{"id":13470,"date":"2020-01-09T11:55:00","date_gmt":"2020-01-09T10:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/freistellungen-ehemaliger-hoegel-kollegen-aufgehoben\/"},"modified":"2020-01-09T11:55:00","modified_gmt":"2020-01-09T10:55:00","slug":"freistellungen-ehemaliger-hoegel-kollegen-aufgehoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/freistellungen-ehemaliger-hoegel-kollegen-aufgehoben\/","title":{"rendered":"Freistellungen ehemaliger H\u00f6gel-Kollegen aufgehoben"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Das Klinikum Oldenburg hat mehrere Freistellungen ehemaliger Kollegen des Patientenm\u00f6rders Niels H\u00f6gel aufgehoben. Sie seien im Februar vergangenen Jahres wegen Meineid-Verfahren suspendiert worden und seien mittlerweile wieder an ihre Arbeitspl\u00e4tze zur\u00fcckgekehrt, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Klinikums. Dabei handelt es sich um drei der Zeugen, die im H\u00f6gel-Prozess ausgesagt haben und denen Falschaussagen vorgeworfen werden. Die Oldenburger Nordwest-Zeitung hatte zuerst \u00fcber die Aufhebung der Freistellungen berichtet.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz vergangenen Jahres hatte die Polizei eine Sondereinheit eingerichtet, um die Meineid-Vorw\u00fcrfe gegen acht fr\u00fchere Kollegen von Niels H\u00f6gel zu kl\u00e4ren. Der Staatsanwaltschaft zufolge laufen die Ermittlungen noch. \u00abAus arbeitsrechtlicher Sicht ist eine einmal ausgesprochene Freistellung fortlaufend zu pr\u00fcfen\u00bb, erl\u00e4uterte Klinikums-Sprecher Dirk Bieler.<\/p>\n<p>\u00abMit zunehmender Dauer der Ermittlungen, ohne ein uns bekanntes Ergebnis, ist das Interesse der Arbeitnehmer an der Besch\u00e4ftigung h\u00f6her zu bewerten\u00bb, sagte Bieler. Deshalb habe die arbeitsrechtliche Sachlage neu bewertet werden m\u00fcssen. \u00abDie Freistellungen wurden daher Ende Oktober 2019 zur\u00fcckgenommen.\u00bb<\/p>\n<p>Freigestellt wurden dar\u00fcber hinaus zwei weitere Mitarbeiter, denen die Staatsanwaltschaft Totschlag durch Unterlassen vorwirft, weil sie nach Auffassung der Ankl\u00e4ger H\u00f6gel nicht gestoppt haben. Das Landgericht hat den Verfahrensbeteiligten noch bis Ende Januar Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Dann will es \u00fcber die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden. \u00ab\u00dcber eine m\u00f6gliche Aufhebung der Freistellungen f\u00fcr die beiden Mitarbeiter entscheiden die Verantwortlichen im Klinikum nach Kenntnis einer abschlie\u00dfenden Entscheidung des Landgerichts\u00bb, erl\u00e4uterte Bieler.<\/p>\n<p>H\u00f6gel wurde am 6. Juni 2019 zu einer lebensl\u00e4nglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach \u00dcberzeugung des Oldenburger Landgerichts hat er aus Geltungssucht 85 Menschen in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst mit Medikamenten vergiftet und anschlie\u00dfend vergeblich versucht, sie zu reanimieren. Gegen den Schuldspruch legten H\u00f6gel und ein Angeh\u00f6riger, der den Prozess als Nebenkl\u00e4ger verfolgte, Revision ein. (Az.: 5 Ks 800 Js 54254\/17 (1\/18)<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Das Klinikum Oldenburg hat mehrere Freistellungen ehemaliger Kollegen des Patientenm\u00f6rders Niels H\u00f6gel aufgehoben. Sie seien im Februar vergangenen Jahres wegen Meineid-Verfahren suspendiert worden und seien mittlerweile wieder an ihre Arbeitspl\u00e4tze zur\u00fcckgekehrt, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Klinikums. Dabei handelt es sich um drei der Zeugen, die im H\u00f6gel-Prozess ausgesagt haben und denen Falschaussagen vorgeworfen werden. 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