdischer K\u00fcnstler Morddrohungen bekommt, \u00f6ffentliche Konzerte von ihm besonders gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen und Polizei und Staatsanwaltschaften nach der jetzigen Rechtslage gro\u00dfe Schwierigkeiten haben, dies schnell und konsequent zu ahnden\u00bb, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). \u00abMan muss sich den Anf\u00e4ngen erwehren, denn aus solchen Gedanken werden sehr schnell Taten.\u00bb<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Klein forderte eine Versch\u00e4rfung des Tatbestands der Volksverhetzung. Die J\u00fcdischen Gemeinden und der Zentralrat der Juden bek\u00e4men t\u00e4glich Drohmails, die bisher aber nicht strafbar seien, weil es laut Paragraf 130 im Strafgesetzbuch keine Volksverhetzung sei, erkl\u00e4rte der Antisemitismusbeauftragte. Daf\u00fcr h\u00e4tte der Absender die E-Mail noch weiter verbreiten m\u00fcssen. \u00abDieses Gesetz muss erweitert werden, auch der bilaterale Hass muss unter Strafe stehen\u00bb, betonte Klein.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Michael F\u00fcrst vom Landesverband der J\u00fcdischen Gemeinden in Niedersachsen rief zu mehr Wachsamkeit auf. Dass ein so renommierter, weltbekannter K\u00fcnstler wie Igor Levit bedroht worden sei, sei \u00abalarmierend und erschreckend\u00bb, sagte F\u00fcrst der \u00abHannoverschen Allgemeinen Zeitung\u00bb (Montag): \u00abEs hat in letzter Zeit tats\u00e4chlich eine Verschiebung der Normen und Werte gegeben und eine Versch\u00e4rfung des Antisemitismus, aber nicht nur bei uns, sondern weltweit.\u00bb<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> F\u00fcrst konstatierte, man stehe in Deutschland noch nicht vor Zeiten wie 1933 und vor dem Beginn der Hitler-Diktatur. Es sei aber gut, dass die Beh\u00f6rden \u00abjetzt endlich aufgewacht sind und noch sch\u00e4rfer die rechtsextreme Szene in Deutschland durchleuchten\u00bb. Den Feinden des Liberalismus und der Demokratie m\u00fcsse man Paroli bieten, betonte der Landesverbandsvorsitzende.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Der Pianist Igor Levit hatte in einem Gastbeitrag f\u00fcr den in Berlin erscheinenden \u00abTagesspiegel am Sonntag\u00bb von einer antisemitisch gef\u00e4rbten Morddrohung per E-Mail berichtet. In der Mail von Mitte November sei ein Mordanschlag bei einem konkreten Konzert in S\u00fcddeutschland angedroht worden. Er habe die Polizei eingeschaltet und das Konzert unter Personenschutz und aufwendigen Sicherheitsma\u00dfnahmen gespielt.<\/p>\n<p><em>epd<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Berlin (epd). 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